Das Wichtigste in Kürze

Dallas führt die US-amerikanische Hotelbau-Pipeline weiterhin an – zum dritten Jahr in Folge. Phoenix zeigt das stärkste Wachstum mit 19 Prozent mehr Bauprojekten im Vergleich zum Vorjahr und führt gleichzeitig die Eröffnungsprognose für 2026 an. Die Daten stammen aus dem aktuellen United States Construction Pipeline Trend Report von Lodging Econometrics (LE) für Q1 2026.

Dallas: Drei Jahre an der Spitze

Kein anderer Markt in den USA baut so viele Hotels wie Dallas. Mit 193 Hotels in der Pipeline hält die texanische Metropole ihren Spitzenplatz – und das nun bereits im dritten Jahr in Folge. Die Zahlen von Lodging Econometrics machen deutlich: Dallas ist nicht einfach vorne, Dallas ist strukturell dominant.

Atlanta folgt auf Platz zwei mit einem eigenen Rekord von 168 Projekten und 19.431 Zimmern. Nashville belegt Rang drei mit 130 Projekten und 17.029 Zimmern. Phoenix steht ebenfalls bei 130 Projekten – aber mit einem entscheidenden Unterschied: Beim Segment der tatsächlich im Bau befindlichen Hotels liegt Phoenix vorne.

PIPELINE Q1 2026 Top-Märkte USA – Hotelbau auf einen Blick
193
Projekte – Dallas
Größte Hotel-Pipeline aller US-Städte, drittes Jahr in Folge an der Spitze.
+19 %
Bau-Wachstum Phoenix
Stärkstes Wachstum im Under-Construction-Segment aller US-Märkte in Q1 2026.
YoY
35
Im Bau – Phoenix
Phoenix führt das Under-Construction-Segment vor allen anderen US-Märkten an.
27
Eröffnungen 2026 – Phoenix
Phoenix führt die LE-Prognose für neue Hotel-Eröffnungen im Gesamtjahr 2026 an.
Quelle: Lodging Econometrics, United States Construction Pipeline Trend Report Q1 2026

Phoenix: Der eigentliche Star des Quartals

Auf dem Papier steht Dallas vorne. Aber wer auf die Dynamik schaut, landet schnell in Arizona. Phoenix verbucht ein Wachstum von 19 Prozent bei den tatsächlich im Bau befindlichen Projekten – das ist der stärkste Zuwachs aller großen US-Märkte in diesem Zeitraum. Mit 35 Hotels unter aktiver Konstruktion führt Phoenix dieses Segment sogar vor Dallas an.

Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert Lodging Econometrics in Phoenix 27 neue Hotel-Eröffnungen. Das ist mehr als in jeder anderen amerikanischen Stadt. Für Investoren und Betreiber ist das ein klares Signal: Der Markt Phoenix hat operative Reife erreicht – Projekte, die in die Pipeline eingetreten sind, kommen jetzt tatsächlich in die Bauphase.

Phoenix ist gerade das, was Dallas vor drei Jahren war: eine Stadt im Hochlauf. Wer dort noch kein Grundstück hat, zahlt in zwölf Monaten mehr dafür.

Die restlichen Top-Märkte

Atlanta und Nashville spielen ebenfalls in der ersten Liga der US-Hotelpipeline – beide mit eigenen Rekordwerten bei der Projektanzahl. Auch Austin taucht in den LE-Daten als Wachstumsmarkt auf. Der Inland Empire-Markt in Südkalifornien komplettiert die Gruppe der am stärksten wachsenden Regionen.

Was die Daten über den Markt aussagen

Der US-Hotelmarkt baut selektiv, aber konsequent. Die Pipeline konzentriert sich auf Sun-Belt-Märkte – Dallas, Phoenix, Atlanta, Nashville, Austin – die alle von Bevölkerungswachstum, Unternehmensansiedlungen und gestiegener Reisenachfrage profitieren. Küstenmärkte wie New York oder Los Angeles fehlen in dieser Wachstumsliste; dort bremsen hohe Grundstückskosten und regulatorische Hürden das Tempo.

Was ist Lodging Econometrics?

Lodging Econometrics (LE) ist das führende unabhängige Research-Unternehmen für Hotel-Pipeline-Daten in den USA. Der quartalsweise erscheinende United States Construction Pipeline Trend Report gilt als Branchen-Standard für Projektentwickler, Investoren und Betreiber. LE erfasst alle Projekte vom ersten Planungsstadium bis zur Baufertigstellung und unterscheidet dabei zwischen „In Planning“, „Final Planning“ und „Under Construction“.

Was das für die Branche bedeutet

Für Hotel-Fachkräfte, die über einen Markteinstieg nachdenken oder ihre nächste Station planen, liefern diese Zahlen konkrete Orientierung. Märkte mit hoher Pipeline-Aktivität brauchen Personal – vom Front Office über Revenue Management bis zur Technik.

  • Phoenix und Dallas werden 2026 zusammen rund 50 neue Hotels eröffnen – entsprechender Personalbedarf ist gesichert
  • Atlanta und Nashville haben Rekord-Pipelines: Eröffnungswellen sind in beiden Märkten für 2026 und 2027 zu erwarten
  • Sun-Belt-Märkte bieten aktuell günstigere Lebenshaltungskosten als Küstenstädte bei ähnlichem Gehaltsniveau im Hospitality-Sektor
  • Investoren und Entwickler schauen besonders auf Phoenix: Wer baut, bringt das Projekt auch fertig – die Under-Construction-Quote ist ein Qualitäts-Indikator

Ausblick: Wird Dallas seinen Thron verteidigen?

Alles deutet darauf hin, dass Dallas auch 2026 die größte Gesamtpipeline halten wird. Aber Phoenix zeigt, dass reine Projektanzahl nicht alles ist. Wer Projekte schneller in die Bauphase bringt, dominiert die Eröffnungsstatistik – und damit letztlich den Markt. Phoenix hat das in Q1 2026 eindrucksvoll bewiesen.

Für die internationale Hotellerie sind diese Zahlen ein Hinweis darauf, wohin Kapital und Expansionspläne fließen. Europäische Ketten, die den US-Markt erschließen wollen, sollten Dallas und Phoenix ganz oben auf der Shortlist haben.

HÄUFIGE FRAGEN

Welche Stadt hat die größte Hotelpipeline in den USA?

Dallas führt die US-Hotelpipeline in Q1 2026 mit 193 Projekten an – und das bereits zum dritten Jahr in Folge. Die Daten stammen vom Marktforschungsunternehmen Lodging Econometrics.

Warum gilt Phoenix gerade als besonders starker Hotelmarkt?

Phoenix verzeichnet ein Wachstum von 19 Prozent bei den tatsächlich im Bau befindlichen Hotelprojekten – der stärkste Zuwachs aller großen US-Märkte. Mit 35 Hotels unter Konstruktion und 27 prognostizierten Eröffnungen für 2026 führt Phoenix beide Kategorien an.

Welche anderen US-Städte wachsen stark im Hotelneubau?

Neben Dallas und Phoenix zeigen Atlanta (168 Projekte, eigener Rekord) und Nashville (130 Projekte) starke Pipeline-Werte. Auch Austin taucht in den Wachstumsdaten von Lodging Econometrics auf.

Was bedeutet 'Under Construction' in der Hotelpipeline?

In der Pipeline-Systematik von Lodging Econometrics bezeichnet 'Under Construction' Projekte, bei denen der aktive Bau bereits begonnen hat – im Unterschied zu Projekten in der Planungs- oder Genehmigungsphase. Dieser Wert gilt als verlässlichster Indikator für tatsächlich bevorstehende Eröffnungen.

Warum konzentriert sich der US-Hotelneubau auf Sun-Belt-Märkte?

Dallas, Phoenix, Atlanta, Nashville und Austin profitieren alle von Bevölkerungswachstum, Unternehmensansiedlungen und steigender Reisenachfrage. Küstenmärkte wie New York oder Los Angeles bremsen dagegen durch hohe Grundstückskosten und regulatorische Hürden.
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