Die UN Tourism hat in Marrakesch die Gewinner ihres Startup-Wettbewerbs bekanntgegeben. Das Startup Beyond the Map setzte sich mit einer AR-basierten Lösung für Kulturerlebnisse durch. Marokko gilt laut UN Tourism als führendes afrikanisches Modell für innovative Tourismusentwicklung – und plant gleich zwei weitere Startup-Competitions.
Marrakesch war kurz das Zentrum der globalen Travel-Tech-Szene. Beim Forum der UN Tourism wurde nicht nur über die Zukunft des Tourismus diskutiert – es gab auch konkrete Gewinner. Den Hauptpreis holte sich Beyond the Map, ein Startup, das Augmented Reality nutzt, um Kulturerbe erlebbar zu machen.
Was Beyond the Map macht
AR-Erlebnisse für Kulturstätten – das klingt erstmal nach Spielerei. Bei Beyond the Map steckt dahinter eine ernsthafte Idee: Reisende sollen historische Orte nicht nur sehen, sondern verstehen. Die Technologie legt digitale Informationsebenen über reale Umgebungen und macht so Geschichte unmittelbar erfahrbar. Welche konkreten Märkte oder Partnerhotels das Startup bereits bedient, kommuniziert das Unternehmen bislang nicht öffentlich.
Augmented Reality im Tourismus ist kein Nischenthema mehr – die Branche investiert zunehmend in immersive Erlebnisse, die den Unterschied zwischen einem digitalen und einem physischen Besuch verringern.Nationaler Wettbewerb: Drei Kategorien, marokkanischer Fokus
Parallel lief ein nationaler Startup-Wettbewerb, der gezielt marokkanische Gründer in den Vordergrund stellte. Drei Bereiche standen im Fokus:
- Digitaler Tourismus
- Leisure Gaming
- Marokkanische Gastronomie
Die Gewinner wurden aus einem Pool hochinnovativer Startups ausgewählt – Kriterium war, wie stark sie ihre Sektoren voranbringen und marokkanische Kreativität auf die internationale Bühne bringen. Konkrete Startup-Namen aus diesem nationalen Wettbewerb hat UN Tourism bislang nicht öffentlich kommuniziert.
Das Programm: Mehr als ein Preisverleihen
Das Forum in Marrakesch war inhaltlich breiter aufgestellt als ein reines Startup-Event. Auf dem Programm standen:
- Eine Eröffnungssession zur Zukunft des Tourismus in Afrika
- Zwei wissenschaftliche Panels zu Innovationsfinanzierung und Branchentransformation
- Diskussionen mit Expertinnen, Institutionen, Startups und Investoren
Die UN Tourism-Generalsekretärin Shaikha Nasser Al Nowais bezeichnete Marokko in Marrakesch als führendes afrikanisches Modell für innovative Tourismusentwicklung. Das Land co-hostet 2030 die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft – ein Großereignis, das den Tourismussektor massiv beschleunigen dürfte. UN Tourism und das marokkanische Tourismusministerium planen als Folge des Forums zwei neue Startup-Wettbewerbe sowie Investitionsleitlinien für Tourism-Tech-Startups.
Was als nächstes kommt
UN Tourism und das marokkanische Tourismusministerium wollen nachlegen: Zwei neue Startup-Competitions sind in Planung, dazu kommen Guidelines, die Investitionen in Tourism-Tech-Startups strukturieren sollen. Der FIFA World Cup 2030 – Marokko ist Co-Gastgeber – liefert den Rahmen. Ein Mega-Event dieser Größenordnung zieht Investorenkapital an und schafft echten Nachfragedruck für skalierbare Hospitality-Tech-Lösungen.
