Das Wichtigste in Kürze

Expedia baut die Partnerschaft mit IShowSpeed aus. Statt nur Aufmerksamkeit will das Unternehmen jetzt Buchungen aus einem 90-Sekunden-Video holen, das auf einer eigenen Microsite läuft und auf Expedia-Links führt.

Der Test passt zu einem größeren Trend: Laut Expedia orientieren sich viele junge Reisende zuerst an Social Media, nicht an klassischen Reisewebsites. Genau dort will die Kampagne ansetzen.

Expedia macht aus Creator-Marketing einen Verkaufskanal. Das neue Video mit IShowSpeed läuft auf Expedias Markenumfeld und auf einer eigenen Microsite namens Exspeedia.com, wo mehrere Erlebnisse direkt zu Buchungsseiten führen.

Der Aufbau ist simpel. Szene sehen. Erlebnis klicken. Weiter zur Buchung. Das ist der Punkt: Nicht nur Reichweite zählt, sondern die Strecke bis zum Checkout.

Was Expedia mit IShowSpeed testet

IShowSpeed, mit bürgerlichem Namen Darren Watkins Jr., steht für Liveshows, spontane Aktionen und eine riesige Fanbasis. Laut Skift erreichte die erste gemeinsame Caribbean-Livestream-Aktion mehr als 400 Millionen Menschen über soziale Plattformen. Expedia nutzt dieses Format jetzt in einer shoppbaren Version.

Das neue Video dauert rund 90 Sekunden. Es zeigt IShowSpeed in einem Corvette, auf einem Jetboat und bei einer Massage im Freien. Dazu kommt eine gelbe Figur mit dem Schriftzug „You Here“. Klingt schräg? Ist es auch. Genau deshalb bleibt es hängen.

Wichtige Punkte aus dem Test

Format: shoppbares Video auf einer Microsite
Länge: rund 90 Sekunden
Verbreitung: CTV, Paid Social und Online Video
Ziel: Aufmerksamkeit in Buchungen verwandeln

Warum Expedia auf Social First setzt

Expedia denkt hier weiter als klassische Kampagnenlogik. Die Idee: Junge Reisende holen ihre Inspiration zuerst auf Social-Plattformen. In den Skift-Angaben zur Kampagne heißt es, dass 57 Prozent der Gen Z und Millennials Reisen über Social Media planen, während unter 10 Prozent dafür Reisewebsites nutzen.

Das ist ein klarer Hinweis auf das Problem der Branche. Viele Marken reden noch über Inspiration, aber der eigentliche Umsatz entsteht erst später. Expedia versucht, beide Schritte zu verbinden.

Gen Z sucht anders

Gen Z klickt, schaut, teilt. Und sie erwartet keine glatte Werbefläche, sondern Gesichter, Tempo und echte Bewegung. Genau deshalb passt ein Live-Streamer wie IShowSpeed besser ins Setup als ein klassischer Imagefilm.

Expedia betont laut Skift, dass IShowSpeed Stunts, Musik und Fan-Auftritte selbst mitgestalten durfte. Diese Kontrolle soll Authentizität sichern. Sie bringt aber auch Risiko mit. Wer live arbeitet, kontrolliert nicht alles.

  • mehr Nähe zur Zielgruppe
  • direkter Sprung zur Buchung
  • mehr Kontrolle über den Funnel
  • hohes Reputationsrisiko bleibt

Welche Zahlen die Kampagne liefert

Die erste Phase der Partnerschaft löste laut Skift Suchinteresse aus: Sint Maarten legte um 70 Prozent zu, Guadeloupe um 50 Prozent und Dominica um 35 Prozent. Die Daten zeigen nicht automatisch Buchungen, aber sie zeigen Bewegung im Markt.

ZAHLEN & FAKTENExpedia x IShowSpeed
400 Mio.
Reichweite
So viele Menschen erreichte die erste Caribbean-Livestream-Aktion laut Skift.
90 Sek.
neues Video
Die aktuelle Shoppable-Ad dauert rund eineinhalb Minuten.
+70 %
Sint Maarten
Suchvolumen sprang nach der ersten Kampagne laut Skift deutlich an.
Quelle: Skift, 2026

Expedia sagt nicht öffentlich, wie viele Buchungen daraus entstanden sind. Genau da liegt die spannende Frage: Reicht Reichweite, wenn sie nicht sauber messbar in Umsatz übersetzt wird?

Was daran für Hotels und Destinationen zählt

Die Kampagne zeigt, wie sich Travel-Marketing verschiebt. Weg von Image-Slots, hin zu Content, der direkt in eine Buchungsstrecke führt. Wer in Hotellerie oder Destination Marketing arbeitet, sollte sich drei Dinge anschauen: Creator-Auswahl, Landingpage-Logik und die Messung nach Klicks, Suchanfragen und Conversion.

Der eigentliche Hebel liegt nicht im Video selbst. Entscheidend ist, ob die Zielseite schnell lädt, klar sortiert ist und den nächsten Schritt sofort zeigt.

Worauf du achten solltest

  • Passt der Creator wirklich zur Zielgruppe?
  • Führt jeder Klick zu einem klaren Angebot?
  • Lässt sich der Effekt über Suche, Klicks und Buchungen prüfen?
  • Hält das Setup auch dann, wenn der Creator für Ärger sorgt?

Expedia plant laut Skift, bei Erfolg weitere Creator oder Plattformen anzusprechen. Das ist logisch. Wenn ein Format Reichweite und Buchungen zusammenbringt, will die Konkurrenz schnell mitspielen.

Die offene Frage bleibt trotzdem: Wie viel Chaos verträgt eine Kampagne, wenn sie auf einen Live-Creator setzt? Genau dort wird aus Marketing ein echtes Risikospiel.

HÄUFIGE FRAGEN

Worum geht es bei der neuen Expedia-Kampagne mit IShowSpeed?

Expedia setzt auf ein shoppbares Video und eine Microsite mit klickbaren Erlebnissen. Ziel ist, Reichweite direkt in Buchungen zu verwandeln.

Warum nutzt Expedia ausgerechnet einen Creator wie IShowSpeed?

IShowSpeed bringt große Reichweite, viel Tempo und eine junge Zielgruppe mit. Genau dort will Expedia mehr Sichtbarkeit und mehr Buchungen holen.

Welche Zahlen nennt Skift zur ersten Kampagne?

Skift nennt mehr als 400 Millionen erreichte Menschen bei der ersten Caribbean-Livestream-Aktion. Außerdem stieg das Suchinteresse für Sint Maarten, Guadeloupe und Dominica laut Artikel deutlich an.

Was ist die größte Schwäche an so einer Kampagne?

Der Creator kann Reichweite bringen, aber auch Reputationsrisiken. Außerdem bleibt offen, wie sauber sich der Umsatz am Ende messen lässt.
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