Lufthansa Technik und BMW Group Designworks präsentieren auf der Aircraft Interiors Expo (AIX) vom 14. bis 16. April 2026 in Hamburg das Kabinenkonzept „The BOW“ – ein modulares Narrowbody-Layout für bis zu 28 Passagiere, das sich flexibel auf Gruppen zuschneiden lässt.
Kein Einzelreisender, keine klassische First Class. „The BOW“ denkt VIP-Luftfahrt vom Kollektiv aus – für Vorstände, Sportteams, Tourbands. Lufthansa Technik und BMW Group Designworks haben das Konzept gemeinsam entwickelt und zeigen es erstmals auf der AIX in Hamburg.







Was steckt hinter dem Konzept?
Die Idee: ein Narrowbody-Flugzeug, das sich nicht an einem festen Layout festbeißt. Betreiber können Grundriss, Zoneneinteilung, Anzahl der Suiten und soziale Bereiche frei konfigurieren – je nach Missionsprofil. Weniger Suiten, dafür mehr Lounge-Fläche? Größere Bar? Abgeschirmter Boardroom? Alles möglich.
Das Konzept funktioniert als Designplattform, nicht als fertiges Produkt. Kunden sollen früh eingebunden werden – Farbwelten, Funktionszonen und Konfigurationen lassen sich individuell anpassen, bevor auch nur eine Schraube gedreht wird.
- Flugzeugtyp: Narrowbody (z.B. A320-Familie, Boeing 737)
- Kapazität: bis zu 28 Passagiere
- Zielgruppe: Executive-Teams, Sportmannschaften, Künstler:innen
- Premiere: AIX 2026, Hamburg, Stand 6A90, Halle B6 (14.–16. April)
- Technologie: „nice“-Kabinenmanagement-System von Lufthansa Technik
Drei Zonen, ein Erlebnis
Das Kabinendesign teilt sich in klar definierte Bereiche auf – jeder mit eigenem Charakter:
- Rezeption & Lobby: Runde Formen, hochwertige Materialien, ein Gradient-Screen und ein faltbarer Servicetisch empfangen die Passagiere direkt beim Einstieg.
- Transformative Lounge: Zwei geschwungene Touchscreen-Displays und ein Präsentationstisch, der sich in vier Segmente teilt – vom Arbeitsraum zum Dining-Setting in wenigen Handgriffen.
- Bow Suite: Private Suiten mit Bogenformen, Stimmungsbeleuchtung, Duftoptionen und integriertem Stauraum – gut geeignet für Musikinstrumente oder professionelles Equipment.
Bewegliche Trennelemente wechseln die Kabine zwischen Rückzugsmodus und offenem Socializing. Ausgewählte Bereiche lassen sich per Automatik anheben oder absenken, um das gewünschte Maß an Privatsphäre einzustellen.
Technologie im Hintergrund
Integriert ist das „nice“-System (Network Integrated Cabin Equipment) von Lufthansa Technik. Es verbindet Kabinensteuerung, Beleuchtung, Entertainment und Services auf einer Plattform. Das „nice intellitable“ bringt Touch-Funktionalität direkt in die Oberflächen ein – Tablets als Bordbedienung, digitale Servicekarten an der Bar, Steuerung der Privatsphäre-Elemente per Fingertipp.
Wer steckt dahinter?
Designworks gibt es seit 1972 – gegründet in Malibu, Kalifornien, seit 1995 Teil der BMW Group. Das Studio hat unter anderem für Siemens Trains, Virgin Hyperloop und John Deere gearbeitet. Seit 2024 leitet Anders Warming die Beratung. Annette Baumeister leitet das Studio in München, das das BOW-Projekt verantwortet hat.
Lufthansa Technik beschäftigt mehr als 22.000 Mitarbeitende weltweit und ist unter anderem auf VIP- und Special-Mission-Flugzeuge spezialisiert. Das Unternehmen brachte beim BOW die Engineering-Seite ein – von der Zulassungslogik bis zur Systemintegration.
„Mit ,The BOW' heben wir VIP-Reisen für Gruppen auf ein völlig neues Niveau. Das Konzept bietet unseren Kunden eine bislang unerreichte Flexibilität und ermöglicht es Betreibern, jede Mission hochfunktional und zugleich luxuriös zu gestalten.“
– Fabian Nagel, Vice President Sales VIP & Special Aircraft Services, Lufthansa Technik
„Die Gestaltung räumlicher Erlebnisse ist für uns ein faszinierendes Feld, das wir in vielen Dimensionen erkunden: auf der Straße, auf dem Wasser und mit ,The BOW' nun erneut in der Luft. Mit dem neuen Kabinenkonzept von Lufthansa Technik wird die Reise selbst zum Reiseziel.“
– Annette Baumeister, Leiterin Designworks Studio München
Wann und wo zu sehen?
Beide Unternehmen präsentieren „The BOW“ auf der AIX 2026 in Hamburg – Stand 6A90, Halle B6, vom 14. bis 16. April 2026. Ob aus dem Konzept ein Serienprodukt wird, ist noch offen. Der Fokus liegt vorerst auf dem Dialog mit potenziellen Betreibern.

