United-Chef Scott Kirby sagt, dass höhere Flugpreise nicht nur am Treibstoff hängen. Er verweist auf steigende Kosten für Flughafengebühren, Wartung und Personal sowie auf weniger Sitzkapazität im US-Inlandsmarkt.
Ein weiterer Punkt: Spirit Airlines ist weg als Preisbrecher. Laut Skift spricht Kirby von einem strukturellen Wandel, der die Ticketpreise länger oben hält.
Warum Tickets teurer bleiben
Scott Kirby hält nichts von der einfachen Erklärung „Fuel war schuld“. In der Telefonkonferenz mit Analysten nannte er vor allem höhere Nicht-Treibstoffkosten: Flughafengebühren, Wartung und Löhne. Laut Skift sind die Flugpreise in diesem Jahr um rund 20 % gestiegen.
Das ist kein kurzer Ausschlag. Kirby spricht von einer „structural change in the cost side of the business“. Klingt hart. Ist es auch. Wenn Kosten dauerhaft steigen, ziehen die Preise meist mit.
Treiber 1: höhere Airport Fees
Treiber 2: Wartung
Treiber 3: Arbeitskosten
Treiber 4: weniger Billigangebote nach Spirit
Spirit fehlt als Preisbremse
Der zweite große Punkt ist Spirit Airlines. Die Billigairline stand für extrem niedrige Tickets, auch für 4 oder 9 Dollar. Diese Preise sind Geschichte. Laut Skift hat ihr Rückzug aus dem Markt die Preisdisziplin im US-Inland verändert.
- weniger Ultra-Low-Cost-Sitze im Markt
- mehr Preissetzungsmacht für große Airlines
- höhere Durchschnittspreise auf vielen Strecken
United sieht darin keinen Ausreißer, sondern eine neue Lage. Delta argumentiert ähnlich, ebenfalls mit Blick auf Inflation und knapperes Angebot. Für Reisende heißt das: Der alte Kampf um die ganz billigen Basistickets wird kleiner.
Warum die Inlandsstrecke reifer wirkt
Kirby beschreibt den US-Inlandsmarkt als ausgereifter Markt. Dort wächst das Angebot langsamer als früher. Gleichzeitig richten Airlines ihre Kapazität neu aus. Weniger billige Plätze, mehr Fokus auf zahlungskräftige Kundschaft. Das ist kein Zufall, sondern Kalkül.
United setzt auf Premium statt Billigkampf
United will dort wachsen, wo mehr Geld pro Sitz drin ist. Laut Skift setzt die Airline auf internationale Strecken und neue Premium-Produkte. Dazu gehört auch ein neues Produkt mit dem Namen „basic business class“ sowie eine A321XLR-Konfiguration mit blockiertem Mittelsitz.
Damit zielt United auf zwei Gruppen: Reisende, die beim Preis schauen, aber nicht auf Business-Komfort verzichten wollen, und Gäste, die auf Langstrecken mehr Platz buchen. Das passt zur Strategie: weniger Masse, mehr Marge pro Buchung.
Was United für 2026 erwartet
Laut der von Skift zitierten Meldung soll das bereinigte Ergebnis 2026 bei 9 bis 11 US-Dollar je Aktie liegen. Die untere Spanne hat United dabei um 2 Dollar angehoben. Das zeigt: Die Airline rechnet weiter mit robustem Geschäft, auch wenn Tickets teurer bleiben.
- höhere Preise sind laut United kein kurzer Peak
- Billigkapazität bleibt knapp
- Premium-Produkte gewinnen weiter an Gewicht
Für Kundinnen und Kunden bleibt am Ende wenig romantisch: Die 9-Dollar-Tickets sind weg. Und wenn der Markt so bleibt, kommen sie auch nicht zurück.

