Das Wichtigste in Kürze

The Ascott Limited hat 2025 über 7.300 neue Einheiten in Südostasien unterzeichnet – 55 % mehr als im Vorjahr. Das Singapurer Unternehmen gehört damit laut Horwath HTL zu den drei größten Hotelbetreibern der Region nach neuen Signings. Wachstumstreiber ist nicht der Langstrecken-Tourist aus Europa oder Nordamerika, sondern der reisefreudige ASEAN-Nachbar.

Singapur, April 2026. Die Zahlen sprechen für sich: The Ascott Limited, die Hotelsparte von CapitaLand Investment, hat 2025 mehr als 7.300 Einheiten in Südostasien neu unterzeichnet. Ein Plus von 55 % gegenüber 2024 – das stärkste Signing-Ergebnis in der Geschichte des Unternehmens in der Region. Über 200 Properties sind bereits in Betrieb, rund 150 weitere in der Pipeline. Mehr als 25 davon sollen in den nächsten zwölf Monaten eröffnen, darunter Flaggschiff-Objekte in Vietnam, Indonesien und Singapur.

Was hinter dieser Expansion steckt, ist kein klassisches Pre-Pandemic-Playbook. Ascott reagiert auf eine strukturelle Verschiebung im Reiseverhalten: Der Post-Pandemie-Rebound in Südostasien wird nicht von Langstreckenreisenden aus dem Westen angetrieben – sondern von Gästen innerhalb der ASEAN-Region selbst.

Intra-ASEAN: Der neue Stammgast

Reisende innerhalb Südostasiens ticken anders als europäische oder nordamerikanische Erstbesucher. Sie buchen kurzfristiger, reisen häufiger und suchen Erlebnisse, die sich lokal anfühlen – keine Highlight-Touren für Erstbesucher. Das hat direkte Konsequenzen für Produktdesign und Betriebsmodell.

Laut Kar Ling Wong, Chief Strategy Officer bei Ascott, verändert das die Denkweise grundlegend: „Intra-ASEAN travelers travel more frequently, make decisions closer to the date, and prefer depth, flexibility and experiences that feel more local.“ Das Zitat stammt aus dem Original-Skift-Bericht – und trifft den Kern der neuen Ascott-Strategie.

Konkret bedeutet das: Ascott setzt auf ein Flex-Hybrid-Modell, das sowohl Langzeitaufenthalte als auch Kurztrips abdeckt. Zimmer, Services und Buchungsflexibilität werden je nach Standort und primärer Zielgruppe angepasst – keine One-size-fits-all-Lösung mehr.

Neue Städte, neue Märkte

Parallel zur Produktstrategie expandiert Ascott geografisch in rund 20 neue Sekundärstädte innerhalb Südostasiens. Der Treiber: bessere regionale Flugkonnektivität und steigende lokale Nachfrage außerhalb der klassischen Metropolen wie Bangkok, Jakarta oder Ho-Chi-Minh-Stadt.

Ascott in Zahlen – Stand 2025/2026
  • 7.300+ neue Einheiten unterzeichnet in Südostasien 2025
  • +55 % gegenüber dem Vorjahr 2024
  • Top 3 Hotelbetreiber in SEA nach neuen Signings (Quelle: Horwath HTL)
  • 200+ Properties aktuell in Betrieb in der Region
  • ~150 weitere in der Pipeline
  • 25+ Eröffnungen in den nächsten 12 Monaten (u. a. Vietnam, Indonesien, Singapur)
  • ~20 neue Sekundärstädte, in die Ascott erstmals eintritt

Die Expansion in Sekundärstädte ist kein Nischenspiel – sie folgt dem Geld. Wer häufig und regional reist, wählt nicht nur die großen Hubs. Städte mit wachsendem Mittelstand, besserer Infrastruktur und aufsteigendem Geschäftstourismus rücken ins Zentrum. Ascott besetzt diese Märkte, bevor die Nachfrage ihren Peak erreicht.

Was das für die Branche bedeutet

Ascotts Strategie ist ein Signal an den gesamten Markt: Wer in Südostasien wachsen will, muss den regionalen Reisenden verstehen – und nicht auf den europäischen Langstrecken-Touristen warten. Das verändert nicht nur die Standortwahl, sondern auch Zimmergrößen, F&B-Konzepte, Buchungskanäle und Preisgestaltung.

  • Flexiblere Buchungsmodelle für kurzfristige Entscheidungen
  • Lokal geprägte Erlebnisse statt standardisierter Hotelkette
  • Duale Positionierung: Langzeitaufenthalt und Kurztrip unter einem Dach
  • Fokus auf Sekundärstädte mit wachsender Konnektivität
  • Produktdesign nach Trip-Purpose statt nach Gäste-Herkunft
Redaktions-Einschätzung: Das Flex-Hybrid-Modell ist kein Trend – es ist die logische Antwort auf ein Reiseverhalten, das sich seit der Pandemie strukturell verändert hat. Wer das ignoriert, verliert an die Konkurrenz.

Für Hoteliers in der Region – und alle, die in den ASEAN-Markt eintreten wollen – ist das eine klare Botschaft: Der nächste Gast kommt nicht aus Frankfurt oder New York. Er kommt aus Kuala Lumpur, Hanoi oder Cebu. Und er bucht übermorgen.

HÄUFIGE FRAGEN

Wie viele neue Einheiten hat Ascott 2025 in Südostasien unterzeichnet?

Ascott hat 2025 mehr als 7.300 neue Einheiten in Südostasien unterzeichnet – ein Anstieg von 55 % gegenüber 2024 und das stärkste Signing-Ergebnis in der Unternehmensgeschichte für die Region.

Was unterscheidet Intra-ASEAN-Reisende von Langstrecken-Touristen?

Intra-ASEAN-Reisende buchen kurzfristiger, reisen häufiger und suchen lokale, flexible Erlebnisse – im Gegensatz zu Langstrecken-Touristen, die meist klassische Highlights-Routen für Erstbesucher bevorzugen.

In wie viele neue Städte expandiert Ascott in Südostasien?

Ascott tritt in rund 20 neue Sekundärstädte in Südostasien ein, getrieben von besserer regionaler Flugkonnektivität und wachsender lokaler Nachfrage.

Zu welcher Unternehmensgruppe gehört Ascott?

The Ascott Limited ist die Hotelsparte von CapitaLand Investment (CLI) mit Sitz in Singapur.

Wie viele Properties betreibt Ascott aktuell in Südostasien?

Ascott betreibt aktuell über 200 Properties in der Region und hat rund 150 weitere in der Pipeline – davon sollen mehr als 25 in den nächsten zwölf Monaten eröffnen.
Was denkst du? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare — wir lesen jedes Feedback und antworten gern.
Kommentar schreiben →