Seit dem 1. Juni 2026 ist Livia Waser Vizedirektorin im Baur au Lac in Zürich. Sie folgt auf David Vagelpohl, der das Haus nach acht Jahren verlassen hat. Für das Traditionshotel ist das mehr als ein Personalwechsel: Die operative Führung bleibt damit in Händen einer Managerin mit echter Erfahrung aus der Schweizer Luxushotellerie.
Wer ist Livia Waser?
Livia Waser kommt aus der Schweizer Luxushotellerie und kennt sowohl Hotelbetrieb als auch Gastronomie. Sie absolvierte die Hotelfachschule Zürich und arbeitete unter anderem im La Réserve Eden au Lac Zürich, im Bürgenstock Resort, im Parkhotel Vitznau und im Cervo Mountain Resort in Zermatt.
Zuletzt war sie dort Deputy General Manager. Außerdem leitete sie gruppenweite F&B-Projekte für Michel Reybier Hospitality und arbeitete an Hotel- und Gastro-Eröffnungen mit. 2021 wählte Bilanz sie zum „Restaurant Manager of the Year“.
Die wichtigsten Fakten zum Wechsel
- Neue Position
- Vizedirektorin
- Start
- 1. Juni 2026
- Hotel
- Baur au Lac, Zürich
- Vorgänger
- David Vagelpohl
- Zimmer & Suiten
- 119
- Gründung
- 1844
Warum der Posten im Baur au Lac Gewicht hat
Das Baur au Lac gehört zu den bekanntesten Adressen in Zürich. Das Haus wird seit 1844 als Familienunternehmen geführt und ist heute in siebter Generation in Familienhand. Es liegt im Zentrum der Stadt, hat 119 Zimmer und Suiten und fährt gastronomisch gleich drei Profile: Lobby Le Hall, Baur’s Brasserie und das 2024 eröffnete Marguita.
Für den Betrieb zählt jede Schnittstelle zwischen Front Office, F&B und Gästereise. Genau dort setzt eine Vizedirektion an. Die Aufgabe ist nicht hübsch auf der Visitenkarte, sondern operativ hart: Abläufe abstimmen, Standards halten, Teams führen, Zahlen im Blick behalten.
Was die Personalie für das Haus bedeutet
Kontinuität in der Führung
Nach acht Jahren mit David Vagelpohl braucht das Haus keinen Neustart, sondern saubere Übergabe. Genau das liefert die Besetzung mit einer Führungskraft, die die Schweizer Luxushotellerie kennt und im operativen Alltag zu Hause ist.
- Waser bringt Erfahrung aus Hotelbetrieb und F&B mit.
- Sie kennt Häuser mit hohem Anspruch an Service und Taktung.
- Sie hat bereits an Eröffnungen und Konzeptarbeit mitgewirkt.
Operative Stärke statt Show
Das Baur au Lac verkauft kein Lifestyle-Narrativ. Das Haus lebt von Verlässlichkeit, Taktgefühl und präzisen Abläufen. Gerade deshalb passt eine Managerin mit bodenständiger Betriebserfahrung in diese Rolle.
Was du aus dem Wechsel lesen kannst
Die Besetzung zeigt einen klaren Trend in der Luxushotellerie: Häuser setzen bei Schlüsselrollen auf Menschen, die Front Office, F&B und Strategie schon zusammen gedacht haben. Nicht auf reine Titelträger. Das spart Reibung, gerade in Betrieben mit mehreren Outlets und hohem Gästedruck.
- Gastronomie-Background bleibt in Top-Häusern ein echter Vorteil.
- Erfahrung mit Eröffnungen bringt Tempo in neue Projekte.
- Führung im Luxussegment braucht Nähe zum Betrieb, nicht nur Konzeptfolien.
Für Zürich ist das ein sauberer Personalwechsel ohne großes Theater. Für die Branche ist es ein gutes Beispiel dafür, wie viel Wert operative Erfahrung in der Spitze noch immer hat.

