Minor Hotels benennt seinen Vacation-Ownership-Arm um: Aus Anantara Vacation Club wird Minor Vacation Club. Der neue Name spiegelt wider, dass das Programm längst über die Anantara-Marke hinausgewachsen ist. Noch 2026 kommen zwei neue Club Resorts in Japan dazu.
Seit mehr als 15 Jahren existiert das Timeshare-Programm von Minor Hotels unter dem Namen Anantara Vacation Club. Ab sofort läuft es als Minor Vacation Club – eine Entscheidung, die Bangkok am 18. Mai 2026 offiziell bestätigte.
Warum der alte Name nicht mehr passte
Die Logik hinter dem Rebrand ist simpel: Das Programm wurde ursprünglich eng an die Luxusmarke Anantara geknüpft. Inzwischen umfasst das Angebot aber mehrere Hotelmarken aus dem Minor-Portfolio – der Name war schlicht zu eng geworden.
Minor Hotels betreibt weltweit über 550 Hotels unter Marken wie Anantara, NH Hotels, Tivoli, Avani und weiteren. Ein Vacation Club, der nur eine davon im Namen trägt, signalisiert Mitgliedern zu Unrecht, dass der Zugang auf diese eine Marke beschränkt ist.
- Gegründet: vor mehr als 15 Jahren als Anantara Vacation Club
- Neue Marke: Minor Vacation Club (offiziell seit 18. Mai 2026)
- Zwei neue Club Resorts in Japan geplant, noch 2026
- Zugang zu Club Resorts und angeschlossenen Minor-Hotels-Properties weltweit
- Mutterkonzern: Minor International, Bangkok
Japan als nächster Markt
Konkret bringt das Rebrand zwei neue Club Resorts in Japan mit sich – beide noch in diesem Jahr. Minor Hotels nennt keine genauen Standorte, aber Japan gilt seit Jahren als Wachstumsmarkt für Vacation-Ownership-Produkte, besonders in Ski- und Küstenregionen.
Für Mitglieder bedeutet die Expansion mehr Reiseziele, ohne dass sich die Vertragsstruktur ändert. Das Prinzip bleibt: Punktebasierter Zugang zu Club Resorts und teilnehmenden Hotels der Gruppe.
Was sich für bestehende Mitglieder ändert
Laut Minor Hotels ändert sich für bestehende Mitglieder operativ nichts. Verträge, Punkte und Buchungsrechte bleiben unberührt. Der neue Markenname soll lediglich die tatsächliche Breite des Angebots kommunizieren – nach außen wie nach innen.
Einordnung: Timeshare neu gedacht
Vacation Ownership hat global ein Imageproblem – assoziiert mit aggressivem Verkauf und schlechter Flexibilität. Neuere Modelle wie das von Minor setzen auf Punktesysteme statt feste Wochen-Slots, was deutlich mehr Flexibilität bringt.
Das Rebrand ist kein Zufall: Wer den Club unter dem Namen der Muttergruppe führt, signalisiert, dass Vacation Ownership kein Randprodukt ist, sondern Teil der Gesamtstrategie. Ob das Programm auch auf europäische Märkte – etwa über NH Hotels oder Tivoli – weiter ausgebaut wird, ließ Minor Hotels offen.


