Ein Beitrag für das Hotel Yearbook 2026 stellt sieben sogenannte ancestral superfoods aus sechs asiatischen Ländern vor. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Hotels und Restaurants Menüs entwickeln, die Gesundheit, Herkunft und geringere Umweltlast verbinden.
Genannt werden unter anderem kombu aus Japan, Bambussprossen aus China, holy basil aus Thailand, ulam raja und heirloom beets aus Malaysia, Amaranth aus Indien und extra virgin olive oil aus Jordanien.
Der Text kommt aus der Schnittmenge von Wellness, Kulinarik und Beschaffung. Genau dort wird es für Hospitality spannend: Was landet auf der Karte, woher kommt es, und wie gut lässt sich das im Betrieb tatsächlich skalieren?
Worum es in dem Beitrag geht
Der Autor Nico Dingemans, Founder und Managing Director von Hospitality in Health, beschreibt eine hypothetische Food-&-Beverage-Strategie für das Hotel Yearbook 2026. Als Leitplanken nennt er vier Werte: Health Cuisine, Environmental Stewardship, Responsible Innovation und Socioeconomic Impact.
Die Idee dahinter ist simpel. Wellness ist kein Spa-Thema mehr, sondern Teil des F&B-Geschäfts. Wer heute Menüs baut, denkt nicht nur an Geschmack, sondern auch an Nährstoffdichte, Lieferkette und die Frage, ob sich ein Gericht im Alltag des Betriebs tragen lässt.
Im Artikel genannt werden: kombu, Bambussprossen, holy basil, ulam raja, heirloom beets, Amaranth und extra virgin olive oil. Sie stammen laut Text aus Japan, China, Thailand, Malaysia, Indien und Jordanien.
Warum diese Zutaten für Hotels relevant sind
Der Beitrag setzt auf Lebensmittel, die tief in regionalen Esskulturen verankert sind. Das ist kein reines Trendthema. Für Hotels kann das gleich drei Dinge bedeuten: klarere Story auf der Karte, stärkere Bindung an lokale Produzenten und eine bessere Grundlage für gesundheitsorientierte Angebote.
Was die Küche damit lösen kann
- mehr Fokus auf Nährstoffdichte statt auf bloße Menge
- einfachere Menülogik für gesundheitsbewusste Gäste
- mehr Spielraum für vegetarische oder pflanzenbetonte Gerichte
Der Knackpunkt liegt im Betrieb. Ein Gericht kann auf dem Papier stark aussehen. Wenn Einkauf, Lagerung und Mise-en-place nicht mitziehen, bleibt es ein Konzept für die Präsentation. Nicht für den Service.
Was die Beispiele über Asia Hospitality zeigen
Der Text nennt konkrete kulinarische Referenzen. Dazu gehört die japanische Washoku-Tradition, die von UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt ist. Ebenfalls genannt werden Kaiseki und das Restaurant Azabu Saotome in Tokio. Solche Beispiele machen deutlich, dass der Artikel nicht bei allgemeinen Wellness-Floskeln stehen bleibt.
Auch die Rolle einzelner Expert:innen kommt vor. Genannt wird Serkan Toso, Gründer von byFood und Gewinner der 3rd UNWTO Gastronomy Tourism Startup Competition. Solche Namen zeigen, wie eng kulinarischer Tourismus und Menüentwicklung inzwischen zusammenrücken.
Was Hotels daraus mitnehmen können
Wer in der Hotellerie mit Wellness-Menüs arbeitet, braucht keine exotische Dekoration. Gefragt sind Produkte mit Herkunft, Funktion und Wiedererkennungswert. Genau deshalb funktionieren Zutaten wie Kombu oder Amaranth so gut: Sie bringen Geschichte mit und liefern der Küche eine klare Richtung.
Drei praktische Ansätze für den Betrieb
- Baue ein Set aus 5 bis 7 Kernzutaten auf, statt jede Woche neue Health-Trends zu jagen.
- Verbinde jedes Gericht mit einem konkreten Nutzen, etwa Verdauung, Fokus oder pflanzenbetonte Proteine.
- Arbeite mit Produzenten und Lieferanten, die Herkunft sauber belegen können.
Für Hotels in Asien ist das besonders relevant, weil Gäste dort oft schon stärker auf Funktion, Frische und kulturelle Einbettung achten. Für Resorts, City-Hotels und Long-Stay-Produkte ist das ein echtes Differenzierungsfeld.
Warum der Beitrag über Asia hinaus funktioniert
Die Logik lässt sich auch außerhalb Asiens lesen. Viele Häuser suchen gerade nach einer F&B-Sprache, die nicht nach austauschbarer Wellness-Karte klingt. Alte Zutaten, klare Herkunft, weniger Show. Das ist ein brauchbarer Ansatz.
Wichtig bleibt der Realitätscheck. Nicht jede Zutat passt in jede Küche. Nicht jedes Konzept lässt sich mit regionaler Beschaffung rechnen. Aber der Beitrag zeigt sauber, wohin die Reise im gehobenen Hospitality-F&B geht: weg von dekorativen Superfood-Listen, hin zu Menüs mit Herkunft und Aufgabe.

