In der Woche bis zum 8. Mai 2026 wurden laut HVS Europe europäische Hotelimmobilien im Wert von über 337 Millionen Euro gehandelt. Den größten Einzeldeal lieferte Calena Partners mit dem Kauf von drei spanischen Küstenhotels für rund 200 Millionen Euro. Der Bericht zeigt: Investor*innen setzen weiter auf Sun-&-Beach-Destinationen im Mittelmeerraum.
Calena Partners zahlt €200 Mio. für spanische Küste
Der dominierende Deal der Woche ist eindeutig: Calena Partners sicherte sich drei Hotels an der spanischen Küste für rund 200 Millionen Euro – das entspricht knapp 60 Prozent des gesamten wöchentlichen Transaktionsvolumens. Konkrete Hotelnamen oder Standorte nennt der HVS-Bericht nicht öffentlich, die Transaktion gilt aber als eine der größten Einzeldeals im europäischen Ferienhotelmarkt der bisherigen Jahreshälfte 2026.
Spanien bleibt damit das meistgesuchte Ziel für Ferienhotel-Investitionen in Europa. Die Kombination aus stabilen Belegungsraten, internationaler Nachfrage und relativer Wertstabilität macht Küstenimmobilien für institutionelle Käufer attraktiv – auch wenn die Einstiegspreise zuletzt deutlich gestiegen sind.
Was der Wochenbericht über den Markt verrät
HVS veröffentlicht wöchentlich einen Überblick über europäische Hoteldeals – das Bulletin gilt als einer der zuverlässigsten Frühindikatoren für Investorenstimmung im Hospitality-Sektor. Wer die letzten Ausgaben vergleicht, sieht: Das Volumen bleibt 2026 robust.
Bereits in der Vorwoche (bis 1. Mai 2026) meldete HVS einen nennenswerten Deal: Urban Partners, ein dänisches Investmentunternehmen, übernahm das 25hours Hotel Indre By in Kopenhagen – 243 Zimmer, vier Sterne – vom US-amerikanischen Assetmanager Hines. Auch das zeigt die Richtung: Lifestyle-Stadthotels in nordeuropäischen Märkten bleiben gefragt, besonders wenn sie einer etablierten Markenfamilie wie 25hours angehören.
Das wöchentliche HVS-Transaktionsbulletin für Europa listet abgeschlossene und gemeldete Deals, Käufer, Verkäufer sowie Volumen – soweit öffentlich zugänglich. Für Fachkräfte in Hotellerie, Asset Management und Projektentwicklung ist es eine kostenlose Pflichtlektüre. Abonnieren lässt sich der Newsletter direkt über hvs.com.
Wohin fließt das Kapital in Europa?
Der Blick auf die vergangenen Wochen zeigt klare Muster. Drei Märkte dominieren das Interesse:
- Spanien & Mittelmeer: Ferienhotels mit stabiler Saisonauslastung, Paketdeals mit mehreren Assets
- Nordeuropa (Dänemark, Schweden, Norwegen): Lifestyle- und Designhotels in Hauptstädten, oft aus institutionellen Portfolios
- Großstädte Westeuropa: Weiterhin gefragt, aber Preise limitieren die Rendite – Käufer werden selektiver
Institutionelle Investor*innen wie Calena Partners oder Urban Partners setzen dabei auf etablierte Markenhotels oder Portfolios mit klarer Repositionierungsstrategie. Value-add-Transaktionen – also Käufe mit geplanter Renovierung oder Neupositionierung – machen laut Branchenbeobachtern einen wachsenden Anteil der Deals aus.
Für wen sind diese Deals relevant?
Nicht nur für Investor*innen. Wer in der Hotellerie arbeitet, sollte Transaktionen verfolgen – sie zeigen, welche Häuser demnächst umgebaut, rebranded oder unter neuer Führung neu gestartet werden. Das bedeutet: neue Stellen, neue Konzepte, neue Betreibermodelle.
- Transaktions-Bulletins zeigen, wo neue Eigentümer mit frischem Kapital einsteigen
- Rebranding-Phasen nach einem Verkauf bringen häufig offene Führungspositionen
- Lifestyle-Konzepte wie 25hours oder Mama Shelter wachsen oft durch M&A
- Küstenhotels in Spanien erleben durch institutionelle Käufer oft ein Produkt-Upgrade
Wie du die Marktlage selbst im Blick behältst
Das HVS-Bulletin ist kostenlos und erscheint jeden Montag. Ergänzend lohnt ein Blick auf den HVS-Archiv – dort findest du alle Wochen-Berichte im Überblick. Wer tiefer einsteigen will: JLL, CBRE und Cushman & Wakefield veröffentlichen quartalsweise Marktberichte mit mehr Tiefe zu Preisindizes und Cap Rates.

