In der Woche bis zum 15. Mai 2026 zählte der HVS Europe Hotel Transactions Bulletin sechs abgeschlossene Hotelakquisitionen in Europa. Die Deals lagen im Bereich von 8 bis 42 Millionen Euro. Spanien, Großbritannien, Frankreich und Italien waren die aktivsten Märkte — ein Muster, das sich durch das laufende Jahr zieht.
Sechs Deals, vier Märkte
Das wöchentliche Transaktions-Bulletin von HVS Europe dokumentiert regelmäßig abgeschlossene Hotelinvestitionen im europäischen Markt. In der Berichtswoche bis zum 15. Mai 2026 wurden sechs Transaktionen erfasst, mit Kaufpreisen zwischen 8 und 42 Millionen Euro. Genaue Objekt- und Käufernamen hat HVS in der öffentlichen Zusammenfassung nicht ausgewiesen.
Spanien bleibt dabei das Land mit dem stärksten Deal-Flow. Bereits in der Vorwoche hatte Calena Partners drei spanische Küstenhotels für insgesamt 200 Millionen Euro übernommen — Teil einer Transaktionswoche, in der europaweit über 337 Millionen Euro in Hotelimmobilien flossen.
Laut HVS zeigen Investoren 2026 eine klare Präferenz für Kernmärkte. Hintergrund ist eine geopolitisch angespannte Lage, die in den Kapitalmärkten einen „Flight-to-Safety“-Effekt auslöst: Geld geht eher in etablierte Destinationen wie Spanien, UK und Frankreich als in Märkte mit höherem wahrgenommenem Risiko. Gleichzeitig sieht HVS 2026 als potenzielles Jahr des Kurzstrecken-Tourismus — mit positiven Effekten auf Städtehotels und Küstenziele in Südeuropa.
Marktlage: Bewertungen steigen marginal
Der HVS European Hotel Valuation Index 2026 zeigt: Hotelwerte legten 2025 im Schnitt um 0,2 Prozent zu — kein starkes Wachstum, aber ein stabiles Signal in einem schwierigen Umfeld. Gleichzeitig stieg die Auslastung in vielen europäischen Märkten. Das spricht für operative Stärke, auch wenn Bewertungssteigerungen noch nicht vollständig auf Kaufpreise durchschlagen.
Warum Spanien so dominant ist
Spanien hat sich als bevorzugter Investitionsmarkt innerhalb Europas etabliert. Die Gründe: stabile Tourismus-Nachfrage, vergleichsweise attraktive Einstiegspreise gegenüber Märkten wie UK oder Frankreich und eine starke Kurzstrecken-Nachfrage aus Westeuropa. Gerade wenn Fernreisen durch geopolitische Unsicherheiten zurückgehen, profitieren Küstenziele an der Costa Brava, Costa del Sol oder den Kanaren.
Calena Partners hat das früh erkannt. Die 200-Millionen-Transaktion über drei Küstenhotels ist kein Einzelfall — sie steht stellvertretend für einen breiteren Trend institutioneller Käufer, die auf Leisure-lastigen Märkten positioniert sind.
Wochenbulletin als Frühindikator
Das HVS-Bulletin läuft seit Jahren und erfasst konsequent abgeschlossene Transaktionen — keine Gerüchte, keine Absichtserklärungen. Das macht es zu einem soliden Frühindikator: Wenn in mehreren aufeinanderfolgenden Wochen bestimmte Märkte dominieren, zeigt das reale Nachfrage und nicht nur Dealflow-Hype.
In den Wochen rund um den 15. Mai 2026 war dieser Trend klar: Südeuropa zieht, UK bleibt aktiv, Frankreich und Italien tauchen regelmäßig auf. Osteuropa — mit Ausnahme der Tschechischen Republik, die in früheren Bulletins vorkam — bleibt am Rand.
- Spanien — stärkster Einzelmarkt, Leisure und Küste dominieren
- UK — konstant aktiv, Mix aus Stadthotels und Regionen
- Frankreich — Paris und Côte d'Azur treiben den Deal-Flow
- Italien — wachsendes Interesse, v.a. Stadthotels in Rom und Mailand


