Stayery eröffnet 60 Design-Apartments in Fürth – das erste Haus der Marke in der Metropolregion Nürnberg. Die Einheiten entstehen im Obergeschoss des Erlebniscenters FLAiR, das die P&P Group teilweise zum Aparthotel umbaut. Weitere Standorte sind bereits in Planung.
Fürth bekommt seine ersten Stayery-Apartments. Die Berliner Serviced-Apartment-Marke schließt damit einen Mietvertrag für 60 Einheiten im FLAiR Erlebniscenter ab – und betritt damit erstmals die Metropolregion Nürnberg.
Retail meets Overnight Stay: Umbau im FLAiR
Das FLAiR ist kein klassisches Shoppingcenter. Die P&P Group hatte das Erlebniscenter 2021 in Fürth eröffnet – auf rund 3.000 Quadratmetern Oberfläche. Jetzt konvertiert der Projektentwickler einen Teil davon in Serviced Apartments. Stayery übernimmt das gesamte Obergeschoss mit 60 Einheiten.
Das Konzept ist kein Einzelfall: Retailflächen, die nach der Pandemie unter Druck geraten sind, werden europaweit in Hotelnutzungen umgewandelt. In Fürth trifft das Modell auf eine strukturell interessante Ausgangslage – die Metropolregion Nürnberg zählt mit Nürnberg, Fürth und Erlangen zu den wirtschaftsstärksten Regionen in Bayern, bisher aber ohne Stayery-Präsenz.
- Lage: FLAiR Erlebniscenter, Fürth
- Einheiten: 60 Design-Apartments
- Fläche: ca. 3.000 m² Obergeschoss
- Betreiber: Stayery (Berlin)
- Eigentümer/Entwickler: P&P Group
- Eröffnung FLAiR: 2021
- Ausstattung: eigene Küche, digitaler Check-in, High-Speed-WLAN, Coworking-Bereich, klimatisiert
Was Stayery anders macht
Stayery positioniert sich zwischen klassischem Hotel und Longstay-Aparthotel. Die Zielgruppe: Berufspendler, Projektmitarbeiter, digitale Nomaden – Menschen, die länger bleiben als eine Nacht, aber kein möbliertes Apartment mieten wollen.
- Digitaler Check-in ohne Rezeption
- Eigene Küche in jeder Einheit
- Coworking-Bereich im Haus
- High-Speed-WLAN für Arbeitsaufenthalte
- Hypoallergene Bettwäsche, Stadtblick
- Kein klassischer Hotelbetrieb – kein Frühstückssaal, kein Concierge
Das Modell setzt auf niedrige Betriebskosten durch Automatisierung und eine hohe Auslastung durch Longstay-Buchungen. Für Projektentwickler wie die P&P Group ist das attraktiv: Stabile Mieteinnahmen, weniger Betreiberrisiko als bei einem klassischen Hotelpächter.
Metropolregion Nürnberg – warum Fürth?
Nürnberg wäre die naheliegende Wahl gewesen. Fürth hat aber Vorteile: günstigere Grundstückskosten, direkte S-Bahn-Verbindung nach Nürnberg in unter zehn Minuten, und mit dem FLAiR bereits eine fertige Immobilie, die nur umgebaut werden muss. Für Stayery reduziert das die Entwicklungszeit erheblich.
Die Metropolregion Nürnberg generiert starke Businessnachfrage – durch Messen wie die NürnbergMesse (eine der größten Messeplattformen Deutschlands), Industrieunternehmen und einen wachsenden Tech-Sektor. Langzeitgäste aus diesem Segment sind genau die Zielgruppe, für die Stayery gebaut ist.
Expansion geht weiter
Fürth ist kein Endpunkt. Stayery hat weitere Standorte angekündigt, ohne bisher konkrete Städte zu nennen. Die Marke wächst seit ihrer Gründung konsequent in deutschen Städten – mit einem Asset-light-Modell, bei dem Stayery Betreiber bleibt und Entwickler wie die P&P Group das Kapital einbringen.
Für die Branche ist das ein Hinweis: Serviced Apartments sind längst kein Nischenprodukt mehr. Sie wachsen in Lagen, die klassische Hotelbetreiber oft meiden – und nutzen dabei Immobilien, die sonst leer stehen würden.


