Die Be Bio Hotels in Tönning – das Stadthotel Be active (34 Zimmer) und das Naturhotel Be natural (49 Zimmer) – übergeben die Führung an die nächste Generation: Eske Peters verantwortet Marketing und Markenentwicklung, Jörn Peters das kulinarische Profil beider Häuser. Die Übergabe durch die Gründer läuft schrittweise.
Tönning, Eiderstedt. Ein Familienunternehmen stellt die Weichen: Mit Eske und Jörn Peters übernehmen Tochter und Sohn der Gründer die Leitung der Be Bio Hotels – zwei Häuser, die seit 2020 unter einer gemeinsamen Marke firmieren und biozertifizierte Gastronomie mit dem Charakter der nordfriesischen Halbinsel Eiderstedt verbinden. Die Übergabe durch die Eltern läuft bewusst langsam: Beide Geschwister arbeiten zunächst parallel mit der Gründergeneration.
Klare Aufgabenteilung von Anfang an
Was bei vielen Familienübergaben zum Reibungspunkt wird, ist hier von vornherein geregelt. Eske Peters, Jahrgang 2000, studierte von 2019 bis 2022 Kommunikationsdesign an der HTK Hamburg und arbeitete anschließend bis 2025 als Junior Art Director bei Twotype Design. Seit diesem Jahr ist sie für Marketing, Markenentwicklung und digitale Kommunikation der Be Bio Hotels zuständig.
Jörn Peters bringt Küchenerfahrung aus drei Ländern mit. Seine Kochausbildung absolvierte er von 2015 bis 2018 im Aalernhüs in St. Peter-Ording, danach folgten Stationen im ehemaligen Restaurant Courtier auf Weißenhaus, im Tortue Hamburg und im Osprey in Australien. 2021 arbeitete er im Restaurant Memories by Sven Wassmer in der Schweiz. Seit 2024 ist er als F&B Manager bei den Be Bio Hotels tätig.
Mir ist wichtig, die friesische Küchentradition zu bewahren und sie zugleich mit Einflüssen aus aller Welt weiterzuentwickeln. Unsere Küche soll regional verwurzelt sein, offen für neue Impulse und stets von hoher Qualität getragen.
– Jörn Peters, F&B Manager Be Bio Hotels
Was sich in den Küchen schon geändert hat
Seit Jörn Peters 2024 eingestiegen ist, haben beide Restaurants eine neue Richtung bekommen. Im Stadthotel Be active wurde das Restaurant Mondo neu konzipiert – Konzept: international inspirierte Bio-Tapas-Küche. Im Naturhotel Be natural wurde die friesische Brasserie weiterentwickelt, mit stärkerem Fokus auf regionale und biologisch ausgerichtete Küche.
- Be active – Stadthotel im Zentrum von Tönning, 34 Zimmer, Altbauarchitektur, Sauna- und Massagebereich, Restaurant Mondo (Bio-Tapas, international)
- Be natural – Naturhotel direkt an der Eider, 49 Zimmer, friesische Brasserie mit regionaler Bio-Küche, wenige Gehminuten vom Be active entfernt
- Beide Häuser firmieren seit 2020 unter der Marke Be Bio Hotels
- Standort: Tönning, Halbinsel Eiderstedt, Schleswig-Holstein
Was Familienübergaben in der Hotellerie oft scheitern lässt
Generationenwechsel im Familienhotel sind keine Seltenheit – aber sie funktionieren selten ohne Reibung. Häufige Stolpersteine: unklare Kompetenzgrenzen zwischen Alt und Neu, fehlende Einarbeitung in operative Abläufe oder zu schnelle Vollübergabe ohne Übergangszeit. Der Ansatz der Be Bio Hotels, beide Geschwister „bewusst in die Leitung hineinwachsen“ zu lassen, folgt einem Modell, das Branchenberater seit Jahren empfehlen – parallele Führungsphase statt Stichtagsübergabe.
- Klar getrennte Verantwortungsbereiche (Marketing vs. F&B) reduzieren interne Konflikte
- Berufsausbildung außerhalb des Familienbetriebs schafft unabhängige Kompetenz
- Parallelbetrieb mit den Eltern sichert Wissenstransfer und Netzwerk
- Stufenweise Übergabe gibt beiden Seiten Zeit zur Anpassung
Werte bewahren, Charakter erhalten
Eske Peters benennt den Anspruch klar:
Wir möchten die Werte unserer Eltern und Großeltern bewahren und den Charakter Eiderstedts – seine Kultur, seine Bräuche und die enge Verbundenheit zur Natur – verantwortungsvoll weitertragen.
– Eske Peters, Marketing & Markenentwicklung Be Bio Hotels
Eiderstedt ist kein Massentourismus-Ziel. Die Halbinsel lebt von Naturerlebnis, Küstenkultur und einer treuen Stammgästeschicht. Für die Be Bio Hotels bedeutet das: Markenentwicklung unter hohem Erwartungsdruck – wer hierher kommt, sucht Authentizität, keine Hochglanzinszenierung. Ob Eskes Hintergrund im Kommunikationsdesign dabei hilft, die Marke schärfer zu positionieren ohne sie zu verfremden, wird sich in den nächsten Jahren zeigen.

