Das Wichtigste in Kürze

Ennismore schickt mit dem Mondrian Cancún seine Lifestyle-Marke in ein All-inclusive-Format. Das Haus hat 400 Zimmer und soll noch 2026 öffnen. Der Test ist klar: Kann eine Premium-Lifestyle-Marke das Modell tragen, ohne ihr eigenes Profil zu verlieren?

Die Gruppe baut das Geschäft nicht mehr nur über Rixos aus. Laut Skift hatte Ennismore Ende 2025 rund 60 geöffnete All-inclusive-Resorts und mehr als 20 Projekte in der Pipeline. Jetzt sollen auch Mondrian, SLS und später weitere Marken nachziehen.

Warum Ennismore jetzt auf All-inclusive setzt

Die Rechnung ist simpel: In vielen Märkten bestimmt All-inclusive noch immer der Preis. Ennismore will das anders machen. Die Gruppe setzt auf Lifestyle, Design und ein stärkeres F&B-Erlebnis. Genau da liegt der Knackpunkt. Wenn das klappt, kann das Segment mehr als nur Volumen liefern.

Der erste große Härtetest steht in Cancún an. Dort entsteht das Mondrian Cancún mit 400 Zimmern. Laut den von Skift zitierten Angaben soll das Haus noch in diesem Jahr öffnen. Es ist nicht das erste All-inclusive-Projekt der Gruppe, aber das erste unter Mondrian.

Mondrian Cancún auf einen Blick

Zimmer
400
Marke
Mondrian
Ort
Cancún
Status
Eröffnung 2026

Welche Marken Ennismore dafür nutzt

Ennismore geht nicht mit jeder Marke ins All-inclusive. Die Gruppe arbeitet mit einem klaren Filter. Marken wie Mondrian und SLS gelten als passend, weil sie stärker ortsbezogen funktionieren. Delano nennt das Management laut Skift ausdrücklich als weniger geeignet. Das ist interessant, weil hier nicht nur ein Hotelprodukt getestet wird, sondern auch Markenführung.

Mondrian, SLS, Hyde: warum gerade diese Namen

Die Gruppe hatte Ende 2025 rund 60 geöffnete All-inclusive-Resorts, die meisten davon unter Rixos. Dazu kamen mehr als 20 Projekte in der Pipeline. In den Amerikas ist SLS Playa Mujeres bei Cancún bereits seit rund 18 Monaten offen. Hyde betreibt ein All-inclusive-Haus in der Türkei. Mondrian folgt jetzt als nächster Baustein.

  • Rixos bleibt die wichtigste All-inclusive-Marke im Portfolio.
  • SLS und Hyde zeigen, dass das Format auch außerhalb des klassischen Resort-Segments funktioniert.
  • Mondrian ist der Testfall für eine stärkere Premium-Positionierung.
Der Punkt ist nicht nur die Marke. Entscheidend ist, ob Gäste im All-inclusive mehr erwarten als Essen, Pool und Wristband. Genau da kippt das Modell.

Was die wirtschaftliche Logik dahinter ist

All-inclusive wirkt auf den ersten Blick simpel. In der Praxis frisst das Modell aber Marge, wenn Größe, Einkauf und F&B nicht sitzen. Ennismore setzt deshalb auf ein klares Gegenmodell: planbare Umsätze, captive Gäste und mehr Spielraum über Getränke, Restaurants und Entertainment. Das ist kein Zufall, sondern Betriebslogik.

Skift beschreibt außerdem, dass die Gruppe inzwischen lieber auf verantwortliches Wachstum setzt als auf starre Zielzahlen bei der Resort- संख्या. Das passt zur Premium-Story. Denn ein Lifestyle-All-inclusive darf nicht nach Massenware aussehen. Sonst verliert die Marke genau das, was sie teuer macht.

Premium-All-inclusive mit Lifestyle-Marke

Dafür spricht

  • Planbare Einnahmen statt schwankender Einzelbuchungen
  • Höherer Ticketpreis pro Gast
  • Mehr Erlös über F&B und Experiences

Dagegen spricht

  • Hohe Kosten für Küche, Service und Entertainment
  • Marke kann im All-inclusive-Format verwässern
  • Der Standardvergleich mit klassischen Resort-Ketten bleibt hart

Was das für Cancún und den Markt bedeutet

Cancún ist kein leichter Spielplatz. Die Region ist voller All-inclusive-Anbieter, darunter klassische Volumenmarken und Luxuslabels. Genau deshalb ist der Standort klug gewählt. Wenn Mondrian hier funktioniert, lässt sich das Modell auch anderswo ausrollen. Wenn nicht, bleibt es ein teures Experiment.

Ennismore baut damit an einer zweiten Erzählung für All-inclusive: weniger Buffet, mehr kuratierte Gastronomie, Design und Programm. Das ist mutig. Und es wird spannend, ob Gäste dafür wirklich mehr zahlen.


Worauf du bei Premium-All-inclusive achten solltest

1. Prüfe, ob die Marke zum Urlaubsort passt.
2. Rechne die F&B-Kosten nicht zu knapp.
3. Plane Entertainment und Wellness nicht als Beiwerk, sondern als Umsatztreiber.
4. Halte die Marke sichtbar, auch wenn alles im Preis drin ist.

  • 400 Zimmer im Mondrian Cancún
  • Rund 60 geöffnete All-inclusive-Resorts bei Ennismore Ende 2025
  • Mehr als 20 Projekte in der Pipeline
  • First mover in den Amerikas: SLS Playa Mujeres

HÄUFIGE FRAGEN

Warum testet Ennismore Mondrian im All-inclusive-Format?

Weil die Gruppe zeigen will, dass eine Lifestyle-Marke auch im Resort-Modell funktioniert. Der Fokus liegt auf Premium-Positionierung statt Massenprodukt.

Wie groß ist das Mondrian-Projekt in Cancún?

Das Haus hat 400 Zimmer und soll noch 2026 öffnen. Laut Skift ist es das erste All-inclusive unter der Marke Mondrian.

Welche Marken nutzt Ennismore schon für All-inclusive?

Rixos bleibt die wichtigste Marke. Dazu kommen SLS und Hyde, während Mondrian jetzt als nächster Test folgt.

Was ist das Risiko bei Premium-All-inclusive?

Hohe Kosten für Küche, Service und Entertainment können die Marge drücken. Außerdem kann die Marke ihr Profil verlieren, wenn das Format zu stark dominiert.
Was denkst du? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare — wir lesen jedes Feedback und antworten gern.
Kommentar schreiben →