Der Airline Benchmark 2026 von team neusta und NetFederation nimmt 30 europäische Airlines mit 126 Kriterien unter die Lupe. Lufthansa landet mit 846 von 1.000 Punkten vorn.
Auffällig: 29 von 30 Airlines erlauben KI-Crawlern den Zugriff, aber nur wenige nutzen KI aktiv fürs Kundenerlebnis. Dazu kommen Lücken bei Klimatransparenz und Barrierefreiheit.
Was die Studie misst
Die Untersuchung lief im dritten und vierten Quartal 2025 und bewertet drei Felder: Einblick ins Unternehmen, Visibility & AI Readiness sowie Service & Usability. Genau dort trennt sich gute Website-Pflege von echter digitaler Strategie.
Die Studie kommt von team neusta und NetFederation. Sie versteht sich nicht nur als Ranking, sondern als Standortcheck für Airlines, die online sichtbar bleiben wollen.
30 europäische Airlines im Vergleich
126 Kriterien in der Bewertung
846 Punkte für Lufthansa auf Platz 1
29 von 30 Airlines lassen KI-Crawler zu
Wer vorne liegt — und warum
Auf Platz eins steht Lufthansa. Dahinter folgen TUI fly und Norwegian. Mehr nennt der Pressetext nicht, aber die Spitzengruppe zeigt schon das Muster: Wer digital klarer auftritt, sammelt Punkte nicht nur im Buchungsfluss, sondern auch bei Struktur und Nutzbarkeit.
Warum der Abstand bleibt
Die Studie schaut nicht nur darauf, ob eine Funktion vorhanden ist. Sie prüft auch, ob Inhalte konsistent, nachvollziehbar und nutzerorientiert sind. Genau da fallen viele Anbieter durch. Eine kluge Startseite reicht eben nicht, wenn Service, Information und Technik nicht sauber zusammenspielen.
- klare Informationsarchitektur
- saubere mobile Nutzung
- direkte Wege zu Buchung und Service
- sichtbare Unternehmensinfos
KI wird zum Sichtbarkeitsfaktor
Besonders spannend ist das KI-Thema. 29 von 30 Airlines öffnen ihre Websites für KI-Crawler. Das heißt: Die Tür steht offen. Aber die eigentliche Arbeit beginnt erst dann, wenn Airlines KI auch im Dialog mit Kundinnen und Kunden einsetzen.
„Viele Airlines öffnen ihre Türen für KI-Crawler – das ist die Pflicht. Aber die Kür, nämlich KI aktiv für das Kundenerlebnis zu nutzen, beherrscht fast niemand.“
– Dirk Kabus, Geschäftsführer bei team neusta
Das ist eine klare Ansage. Sichtbarkeit allein bringt wenig, wenn die Inhalte nicht so aufgebaut sind, dass Suchsysteme und Nutzer sie schnell verstehen. Wer hier nachzieht, hat einen echten Vorteil.
Worauf Airlines jetzt schauen sollten
- Inhalte so strukturieren, dass sie von KI-Systemen sauber gelesen werden
- Hilfefunktionen und Buchungswege vereinfachen
- Antworten auf häufige Fragen direkt auf der Website abbilden
- Accessibility-Tests regelhaft durchführen
Transparenz und Barrierefreiheit bleiben Baustellen
Der Pressetext nennt zwei weitere Schwachpunkte: Rund 90 % der Airlines haben zwar konkrete Klimaziele, aber nur 37 % stellen die Klimabilanz ihrer Flotte transparent dar. Und 60 % der untersuchten Websites erfüllen die technischen Standards der Barrierefreiheit nicht.
Das trifft nicht nur Nutzerinnen und Nutzer mit Einschränkungen. Es betrifft auch Vertrauen, Suchbarkeit und Conversion. Wer online keine klare Linie zeigt, verliert schnell den Anschluss.
Was das für die Branche bedeutet
Für Airlines wird die Website mehr und mehr zur Schaltzentrale. Nicht nur für Buchung, sondern auch für Beratung, Service und Vertrauen. Der Benchmark macht klar: Wer digital sauber arbeitet, gewinnt nicht nur Klicks, sondern auch Glaubwürdigkeit.
Die vollständige Studie steht laut Anbieter zum kostenlosen Download auf airline-benchmark.de bereit. Genau dort dürfte sich zeigen, wer die eigenen Schwachstellen schon kennt — und wer sie lieber noch verdrängt.


