Ein Holz-Badge, das gleichzeitig als Hotelkeycard und Konferenzausweis funktioniert: GCSTIMES kombiniert RFID-Technik mit FSC-zertifiziertem Birkenholz. Das Produkt spricht Hotels und Veranstalter an, die Plastikkarten ersetzen und gleichzeitig ein hochwertiges Gästeerlebnis liefern wollen.
Plastik-Keycards landen nach dem Check-out meist im Müll. Konferenz-Badges aus PVC ebenfalls. GCSTIMES aus China geht einen anderen Weg: Das Unternehmen produziert Badges aus nachhaltig gewonnenem Birkenholz, die beides in einem können — Zimmerschlüssel und Veranstaltungsausweis.
RFID im Holz: Technik, die mit bestehenden Systemen läuft
Der Kern des Produkts ist ein eingebetteter RFID-Chip, der laut Herstellerangaben mit gängigen Hoteltürschlosssystemen kompatibel ist. Genannt werden Assa Abloy, VingCard, Saflok/KABA, Onity und Salto. GCSTIMES gibt an, als Approved Vendor bei Assa Abloy gelistet zu sein — einem der weltweit größten Anbieter von Hoteltürsystemen.
Für Hotels bedeutet das: kein Systemwechsel, keine neue Infrastruktur. Die Holzkarte steckt einfach in den bestehenden Prozess — vom Front Desk bis zur Zimmertür.
- Assa Abloy (GCSTIMES als Approved Vendor gelistet)
- VingCard
- Saflok / KABA
- Onity
- Salto
Die Karten sind vollständig individualisierbar — Logo, Farbe, Text, Personalisierung per Direktdruck.
Birkenholz statt Plastik: was FSC-zertifiziert konkret heißt
Das Material kommt aus Birkenholzplatten mit FSC-Zertifizierung — das bedeutet: Das Holz stammt aus nachweislich verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern, kontrolliert nach den Standards des Forest Stewardship Council. Für Hotels, die auf Zertifizierungen wie Green Key oder EU Ecolabel setzen, kann das ein kleines, aber kommunizierbares Detail sein.
Ob Holzkarten in der Ökobilanz tatsächlich besser abschneiden als PVC-Karten, hängt von Produktion, Transportweg und Entsorgung ab — Zahlen dazu liefert GCSTIMES nicht. Das sollten Einkäufer beim Anbieter direkt erfragen.
Birkenholz ist härter und formstabiler als viele weichere Holzarten — ein Vorteil für den täglichen Einsatz als Keycard.Konferenz-Badge: ab 100 Stück, vollständig personalisiert
Für Veranstaltungen bietet GCSTIMES Konferenz-Badges aus demselben Birkenholz an — mit Vollfarbdruck und individueller Personalisierung. Das Mindestbestellvolumen liegt laut Unternehmensangaben bei 100 Stück. Lieferung erfolgt laut Website deutschlandweit.
Der Ansatz trifft einen echten Markttrend: Event-Badges werden zunehmend als Branding-Instrument gesehen, nicht nur als Zugangsausweis. Konferenzen wie die IMEX Frankfurt oder ITB zeigen, dass Nachhaltigkeitskommunikation am Badge selbst beginnen kann.
Holz-Badge — was dafür und dagegen spricht
Dafür spricht
- Kompatibel mit den meisten Hoteltürschloss-Systemen
- FSC-zertifiziertes Holz, kommunizierbar für Nachhaltigkeits-Reports
- Doppelfunktion: Keycard + Konferenzausweis in einem
- Hochwertiger Look — differenziert im Gästekontakt
- Individualdruck + Personalisierung möglich
Dagegen spricht
- Keine Ökobilanz-Daten veröffentlicht (Produktion, Transport, Entsorgung unklar)
- Mindestbestellmenge 100 Stück — für kleine Häuser ggf. zu viel
- Kosten pro Einheit nicht transparent kommuniziert
- Haltbarkeit bei Feuchtigkeit (Bad, Pool) ungeprüft
Wer profitiert davon — und wer eher nicht
Boutique-Hotels und Design-Häuser
Für unabhängige Hotels und Lifestyle-Marken ist das Holz-Badge ein einfaches Differenzierungsmittel. Gäste nehmen es mit — als Souvenir oder weil sie es schlicht nicht wegwerfen wollen. Das ist passives Marketing ohne Aufwand.
Tagungshotels und Kongresszentren
Wer beides kombiniert — Hotel-Übernachtung und Veranstaltung — kann mit einem einzigen Badge den gesamten Aufenthalt abdecken. Weniger Plastik, weniger Logistik, ein einheitlicheres Erlebnis für Teilnehmer.
Große Kettenhotels
Hier wird es komplizierter: Zentraler Einkauf, standardisierte Prozesse und laufende Verträge mit Keycard-Lieferanten machen den Wechsel aufwändiger. Das Holz-Badge ist kein Massenprodukt für 500-Zimmer-Häuser — zumindest noch nicht.
Was du vor einer Bestellung klären solltest
- Kompatibilität mit deinem konkreten Türschlosssystem schriftlich bestätigen lassen
- Muster-Exemplar anfordern — Haptik, Wasserbeständigkeit, Chip-Leseweite testen
- Lieferzeit und Mindestbestellmenge für deinen Bedarf prüfen
- Preis pro Stück (inkl. Druck, Personalisierung, Versand) transparent anfragen
- Entsorgungsweg am Ende des Lebenszyklus klären — kompostierbar? Recycelbar?
- CO₂-Fußabdruck der Produktion (Herkunftsland, Transportweg) erfragen


