Six Senses ist der Initiative „Recipe of Change“ beigetreten — einem globalen Programm von UNEP und UN Tourism, das die Tourismusbranche auf das Ziel einschwört, Lebensmittelverschwendung bis 2030 zu halbieren. Die Verpflichtung gilt für alle 27 Six-Senses-Häuser weltweit und basiert auf der hauseigenen „Eat With Six Senses“-Philosophie. Six Senses gehört zum Portfolio von IHG Hotels & Resorts.
Was steckt hinter „Recipe of Change“?
Das UN-Umweltprogramm (UNEP) und UN Tourism haben „Recipe of Change“ ins Leben gerufen, um den globalen Tourismus auf ein gemeinsames Ziel zu verpflichten: Lebensmittelverschwendung bis 2030 halbieren. Die Initiative adressiert einen blinden Fleck der Branche — Hotels und Restaurants produzieren weltweit erhebliche Mengen an Foodwaste, und bisher fehlen verbindliche Commitments der großen Ketten.
Six Senses ist nun Teil dieses Rahmens. Konkret bedeutet das: Die Kette bringt ihre bereits laufenden operativen Programme in die Initiative ein und teilt das erarbeitete Wissen mit der breiteren Tourismusindustrie. Das Datum des Beitritts: 15. Mai 2026, London.
- Eigentümer: IHG Hotels & Resorts
- Anzahl Häuser: 27 Properties weltweit
- Programm-Philosophie: „Eat With Six Senses“
- Ziel: Lebensmittelverschwendung bis 2030 halbieren
- Initiative: UNEP & UN Tourism „Recipe of Change“, Beitritt Mai 2026
Wie Six Senses Foodwaste konkret angeht
Der Beitritt zur UN-Initiative ist kein Neustart — Six Senses baut auf bestehenden Strukturen auf. Die Kette arbeitet mit drei Ansätzen, die sich in der Praxis über mehrere Jahre entwickelt haben:
Eigene Landwirtschaft auf dem Gelände
Mehrere Six-Senses-Resorts betreiben On-Site-Farming: Gemüse, Kräuter und Obst, die direkt in der Hotelküche landen. Kurze Transportwege bedeuten weniger Verderb vor der Anlieferung — einer der häufigsten, aber selten diskutierten Verursacher von Foodwaste im Hotelbetrieb.
Operative Programme in den Küchen
Waste-Tracking, Einkaufsplanung nach tatsächlichem Bedarf, Resteverwertung im Menü — das sind keine neuen Konzepte, aber sie konsequent über 27 Häuser hinweg umzusetzen und messbar zu machen, ist der operative Kern der Verpflichtung.
Gästebildung als Teil des Erlebnisses
Six Senses integriert das Thema direkt in die Guest Journey. Workshops, transparente Kommunikation über Lebensmittelherkunft und -verarbeitung sowie bewusst gestaltete Menüs gehören zur „Eat With Six Senses“-Philosophie. Das Ziel: Gäste nicht belehren, sondern einbeziehen.
Warum das für die Branche relevant ist
Lebensmittelverschwendung ist ein Kostenthema — und damit eines, das Hoteliers direkt betrifft, unabhängig vom Nachhaltigkeits-Engagement. Laut UNEP gehen global rund 17 Prozent aller produzierten Lebensmittel verloren, ein erheblicher Anteil davon im Gastgewerbe. Wer Wareneinsatz senken will, muss Waste reduzieren. Das macht die Recipe-of-Change-Initiative auch betriebswirtschaftlich interessant.
- Waste-Tracking liefert Datenbasis für Einkaufsentscheidungen
- On-Site-Farming reduziert Lieferketten-Verluste
- Gästeintegration stärkt die Markenbindung
- UN-Commitment schafft externe Accountability
- Wissenstransfer zwischen den 27 Häusern skaliert Best Cases schneller
Für andere Hotelketten ist der Six-Senses-Beitritt ein Signal: Die Initiative sucht weitere Partner aus der Tourismusindustrie. Wer ähnliche Programme bereits laufen hat, kann sich dem Rahmen anschließen — und profitiert von der gemeinsamen Öffentlichkeitswirkung.
Die Initiative wurde gemeinsam von UNEP (United Nations Environment Programme) und UN Tourism (ehemals UNWTO) aufgesetzt. Ziel ist es, die gesamte Tourismusbranche auf das 50-Prozent-Reduktionsziel für Lebensmittelverschwendung bis 2030 zu verpflichten — in Linie mit dem UN-Nachhaltigkeitsziel SDG 12.3. Mitglieder teilen operative Erkenntnisse und machen ihre Fortschritte messbar.


