Das Wichtigste in Kürze

2025 zählt Deutschland 1.415 Brauereien, 53 weniger als 2024 und 137 weniger als im Rekordjahr 2019. Bayern hält mit 588 Brauereien den Spitzenplatz, während der Bierabsatz laut Destatis auf 7,8 Milliarden Liter gefallen ist.

Was die neuen Zahlen zeigen

Die Brauwirtschaft in Deutschland schrumpft. Das Statistische Bundesamt meldet für 2025 genau 1.415 Brauereien. Gegenüber 2024 sind das 53 Betriebe weniger, gegenüber 2019 fehlen 137.

Der Rückgang trifft nicht nur kleine Adressen auf dem Land. Auch in den großen Bierländern geht die Zahl der Braustätten runter. Bayern bleibt zwar mit 588 Brauereien vorn, verliert aber seit 2019 deutlich. Damals lag der Wert bei 648.

Brauereien in Deutschland 2025

Deutschland
1.415 Brauereien
Veränderung zu 2024
-53 Betriebe
Veränderung zu 2019
-137 Betriebe
Bayern
588 Brauereien

Warum der Markt kleiner wird

Destatis nennt den sinkenden Bierabsatz als möglichen Grund. 2025 lag er bei rund 7,8 Milliarden Litern. Das sind 6,0 Prozent weniger als 2024 und 15,7 Prozent weniger als 2019. Weniger Absatz bedeutet für viele Brauereien: dünnere Luft bei Fixkosten, Energie und Personal.

Vier harte Fakten aus der Destatis-Meldung
  • Deutschland hat 2025 genau 1.415 Brauereien.
  • Bayern führt mit 588 Betrieben vor Baden-Württemberg mit 190.
  • 821 Brauereien zählen zur kleinsten Größenklasse mit höchstens 100.000 Litern Jahresproduktion.
  • Nur 8 Brauereien lagen zuletzt in der Klasse ab 200 Millionen Litern.

Das Bild ist klar: Viele kleine Betriebe halten die deutsche Bierlandschaft lebendig. Die großen Volumen aber ziehen den Schnitt. Genau dort drücken sinkende Mengen besonders schnell auf die Rechnung.

Wer besonders unter Druck steht

Mehr als die Hälfte aller Brauereien sind kleine Betriebe. Destatis zählt 821 Braustätten mit maximal 100.000 Litern Jahresproduktion. Das ist spannend, weil gerade diese Betriebe oft regional verankert sind, aber kaum Puffer für schwankende Nachfrage haben.

Bayern bleibt Hotspot

In Bayern sank die Zahl der Brauereien von 648 im Jahr 2019 auf 588 im Jahr 2025. Nordrhein-Westfalen fiel im selben Zeitraum von 162 auf 131. Baden-Württemberg liegt mit 190 auf Platz zwei. Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sind die einzigen Länder mit einem Plus zum Vorjahr.

  • 588 Brauereien in Bayern
  • 190 Brauereien in Baden-Württemberg
  • 131 Brauereien in Nordrhein-Westfalen
  • 8 Brauereien mit mindestens 200 Millionen Litern Jahresmenge

Für Hotels, Bars und Restaurants heißt das: Die Auswahl bleibt groß, aber lokale Produkte werden nicht automatisch leichter verfügbar. Wer mit Regionalität wirbt, muss Lieferketten oft aktiver pflegen als früher.


Für die Gastro ist das kein Randthema. Wenn kleine Brauereien dichtmachen, verschwinden oft genau die Biere, die auf der Karte Charakter bringen.

Was jetzt für Gastro und Hotellerie zählt

Wer in der Gastronomie oder im Hotelbetrieb mit Bier kalkuliert, sollte die Entwicklung nicht nur als Branchenzahl lesen. Weniger Brauereien bedeuten oft weniger Verhandlungsspielraum, längere Wege und mehr Risiko bei Spezialsorten. Gleichzeitig bleiben lokale Marken ein starkes Verkaufsargument am Tresen und auf der Karte.

  1. Prüf deine Bierkarte auf Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten.
  2. Halte eine zweite Quelle für gefragte Sorten bereit.
  3. Nutze Herkunft und Brauort aktiv im Verkaufsgespräch.

Destatis verweist für Details auf den Statistischen Bericht „Brauwirtschaft“ und die Tabelle 73421-0001 in GENESIS-Online. Wer den Markt genauer lesen will, sollte dort tiefer einsteigen.

HÄUFIGE FRAGEN

Wie viele Brauereien gab es 2025 in Deutschland?

2025 waren es laut Destatis genau 1.415 Brauereien. Das sind 53 weniger als 2024.

Welches Bundesland hat die meisten Brauereien?

Bayern liegt klar vorn. Destatis zählt dort 588 Brauereien.

Warum sinkt die Zahl der Brauereien?

Destatis verweist auf den sinkenden Bierabsatz. 2025 lag er bei rund 7,8 Milliarden Litern und damit deutlich unter dem Wert von 2019.

Was bedeutet das für Gastronomie und Hotels?

Die Auswahl bleibt groß, aber kleine Brauereien geraten stärker unter Druck. Für Betriebe heißt das: Lieferanten breiter aufstellen und regionale Produkte gezielt absichern.
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