Die „Japan's Food“ Export Fair kehrt vom 24. bis 26. Juni 2026 ans Tokyo Big Sight zurück. Mehr als 1.000 japanische F&B-Aussteller treffen auf rund 40.000 internationale Besucher. Japan hat seine Lebensmittelexporte 2025 auf über 1,7 Billionen Yen gesteigert – das dreizehnte Rekordjahr in Folge.
Wer japanische Lebensmittel und Getränke direkt bei den Produzenten sourcen will, hat im Sommer 2026 eine konzentrierte Gelegenheit: Die „Japan's Food“ Export Fair, veranstaltet von RX Japan, bringt ausschließlich japanische Unternehmen zusammen – von Wagyu-Züchtern über Whisky-Brennereien bis zu Matcha-Spezialisten. Kein internationaler Mix, kein Generalmarkt: nur Export-ready-Produkte aus Japan.
Drei Messen, ein Badge
Die Export Fair läuft parallel zu JFEX Summer und Food LogiX. Ein einziges Besucherabzeichen reicht für alle drei Veranstaltungen. Das spart Zeit und erlaubt es, Lieferketten-Themen direkt neben dem Sourcing zu behandeln – Logistik-Anbieter und Food-Produzenten unter einem Dach.
Hinter dem Konzept stehen starke institutionelle Partner: Das japanische Landwirtschaftsministerium (MAFF) und das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) unterstützen die Messe, die gemeinsam mit der Japan External Trade Organization (JETRO) organisiert wird. Für internationale Einkäufer ist das ein Signal: Hier geht es um offizielle Exportförderung, nicht nur um Messebetrieb.
Japans Lebensmittelexporte auf Rekordkurs
Der Kontext hinter der Messe ist bemerkenswert. Japans Lebensmittelexporte haben 2025 die Marke von 1,7 Billionen Yen geknackt – laut Nippon.com das 13. Rekordjahr hintereinander. Wagyu, Meeresfrüchte, Matcha, Whisky: Kategorien, die global an Nachfrage gewinnen, treiben dieses Wachstum.
Was Einkäufer konkret erwartet
Das Format ist auf Ergebnisse ausgelegt, nicht auf Schaufensterbummel. Wer mit definierten Sourcing-Zielen anreist, findet direkte Gesprächspartner zu Produktspezifikationen, Preisen und Distributionswegen. Die Messe-Plattform ist bereits online – Einkäufer können Aussteller und Produkte vorab sichten und sich eine personalisierte Besuchsliste zusammenstellen.
Ausgewählte Produkte der Ausgabe 2026
Vier Produkte geben einen Eindruck, welche Kategorien 2026 präsent sein werden:
- HADATE UMI by Senri Corporation — Premium-Seeigel aus Japan, positioniert im hochpreisigen Seafood-Segment
- Matcha Mochi Stand Pack by Seiki Co., Ltd. — hergestellt mit Kyoto-Uji-Matcha, einzeln verpackt und für den internationalen Einzelhandel konzipiert
- Shimomura Wagyu Beef by Shimomura Livestock & Meat Co., Ltd. — Japanese Black Wagyu aus vollständig kontrollierter Produktion
- Matsui Pure Malt Whisky by Matsui Shuzo Co., Ltd. — darunter Sherry-Cask-Abfüllungen der Kurayoshi-Range, die Japans Präsenz in der globalen Whisky-Kategorie unterstreichen
- Hoteleinkäufer und F&B-Manager, die japanische Spezialitäten ins Sortiment aufnehmen wollen
- Importeure und Distributoren auf der Suche nach exportbereiten Lieferanten
- Restaurantleiter mit Interesse an authentischen japanischen Zutaten und Getränken
- Retailer, die asiatische Premium-Produkte für europäische Märkte sourcen
- Spa- und Wellness-Konzepte, die japanische Tees, Matcha oder funktionale Zutaten suchen
Business Matching als Kernversprechen
Der entscheidende Unterschied zu generischen Lebensmittelmessen: Die Export Fair ist ausschließlich japanischen Unternehmen vorbehalten. Keine Aussteller aus Drittländern, keine Generalimporteure dazwischen. Internationale Käufer sprechen direkt mit den Produzenten.
Die Vorab-Plattform mit „Add to Plan“-Funktion erlaubt es, den eigenen Messetag schon vor der Anreise zu strukturieren. Angesichts von über 1.000 Ausstellern ist das kein Komfort-Feature, sondern schlicht notwendig, um die drei Tage sinnvoll zu nutzen.
Einordnung: Warum japanische Exporte gerade boomen
Dreizehn Jahre Exportwachstum in Folge sind kein Zufall. Japanische Küche steht seit der UNESCO-Auszeichnung von Washoku im Jahr 2013 unter besonderer globaler Aufmerksamkeit. Dazu kommt eine strukturelle Verschiebung: Käufer in Europa und Nordamerika suchen hochwertige, gesundheitsbewusste Produkte mit klarer Herkunft – und Japan liefert genau das, von Miso über Matcha bis zu Aged Wagyu.
Für die Hospitality-Branche bedeutet das: Japanische Zutaten und Getränke sind kein Nischenthema mehr. Wer 2026 nach Tokio fährt, investiert in direkte Lieferantenbeziehungen – ohne Umwege über Importeure.


