Delta Air Lines hält an der Prognose für 2026 fest: Der Gewinn je Aktie soll weiter bei 6,50 bis 7,50 US-Dollar liegen. Laut Skift spielt dabei vor allem eine starke Nachfrage eine Rolle, obwohl die Treibstoffkosten in diesem Jahr deutlich gestiegen sind.
Die Airline nennt außerdem eine bessere Weitergabe der höheren Fuel-Kosten und mehr Kapazitätsdisziplin als Gründe für den stabilen Ausblick.
Warum Delta die Prognose nicht senkt
Delta bleibt bei ihrem Gewinnziel für 2026. Das ist bemerkenswert, weil die Fluggesellschaft laut Skift in diesem Jahr rund 2 Milliarden US-Dollar mehr für Treibstoff einplant. CFO Erik Snell begründet das mit einer starken Nachfrage und damit, dass Delta die höheren Kosten schneller über den Preis zurückholt als erwartet.
Die Airline nennt für 2026 weiter einen Gewinn je Aktie von 6,50 bis 7,50 US-Dollar. Das passt zu einem Markt, in dem nicht alle großen US-Airlines gleich stabil reagieren: Skift berichtet, dass American und United ihre Prognosen gesenkt haben, während Alaska und JetBlue ihre Guidance ausgesetzt haben. Delta und Southwest halten dagegen an ihren Zielen fest.
EPS 2026: 6,50 bis 7,50 US-Dollar
Mehrkosten für Fuel: rund 2 Milliarden US-Dollar im laufenden Jahr
Q2-Umsatz: 19,8 Milliarden US-Dollar
Q2-Gewinn: 1,6 Milliarden US-Dollar
Was hinter der Zuversicht steckt
Snell sagt laut Skift, Delta habe die hohen Fuel-Kosten schneller wieder hereingeholt als gedacht. Dazu kommt ein Mix aus starker Nachfrage in mehreren Segmenten: Loyalty-Umsätze lagen 19 Prozent höher, Premium-Corporate-Sales stiegen um 25 Prozent. Die Airline sieht also keinen Abschwung bei Buchungen oder Preisen.
- höhere Ticketpreise lassen sich durchsetzen
- Premium- und Business-Nachfrage bleiben stark
- Kapazität soll enger gesteuert werden
Was Delta anders macht als andere Airlines
Der Unterschied liegt nicht nur bei den Zahlen, sondern auch bei der Steuerung. Delta kündigt an, die Kapazität disziplinierter einzusetzen, um weitere Schwankungen beim Treibstoff abzufedern. Das klingt trocken. Ist aber in einem volatilen Markt genau der Punkt.
Wer Fluggesellschaften beobachtet, sieht hier ein klassisches Spiel: Preis durchsetzen, Sitzplatzangebot sauber steuern, schwache Strecken nicht überfüllen. Delta setzt laut Skift darauf, dass die Nachfrage weiter trägt. Die Airline will also nicht mit billigem Volumen reagieren, sondern mit Steuerung und Ertrag.
Der Blick auf den Markt
Die Nachrichtenlage bleibt unruhig. Skift schreibt, dass die Ankündigung von Präsident Donald Trump zum Ende einer Waffenruhe mit Iran die Unsicherheit bei den Spritpreisen erhöht hat. Delta sagt trotzdem: Die Nachfrage bleibt stark genug, um den Ausblick zu halten.
Was das für die Branche bedeutet
Für Airlines ist das ein wichtiger Testfall. Wenn Treibstoff teurer wird, zeigt sich sofort, wer Preise durchsetzen kann und wer nur auf Volumen fährt. Delta sendet hier ein klares Signal: Die Nachfrage trägt noch. Und die Airline traut sich zu, die Marge zu verteidigen.
Spannend wird, wie lange das hält. Wenn Fuel weiter schwankt, braucht es mehr als nur gute Quartalszahlen. Dann zählen Kapazität, Netzwerk und Preissteuerung. Genau da versucht Delta gerade, den Vorsprung zu halten.
- Prognose bleibt stehen
- Fuel-Kosten steigen stark
- Nachfrage bleibt robust
- Kapazität wird enger gesteuert

