citizenM öffnet sein Membership-Programm für Co-Working in 34 Hotels weltweit. Laut eHotelier kostet die Mitgliedschaft 120 US-Dollar, 100 Euro oder 90 Pfund im Jahr und richtet sich an Freelance-, Hybrid- und Projektteams.
Die Idee ist simpel: arbeiten, Kaffee holen, Meeting buchen, weiterziehen. Für Hotels ist das spannend, weil die Lobby nicht länger nur Durchgangsraum ist.
Was citizenM jetzt verkauft
citizenM verknüpft Hotel, Arbeitsort und Mitgliedschaft stärker als bisher. Das neue Co-Working-Angebot gilt laut Quelle in der gesamten CitizenM-Welt mit aktuell 34 Hotels, davon 17 in Europa, 14 in den USA und 2 in Asien.
Mitgliedern winken Co-Working-Nutzung, Rabatte auf Food & Beverage, Vorteile bei societyM Meeting Rooms und kostenloses WLAN. Für Nicht-Gäste soll das Haus damit auch tagsüber laufen. Genau da liegt der Hebel.
Mitgliedsbeitrag: 120 US-Dollar / 100 Euro / 90 Pfund pro Jahr
Hotelbestand: 34 Häuser weltweit
Verteilung: 17 Europa, 14 USA, 2 Asien
Zielgruppe: Freelancer, Gründer, Hybrid Worker, lokale Tagesgäste
Warum das für Hotels relevant ist
Die Hotel-Lobby hat sich längst verändert. Früher warteten dort Gäste auf den Check-in. Heute sitzen dort Menschen mit Laptop, Video-Call und einem Kaffee. citizenM zieht daraus jetzt ein klares Produkt.
Das passt zum Druck auf urbane Hotels: Mehr Auslastung am Tag, mehr Umsatz außerhalb der Zimmer, mehr Anlässe für Stammkontakte. Die Marke nutzt dafür ihre zentralen Standorte in Business-, Tech- und Kreativvierteln. Das ist kein Zufall, sondern Kalkül.
Was daran funktioniert
- Hotels haben meist gute Lage und stabiles WLAN.
- Die Flächen stehen tagsüber oft nicht voll unter Ertrag.
- Mitgliedschaften bringen planbare Einnahmen.
- Meetingräume lassen sich zusätzlich verkaufen.
Wo es knirschen kann
- Freie Sitzplätze reichen nur, wenn die Kapazität sauber gesteuert wird.
- Lauter Lobby-Betrieb passt nicht zu jedem Arbeitsstil.
- Ohne klare Tagespakete wird das Angebot schnell beliebig.
Wer so etwas schon vormacht
citizenM steht mit dem Modell nicht allein da. In Hotels tauchen tagsüber immer mehr Work-Formate auf, von Day-Use-Zimmern bis zu Mitgliedschaften für Flexible Work. Der Unterschied: citizenM macht daraus ein markenweites Angebot statt einer Einzelaktion pro Haus.
Was du aus dem Schritt mitnehmen kannst
Für Hoteliers und Betreiber ist die Richtung klar: Räume müssen sich über den ganzen Tag rechnen. Wer Innenstadtlage, gutes WLAN und saubere Food-&-Beverage-Prozesse hat, kann mit Tagesgästen deutlich mehr anfangen als früher.
Spannend wird jetzt, ob citizenM das Angebot lokal differenziert. Denn Co-Working in London, Amsterdam oder New York funktioniert anders als in einem Hotel am Stadtrand. Genau dort zeigt sich, ob aus einer Idee ein belastbares Produkt wird.


