MakeMyTrip bereitet laut Skift eine vertrauliche Einreichung für einen Indien-IPO vor. Das Volumen soll bei mehr als 1 Milliarde US-Dollar liegen. Falls der Schritt durchgeht, wäre das ein großer Börsengang im indischen Reise-Markt.
Die Firma ist schon an der Nasdaq gelistet und will ihre Indien-Struktur offenbar so umbauen, dass ein separates Listing möglich wird. Im Raum stehen Kotak Mahindra Capital, Axis Capital, JP Morgan und Morgan Stanley als Berater.
MakeMyTrip macht aus dem geplanten Indien-IPO kein Gerücht mehr, sondern ein echtes Strukturthema. Laut Moneycontrol soll die Gesellschaft die Unterlagen für einen Börsengang von mehr als 1 Milliarde US-Dollar bald vertraulich bei der SEBI einreichen.
Geplantes Volumen: über 1 Milliarde US-Dollar
Listing-Weg: vertrauliche DRHP-Einreichung bei der SEBI
Bereits börsennotiert: Nasdaq in den USA
Genannte Berater: Kotak Mahindra Capital, Axis Capital, JP Morgan, Morgan Stanley
Warum der Schritt wichtig ist
MakeMyTrip wäre damit sehr nah an einem der größten Reise-Tech-Börsengänge in Indien. Der Hintergrund ist klar: Die Firma will ihre Indien-Sparte stärker sichtbar machen und den Markt dort direkt ansprechen.
Skift verweist darauf, dass das Unternehmen seine Domestic-Struktur schon angepasst hat. Dazu zählt auch die Einbindung von redBus India in MakeMyTrip India. Genau solche Umbauten braucht es, wenn ein separater Börsengang sauber laufen soll.
Was die vertrauliche Einreichung bringt
- Der Markt sieht die Zahlen nicht sofort öffentlich.
- Die SEBI prüft die Unterlagen im Hintergrund.
- Das Unternehmen gewinnt Zeit, bevor es den Deal komplett offenlegt.
Der Weg ist in Indien nicht neu. Oyo-Mutter Prism geht laut Skift mit einem ähnlichen vertraulichen Prozess an den Start und peilt eine Bewertung von 7 bis 8 Milliarden US-Dollar an. MakeMyTrip bewegt sich damit in einem Feld, in dem Börsengänge inzwischen sehr taktisch geplant werden.
Was das für Anleger bedeutet
India Listing plus Nasdaq-Struktur klingt erstmal nach Doppelspur. Genau das ist der Knackpunkt. Laut Skift dürfte MakeMyTrip vorerst zwei gelistete Einheiten parallel fahren, weil Indien keine Dual-Listings erlaubt. Langfristig will das Unternehmen wohl in eine einheitliche Struktur.
Für Aktionäre heißt das: mehr Komplexität, aber auch mehr Spielraum bei der Bewertung. Der Indien-Markt preist Reise-Tech anders ein als die US-Börse. Das kann helfen. Es kann aber auch die Story verwässern, wenn die Struktur zu sperrig bleibt.
Die wichtigsten Fragen für den Deal
- Wie wird die Gesellschaft zwischen Nasdaq und Indien aufgeteilt?
- Welche Einheit bekommt die operativen Erträge aus dem Indien-Geschäft?
- Wie schnell lässt sich später eine gemeinsame Struktur bauen?
Für den indischen Markt wäre ein solcher Deal ein klares Signal. Reiseplattformen stehen dort längst nicht mehr nur für Buchung, sondern für Marktzugang, Zahlungsströme und Daten. Genau deshalb schaut die Branche jetzt hin.
Einordnung für die Branche
MakeMyTrip meldet nach Skift inzwischen mehr als 10 Milliarden US-Dollar jährliches Gross Bookings-Volumen. Auch das ist ein Grund, warum das IPO Gewicht hat: Die Firma bringt Größe mit, nicht nur Wachstumserzählungen.
Ob der Plan am Ende in Wochen oder Monaten durchgeht, bleibt offen. Die vertrauliche SEBI-Einreichung wäre aber ein klares Zeichen, dass MakeMyTrip nicht mehr prüft, sondern umsetzt.

