Im Skift Data + AI Summit 2026 sagte Curacity-CEO Nick Slavin, dass in der KI-Suche ein Hotel entweder auftaucht oder nicht. Laut seiner im Talk zitierten Recherche erscheinen nur 6 Prozent der Hotels in AI-Ergebnissen. Das Problem liegt nicht nur bei der Sichtbarkeit, sondern auch bei der Zuordnung von Buchungen.
Nick Slavin, CEO und Co-Founder von Curacity, stellte in New York die harte These auf: Wer in KI-Suchen nicht auftaucht, verliert Nachfrage. Skift ordnete das Gespräch beim Skift Data + AI Summit 2026 als Frage nach Sichtbarkeit und Buchungs-Attribution ein. Slavin sprach von einem Markt, in dem Budgets, Content und Conversion neu gedacht werden müssen.
Die Kerndaten aus dem Talk
- Hotels in AI-Ergebnissen
- 6 %
- Hotels ohne Sichtbarkeit
- 94 %
- Event
- Skift Data + AI Summit 2026
- Ort
- New York City
Warum KI-Suche Hotels spaltet
Slavin beschrieb KI-Suche als binär. Ein Hotel erscheint im Auswahlmoment oder eben nicht. Das ist ein anderes Spiel als klassische Google-Suche oder Metasuche, weil die Antwortfläche klein bleibt und die Auswahl oft schon vor dem letzten Klick beginnt.
Für Hotels heißt das: Sichtbarkeit ist nicht mehr nur Markenpflege. Sie wird direkt zum Vertriebshebel. Wer in den Antworten von LLMs fehlt, landet schneller in der Unsichtbarkeit als in einem klassischen Ranking-Verlust.
1. Prüfe, ob dein Haus bei KI-Anfragen zu Reiseziel, Preisniveau und Anlass überhaupt auftaucht.
2. Miss nicht nur Klicks, sondern auch frühe Touchpoints im Suchprozess.
3. Baue Content so auf, dass Modelle ihn sauber zuordnen können.
Attribution bleibt der Knackpunkt
Der zweite große Punkt im Talk: Zuordnung. Laut Slavin beginnen Reiseentscheidungen oft Wochen vor der aktiven Suche. Am Ende bekommt aber der letzte Klick die ganze Anerkennung. Genau dort sieht Curacity die Lücke.
Das Unternehmen setzt nach eigenen Angaben auf deterministisches Matching, um obere Funnel-Inhalte mit einer späteren Buchung zu verbinden. Laut Curacity arbeitet die Plattform mit Zugriff auf Inhalte aus einem Netzwerk von 60 Medienmarken. Dazu gehört auch das eigene Produkt Curacity VISTA, das auf messbare Wirkung bei Sichtbarkeit und Citations zielt.
Was Luxusreisende anders machen
Slavin trennte im Talk klar zwischen Zielgruppen. Budget-Reisende vergleichen Preise. Luxusgäste suchen stärker nach Erlebnis, Stimmung und Kontext. Für Hotels heißt das: Ein Standard-Content-Ansatz reicht nicht mehr.
Praktisch bedeutet das
- Preisorientierte Inhalte für Gäste mit hohem Vergleichsdruck.
- Erlebnisorientierte Inhalte für Premium- und Luxussegmente.
- Saubere Marken- und Medienzuordnung für jede Buchungsstrecke.
Genau hier liegt der Punkt für unabhängige Häuser. Wer nicht auf eine starke Kette oder ein riesiges Medienbudget bauen kann, braucht Inhalte, die Modelle verstehen und wiederverwenden können.
Warum Hotels jetzt handeln sollten
Skift stellte den Talk unter die Leitfrage, wie Hotels in einer AI-first World Buchungen sichern. Die Antwort von Slavin ist klar: Sichtbarkeit muss früh bezahlt und später sauber nachgewiesen werden. Sonst bleibt der Anteil an der Nachfrage dort hängen, wo traditionelle Last-Click-Modelle ihn abschöpfen.
Das ist unbequem. Aber ehrlich. Hotels müssen heute testen, wie oft sie in KI-Ergebnissen auftauchen, welche Inhalte zitiert werden und welche Seiten echte Buchungssignale auslösen. Wer darauf wartet, bis die KI-Suche ausgereift wirkt, hat den Markt schon teilweise verloren.
Für Hotels lohnt sich jetzt ein einfacher Start: fünf typische Gästeanfragen durch eine KI schicken, die Antworten dokumentieren und die eigenen Inhalte daran messen. Taucht das Haus nicht auf, fehlt kein Feinschliff. Dann fehlt Sichtbarkeit.
- Prüfe deine Sichtbarkeit bei generischen und lokalen KI-Anfragen.
- Ordne Content nach Zielgruppen statt nur nach Zimmerkategorien.
- Baue Tracking für frühe Touchpoints auf.
- Vergleiche Buchungsquellen nicht nur über Last Click.

