Im Mai 2026 kamen in Deutschland 49,2 Millionen Übernachtungen zusammen. Das sind 3,8 Prozent mehr als im Mai 2025, getrieben vor allem vom Inland mit 41,7 Millionen Übernachtungen.
Für den Zeitraum Januar bis Mai meldet Destatis mit 175,1 Millionen Übernachtungen einen neuen Rekord für diese fünf Monate. Aus dem Ausland kam im Mai dagegen ein leichtes Minus.
Der Mai liegt klar über dem Vorjahr
Die Beherbergungsbetriebe in Deutschland haben im Mai 2026 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Das teilte das Statistische Bundesamt am 10. Juli 2026 mit. Gegenüber Mai 2025 entspricht das einem Plus von 3,8 Prozent.
Der größte Treiber kam aus dem Inland. Gäste aus Deutschland sorgten für 41,7 Millionen Übernachtungen, ein Plus von 4,6 Prozent. Die Nachfrage aus dem Ausland lag bei 7,5 Millionen Übernachtungen und damit 0,5 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Destatis zählt Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Schlafgelegenheiten oder zehn Stellplätzen auf Campingplätzen. Erfasst werden Hotels, Gasthöfe, Pensionen, Ferienunterkünfte, ähnliche Betriebe und Campingplätze.
Was die Zahlen für Hotels und Ferienbetriebe heißen
Das Muster ist ziemlich klar: Der Binnenmarkt trägt den Monat. Das hilft vor allem Häusern, die stark auf Freizeit-, Kurzurlaub- und Wochenendgeschäft setzen. Der Auslandsanteil bleibt groß, schwächelt aber im Mai leicht.
Für den Betrieb zählt jetzt weniger die reine Übernachtungszahl als die Frage, was pro Aufenthalt hängen bleibt. Steigende Preise können Volumen kaschieren. Im Alltag heißt das: mehr Druck auf Zusatzumsätze, engeres Controlling bei Zimmermix und genaues Hinsehen bei den Vertriebskosten.
Inland stark, Ausland leicht schwächer
Dafür spricht
- 41,7 Millionen Inlandsübernachtungen stützen die Grundauslastung.
- Viele Betriebe profitieren von Wochenendreisen und Kurztrips.
- Der Zeitraum Januar bis Mai liegt mit 175,1 Millionen Übernachtungen über dem Vorjahr.
Dagegen spricht
- Auslandsübernachtungen gingen im Mai um 0,5 Prozent zurück.
- Mehr Nachfrage heißt nicht automatisch mehr Ertrag pro Zimmer.
- Preisdruck kann Buchungsentscheidungen verschieben.
Januar bis Mai: neuer Rekord für diesen Zeitraum
Von Januar bis Mai 2026 kamen laut Destatis 175,1 Millionen Übernachtungen zusammen. Das liegt 1,3 Prozent über dem Vorjahreszeitraum und 0,4 Prozent über dem bisherigen Rekordwert von 174,4 Millionen aus dem Jahr 2024.
Auch hier kommt der Schwung vor allem aus dem Inland. Mit 146,3 Millionen Übernachtungen legte dieser Markt um 1,6 Prozent zu. Ausländische Gäste kamen auf 28,7 Millionen Übernachtungen, ein Plus von 0,3 Prozent.
Worauf du jetzt achten solltest
- Prüfe deine Herkunftsmärkte getrennt nach Inland und Ausland.
- Vergleiche Übernachtungen mit ADR und Auslastung, nicht nur mit dem Vorjahr.
- Schau auf Nebenerlöse wie Frühstück, F&B und Parken.
Warum die Vergleichsbasis wichtig bleibt
Der Vorjahresvergleich zeigt die Richtung, aber nicht das ganze Bild. Im Tourismus zählen Saison, Ferienlage, Wetter und Preisniveau oft mehr als ein einzelner Monatswert. Darum lohnt der Blick auf den Fünf-Monats-Zeitraum: Der Rekord wirkt stabiler als ein einzelner Spitzenmonat.
Wer im Betrieb oder im Revenue-Management arbeitet, sollte die Destatis-Zahlen gegen eigene Buchungsdaten halten. Läuft das Inland gut, das Ausland aber schwach, dann lohnt sich ein genauer Blick auf Kanalmix, Sprachversionen, Preislogik und die Leistung der wichtigsten Quellmärkte.

