Die American Hotel & Lodging Association (AHLA) lehnt laut Statement vom 27. Mai 2026 Pläne des Department of Homeland Security ab, die Customs- und Immigration-Abfertigung an internationalen Flughäfen großer US-Städte zu stoppen. Die Branche warnt vor Folgen für Reisen, Beschäftigte, kleine Betriebe und ganze Stadtviertel.
Die Debatte dreht sich um sogenannte Sanctuary Cities und um die Frage, was passiert, wenn internationale Ankünfte an wichtigen Drehkreuzen ausgebremst werden. Kurz gesagt: weniger Durchsatz am Flughafen, mehr Druck auf Hotels, Restaurants und Taxis.
Worum es bei dem Streit geht
Die AHLA veröffentlichte am 27. Mai 2026 ein Statement mit dem Titel Proposed Shut Down of Customs and Immigration Processing at Major Cities. Darin heißt es, der Verband habe "serious concerns" und lehne die Pläne "strongly" ab. Das Statement steht auf der Website der AHLA: ahla.com.
Nach Angaben, die in der US-Presse zitiert werden, denkt das Department of Homeland Security über einen Stopp der Abfertigung an großen Flughäfen in sogenannten Sanctuary Cities nach. Genannt werden dabei unter anderem Städte mit internationalen Drehkreuzen. Die politische Linie kommt damit direkt an den Flughafen-Schaltern an.
Internationale Ankünfte wirken fast immer in die Stadt hinein. Wer landet, schläft oft im Hotel, isst in der Stadt und nutzt Transferdienste. Wenn die Abfertigung stockt, trifft das nicht nur Airlines und Airports, sondern auch Häuser in Downtown-Lagen, Airport-Hotels und kleine Betriebe rund um die Terminals.
Warum Hotels davon direkt betroffen wären
Die AHLA spricht von Schaden für die amerikanische Reiseökonomie, Beschäftigte, kleine Unternehmen und Communities, die davon abhängen. Das ist kein abgehobenes Lobbywort. Es geht um ganz konkrete Umsätze an einem ganz konkreten Ort: Zimmernächte, Frühstücksbuffets, Shuttle-Fahrten, Spätschichten an der Bar.
Wer am meisten spüren würde
- Airport-Hotels mit viel Transitgeschäft
- Stadthotels in den ersten Ankunftsradien
- Restaurants, die am Abend von internationalen Gästen leben
- Taxi- und Shuttle-Dienste, die Transfers abwickeln
Solche Effekte kennt die Branche auch aus anderen Märkten. Internationale Ankünfte sind für Häuser in New York, Los Angeles, Miami oder Chicago ein harter Umsatzfaktor. Fällt der Fluss am Airport kleiner aus, spürt das die Kette genauso wie das unabhängige Haus mit 120 Zimmern.
Was die AHLA konkret sagt
In der Stellungnahme vom 27. Mai 2026 beschreibt die AHLA die Pläne als Bedrohung für den gesamten Reise- und Gastgewerbesektor. Laut Verband würde ein Stopp der Abfertigung an internationalen Flughäfen in großen Städten „significant harm“ verursachen. Das ist eine klare Ansage, kein leiser Hinweis.
This proposal would inflict significant harm on the American travel economy and workers, small businesses, and communities that depend on it.
– American Hotel & Lodging Association, Statement vom 27. Mai 2026
Die Position passt zur Rolle der AHLA. Der Verband vertritt Hotels in den USA und reagiert regelmäßig auf politische Eingriffe, die Anreise, Belegung oder Personalbedarf beeinflussen. Flughäfen sind dabei kein Randthema. Sie sind oft die erste Umsatzquelle einer ganzen Destination.
Warum das Thema auch für andere Länder spannend ist
Die Debatte in den USA zeigt, wie eng Einreisepolitik und Hospitality zusammenhängen. Wer internationale Ankünfte bremst, greift schnell in Lieferketten, Belegung und Arbeitsplätze ein. Für Hotelteams heißt das: Politik beobachten, nicht wegklicken.
- Flughafenpolitik wirkt direkt auf Belegung und RevPAR
- Internationale Gäste bringen Umsatz in mehrere Betriebsteile
- Einzelne politische Maßnahmen können ganze Destinationen ausbremsen
Die Auseinandersetzung dürfte nicht schnell vorbei sein. Solange DHS-Pläne nur als Vorstoß kursieren, bleibt viel Unsicherheit im Markt. Für Hotels mit starkem US- oder Inbound-Bezug zählt deshalb vor allem eines: Ankünfte, Buchungslage und politische Entscheidungen parallel im Blick behalten.


