Italien hat 2025 gut 4,2 Millionen Tonnen Nudeln produziert und damit 69 Prozent der EU-Menge geliefert. Deutschland kam mit gut 304.000 Tonnen auf Rang drei, hinter Spanien mit 379.000 Tonnen.
Italien bleibt der mit Abstand größte Nudelproduzent in der EU. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) auf Basis von Eurostat entfielen 2025 rund 4,2 Millionen Tonnen auf Italien. Das sind 69 Prozent der gesamten verkauften Produktionsmenge in der EU von rund 6,1 Millionen Tonnen.
Warum Italien vorne liegt
Die Zahl ist kein Zufall. Italien hat eine lange Pasta-Industrie, starke Marken und ein Exportgeschäft, das seit Jahren zieht. Die Produktion läuft nicht nur für den heimischen Markt. Laut den zusätzlichen Recherchen gehen mehr als 60 Prozent der italienischen Nudelproduktion ins Ausland.
- Italien produziert fast siebenmal so viel wie Spanien.
- Deutschland bleibt zwar weit zurück, ist aber mit gut 304.000 Tonnen klar im oberen Feld.
- EU-weit waren 82 Prozent der verkauften Produktionsmenge 2025 eifrei.
Deutschland setzt stärker auf Eiernudeln
In Deutschland hatte 2025 knapp die Hälfte der produzierten Nudelmenge Ei: 46 Prozent. Das liegt deutlich über Italien mit 17 Prozent und Spanien mit 2 Prozent. Genau dieser Unterschied zeigt, wie verschieden die Pasta-Märkte in Europa funktionieren.
Destatis stützt sich auf die harmonisierte EU-Klassifikation PRODCOM. Gezählt wird die verkaufte Produktionsmenge von Teigwaren, also sowohl Eiernudeln als auch eifreie Pasta.
Was das für Handel und Gastronomie heißt
Für den Handel spricht die Statistik eine klare Sprache: Italien bleibt der zentrale Lieferant für Pasta in Europa. Für die Gastronomie heißt das vor allem eines: Die Herkunft von Teigwaren ist oft kein Nebenthema, sondern Teil von Kalkulation, Storytelling und Einkauf. Wer Pasta auf der Karte hat, kauft die Ware oft nicht zufällig ein.
Ein Blick auf die Exportseite
Die zusätzliche Recherche zeigt, wie wichtig Pasta für Italien auch im Export ist. Mehr als 60 Prozent der Produktion gehen ins Ausland. Nach den Angaben der Branchenorganisation Aidepi machen Deutschland, Frankreich, England, die USA und Japan zusammen 61 Prozent der italienischen Exporte aus, also rund 995 Millionen Euro pro Jahr. Für die deutsche Seite meldet Destatis 469.700 Tonnen Teigwarenimporte im Jahr 2024 im Wert von rund 647 Millionen Euro, davon kamen 86 Prozent aus Italien.
- Italien bleibt bei Pasta unangefochten an der Spitze.
- Deutschland importiert deutlich mehr Nudeln, als es selbst produziert.
- Der EU-Markt hängt stark an italienischen Lieferketten.

