American Airlines prüft nach eigenen Angaben eine neue Order für Großraumflugzeuge bei Boeing oder Airbus. Ziel ist mehr Langstreckenangebot, denn genau dort holen Delta und United seit Jahren den größeren Profit.
CEO Robert Isom sagte laut Skift, der Konzern arbeite an der Zukunft seiner Widebody-Flotte und halte dafür eine Ausschreibung im Markt offen. Die Frage ist jetzt nicht mehr ob, sondern eher: Boeing oder Airbus?
Warum American jetzt handeln muss
American hat in der Pandemie viel Langstrecke runtergefahren. Die Airline zog sich stärker auf das Inland und Partnerschaften zurück. Das hat kurzfristig geholfen, bremst heute aber die Erträge im internationalen Geschäft.
Die Konkurrenz ist weiter. Delta und United haben sich mit ihren Langstreckenflotten und Orderbüchern mehr Spielraum für interkontinentale Strecken verschafft. Genau dort liegen oft die besseren Erlöse pro Sitz, vor allem auf Premiumrouten.
- American prüft eine neue Widebody-Bestellung.
- Im Rennen sind Boeing und Airbus.
- Delta hält laut der Zusatzrecherche 78 Großraumflugzeuge auf Order.
- United kommt auf 135 Bestellungen.
- American hat laut Zusatzrecherche in der Pandemie 40 % seiner Langstreckenflotte zurückgefahren.
Was auf dem Tisch liegt
Boeing oder Airbus
Die naheliegende Wahl wäre Boeing, weil American schon stark auf den Hersteller setzt. Aber genau da wird es spannend: Ein Airbus-Deal wäre ein klares Signal, dass die Airline ihre Flottenstrategie breiter aufstellt. Das wäre kein kleiner Schritt.
Laut der zusätzlichen Webrecherche gelten Boeing 787 und Airbus A330neo als die wahrscheinlichsten Kandidaten. Beide Muster passen für Langstrecken mit hoher Reichweite und gutem Treibstoffverbrauch. Für American geht es nicht nur um neue Flugzeuge, sondern um die Frage, wie die Langstrecke der nächsten zehn Jahre aussehen soll.
Warum die Widebody-Flotte so wichtig ist
Mehr Reichweite, mehr Premium, mehr Umsatz
Großraumflugzeuge bringen American Zugang zu Märkten, die im Inlandsgeschäft kaum zu erreichen sind: Europa, Asien, Teile Südamerikas. Dort sitzen oft zahlungskräftigere Business- und Premiumreisende. Genau diese Strecken machen den Unterschied, wenn die Inlandsnachfrage schwankt.
Die Airline sagt laut Skift, sie wolle mit der neuen Flotte das eigene Geschäft langfristig stärken. Das klingt nüchtern. Ist aber strategisch ziemlich klar: Ohne zusätzliche Widebodies bleibt American in vielen Langstreckenmärkten nur Mitläufer.
- Mehr Sitze auf internationalen Strecken
- Bessere Auslastung auf Premium-Routen
- Mehr Flexibilität bei Flottenplanung und Netzsteuerung
Der Druck kommt auch von innen
Labor, Kosten, Strategie
Laut dem Skift-Artikel belasten auch Arbeitskonflikte und hohe Treibstoffpreise die Profitabilität der Airline. Dazu kommt der Druck von Gewerkschaften, die in den USA bei solchen Entscheidungen regelmäßig mitreden. Das macht Investitionen nicht einfacher, aber es verschiebt die Prioritäten.
American muss also gleichzeitig Geld ausgeben und Vertrauen im Betrieb sichern. Genau das macht die Lage heikel. Wer zu lange wartet, verliert Slots, Marktanteile und am Ende auch Route-Power.
Was das für den Markt bedeutet
Für Boeing und Airbus ist American ein dicker Auftraggeber. Für die Branche zeigt der Schritt vor allem eines: Die US-Carrier setzen weiter auf internationale Erholung, und zwar mit echtem Kapital. Nach der Pandemie ist Langstrecke wieder ein Machtfaktor.
Wenn American eine Bestellung platziert, bekommt die Entscheidung sofort Wirkung über Jahre. Flugzeugtyp, Kabinenlayout, Reichweite, Wartung, Crew-Schulung — das hängt alles dran. Klingt nach Flottenpolitik. Ist aber auch Netzpolitik.

