Das Wichtigste in Kürze

Aven hat eine neue Booking Engine vorgestellt, die den Buchungsweg auf der Hotel-Website halten soll. Laut Skift zeigt ein Pilotpartner mit 30 Prozent mehr Umsatz im ersten Monat, was das System leisten kann.

Die Software ist laut Aven neu gebaut und ersetzt kein bloßes Update alter Sabre-Technik. Genau da liegt der Punkt: Weniger Umwege, weniger Abbrüche, mehr direkte Buchungen.

Was Aven anders macht

Aven, früher Teil von Sabre Hospitality Solutions, hat am Mittwoch eine Booking Engine gestartet, die Buchende bis zum Checkout auf der Hotel-Website halten soll. Der Kniff ist simpel: kein Sprung auf eine separate Buchungsseite. Genau dieser Wechsel kostet oft Abschlüsse.

Nach Angaben von Skift hat Aven das System von Grund auf neu gebaut. Es sei nicht nur aus alter Sabre-Technik umgebaut worden. Die Engine hängt außerdem an Aven Payments und an Partnerlösungen, damit Hotels im Buchungsprozess Zusatzleistungen einbauen können.

  • Checkout bleibt auf der Hotel-Website
  • Rooms, Rates und Extras lassen sich anpassen
  • Partner-Services wie Buy Now, Pay Later oder Trip Protection können direkt eingebunden werden
Warum das wichtig ist

Jeder Klick mehr frisst Conversion. Vor allem auf dem Handy. Wenn der Checkout sauber bleibt, sinkt das Risiko für Abbrüche. Klingt banal? Ist es auch. Genau deshalb ist es für Hotels so relevant.

Warum der Markt dafür offen ist

Viele Hotels arbeiten noch mit auseinandergezogener Technik: CRS hier, Payment dort, Buchungsstrecke wieder woanders. Das macht den Direktvertrieb schwer. Gäste merken den Bruch sofort, und oft sind sie weg, bevor die Zahlung durch ist.

Legacy ist das eigentliche Thema

Aven adressiert genau diese Altlasten. Das Unternehmen sagt, die neue Engine sei ein Clean Rebuild. Das ist kein Nebensatz, sondern die eigentliche Botschaft. Wer im Direktvertrieb gewinnen will, braucht einen Buchungspfad ohne Reibung.

Das passt auch zur größeren Lage in der Hotel-Tech-Welt: Viele Häuser modernisieren Stück für Stück, statt alles auf einmal zu erneuern. Das spart kurzfristig Geld, hält aber die Brüche im System am Leben. Für den Gast zählt am Ende nur eins: Kommt er ohne Umweg zum Zimmer?

Der direkte Kanal gewinnt nicht über schöne Worte, sondern über weniger Reibung im Checkout.

Erste Zahlen, aber noch kein breites Bild

Als Pilotpartner nennt Aven Navarino Services. Laut Skift habe das Unternehmen im ersten Monat mehr als 30 Prozent Umsatzwachstum gesehen. Das ist ein starker Wert, aber eben erst ein Einzelfall in einem frühen Test.

  • 30 Prozent Umsatzplus im ersten Monat beim Pilotpartner
  • Erster großer Produktstart seit der Übernahme durch TPG
  • Fokus auf direkte Buchung und Zusatzumsatz im Checkout

Für Hotels ist das spannend, aber noch kein Freifahrtschein. Entscheidend wird sein, ob die Engine in unterschiedlichen Betriebstypen ähnlich gut läuft: Cityhotel, Resort, Kette, Individualhotel. Genau dort trennt sich die Demo vom Alltag.

Worauf Hotels jetzt achten sollten

Die drei Fragen vor einem Wechsel

  1. Bleibt der Gast wirklich auf deiner Domain oder springt er doch irgendwohin?
  2. Wie gut lassen sich Preise, Zimmer, Upsells und Zusatzleistungen steuern?
  3. Wie sauber greifen Payments, CRS und Partner-Tools ineinander?

Wer Direktbuchungen ernst nimmt, schaut nicht nur auf den Funnel. Wichtig sind Ladezeit, Mobilnutzung und die Zahl der Schritte bis zur Bestätigung. Genau dort verlieren Hotels heute noch zu viele Buchungen.


Der Markt wird solche Systeme hart testen. Gut so. Nur Produkte, die im echten Buchungsalltag funktionieren, bringen am Ende mehr Direktumsatz. Alles andere ist nur hübsche Oberfläche.

HÄUFIGE FRAGEN

Was ist das Besondere an Avens neuer Booking Engine?

Die Booking Engine hält Gäste während des gesamten Buchungsvorgangs auf der Hotel-Website, ohne sie auf separate Seiten weiterzuleiten. Dies reduziert Abbrüche und erhöht direkte Buchungen, wie ein Pilotpartner mit 30 Prozent mehr Umsatz im ersten Monat zeigte.

Warum verlieren Hotels aktuell so viele Buchungen?

Viele Hotels nutzen fragmentierte Systeme mit separaten Seiten für Buchung, Zahlung und Zusatzleistungen. Jeder Klick und Seitenwechsel erhöht das Abbruchrisiko, besonders auf mobilen Geräten.

Welche drei Fragen sollten Hotels vor einem Wechsel stellen?

Hotels sollten prüfen, ob der Gast wirklich auf ihrer Domain bleibt, wie gut sich Preise und Zusatzleistungen steuern lassen, und wie sauber Payments, CRS und Partner-Tools zusammenarbeiten.

Ist die Booking Engine bereits ausreichend getestet?

Nein, bisher gibt es nur Daten von einem Pilotpartner. Entscheidend wird sein, wie gut die Engine bei unterschiedlichen Hoteltypen wie Cityhotels, Resorts oder Ketten funktioniert.
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