Auberge Collection, bislang mit rund 30 Resorts in Nordamerika aktiv, expandiert nach Afrika. Mit Auberge Safari bündelt die Friedkin Group neun Luxus-Camps und Lodges in Tansania unter einer Marke – und holt sich dafür zwei renommierte Conservation-Betreiber ins Boot: Legendary Expeditions und Chem Chem Safari. Buchungen sollen ab Juni 2026 möglich sein.
Neue Marke, altes Terrain
Am 4. Mai 2026 hat Auberge Collection den Launch von Auberge Safari bekannt gegeben. Neun Properties in Tansanias bekanntesten Wildschutzgebieten bilden die neue Sub-Marke – kein Einzelhotel, sondern ein verbundenes Netzwerk aus Camps und Lodges, das Gästen eine mehrstufige Safari-Reise durch verschiedene Ökosysteme des Landes ermöglicht.
Hinter dem Schritt steckt die Friedkin Group, die Auberge Collection kontrolliert. Ihr gehört bereits Legendary Expeditions, ein etablierter Conservation-Safari-Betreiber in Ostafrika. Für Auberge Safari kommt Chem Chem Safari als privater Partner hinzu – ebenfalls mit einem klaren Fokus auf naturnahem, verantwortungsvollem Tourismus.
- 9 Properties in Tansanias wichtigsten Wildregionen
- 2 Betreiber-Partner: Legendary Expeditions (Friedkin Group) + Chem Chem Safari (privat)
- Start: Buchungen ab Juni 2026
- Dachmarke: Auberge Collection (ca. 30 Resorts, überwiegend Nordamerika)
- Muttergesellschaft: Friedkin Group, Bethesda MD (USA)
Was Auberge Safari von einem Hotel-Portfolio unterscheidet
Der Ansatz ist konsequent gedacht: Statt einzelne Camps separat zu vermarkten, entsteht eine buchbare Journey. Wer über Auberge Safari bucht, kann mehrere Lodges und Camps kombinieren – und damit verschiedene Ökosysteme Tansanias in einer Reise verbinden. Das ist nicht neu im Safari-Markt, aber neu für eine Marke wie Auberge, die bisher vor allem urbane Boutique-Resorts und Natur-Retreats in den USA und der Karibik bespielt hat.
Legendary Expeditions und Chem Chem Safari bringen dabei bestehende Expertise mit. Beide Betreiber arbeiten nach eigenen Angaben conservation-led – also mit einem operativen Fokus auf Naturschutz und lokale Gemeinschaften. Wie das konkret aussieht und welche Zertifizierungen dahinterstehen, kommuniziert Auberge Collection bisher noch nicht detailliert.
Conservation-led ist im Luxus-Safari-Markt inzwischen Standard-Versprechen – die Qualität hängt an konkreten Programmen, nicht am Label.Tansania als Zielmarkt: Warum jetzt?
Tansania gehört zu den gefragtesten Safari-Destinationen weltweit. Serengeti, Ngorongoro, Selous – die Kerngebiete des Landes ziehen ein zahlungskräftiges internationales Klientel an, das genau dem Auberge-Profil entspricht: hohe Ausgabebereitschaft, Qualitätsanspruch, Interesse an kuratierten Erlebnissen statt Massentourismus.
Für die Friedkin Group schließt der Launch eine strategische Lücke. Das Unternehmen ist seit Jahren über Legendary Expeditions in Ostafrika präsent – die Einbettung in die Auberge-Marke erhöht die internationale Sichtbarkeit und erlaubt Cross-Selling über das bestehende Gästenetzwerk der Collection.
Was das für die Branche bedeutet
Der Schritt zeigt, wohin sich Luxus-Hotelmarken entwickeln: weg vom reinen Property-Denken, hin zu kuratierten Erlebnisportfolios. Wer als Marke Loyalität aufbauen will, braucht Destinationen, die Gäste emotional binden – und kaum etwas bindet stärker als eine durchorganisierte Safari in Ostafrika.
- Auberge ist nicht der erste Hotelbetreiber, der Safari-Assets integriert – Belmond oder &Beyond machen das seit Jahrzehnten
- Die Differenzierung liegt im Marken-Framing: Auberge positioniert Safari als Teil einer globalen Luxury-Journey, nicht als separates Produkt
- Für kleinere Independent-Camps in Tansania steigt der Wettbewerbsdruck durch solche Konsolidierungen weiter

