Das Wichtigste in Kürze

Die HSMA Deutschland e.V. startet eine neue Task Force „Operations“ – eine branchenübergreifende Arbeitsgruppe, die praxisnahe Lösungsansätze für den operativen Hotelalltag entwickeln soll. Der Ansatz ist bewusst interdisziplinär: Kein Bereich wird isoliert betrachtet, sondern alle operativen Einheiten im Zusammenspiel. Die ersten vier Arbeitstreffen dienen der Themenklärung und Profilschärfung.

Steigende Kosten, wachsende Qualitätsanforderungen, ein sich wandelndes Gästeverhalten – die operative Seite der Hotellerie steht unter Druck. Die HSMA Deutschland e.V. reagiert mit einem neuen Format: der Task Force „Operations“. Keine klassische Fachgruppe, sondern ein strukturierter Rahmen, in dem Führungs- und Fachkräfte aus verschiedenen Disziplinen gemeinsam an konkreten Lösungen arbeiten.

Was die Task Force anders macht

Der entscheidende Unterschied zu bisherigen HSMA-Fachbereichen liegt im Ansatz: Operations wird nicht als eigenständiges Silo betrachtet, sondern als Querschnittsthema. Produktivität, Erlössteuerung, Qualitätssicherung und Organisationsstrukturen – all das gehört zusammen und soll gemeinsam gedacht werden.

F&B ist dabei eingeschlossen, steht aber nicht im Mittelpunkt. Stattdessen geht es um das Zusammenspiel aller operativen Einheiten eines Hotels – und darum, was passiert, wenn diese Einheiten besser miteinander verzahnt sind.

So ist die Task Force strukturiert
  • Ersten vier Arbeitstreffen: Definition zentraler Themencluster, Profilschärfung, Entwicklung konkreter Mehrwerte
  • 50 % der Inhalte: spezifische Herausforderungen der Teilnehmenden
  • 50 % der Inhalte: übergreifende Impulse für die gesamte Branche
  • Themen im Fokus: Effizienzsteigerung, Qualitätsstandards, Erlösoptimierung, organisatorische Weiterentwicklung

Was konkret auf der Agenda steht

Die Task Force arbeitet laut HSMA an vier zentralen Fragestellungen:

  • Wie lässt sich die Effizienz im Hotelbetrieb steigern, ohne die Qualität zu senken?
  • Welche Qualitätsstandards sind unter den aktuellen Rahmenbedingungen noch realistisch haltbar?
  • Wie funktioniert nachhaltige Erlösoptimierung jenseits klassischer Revenue-Management-Ansätze?
  • Wie müssen sich Organisationsstrukturen in Hotels weiterentwickeln?

Das sind keine akademischen Fragen. Wer heute ein Hotel operativ führt, kennt den Druck: Personalkosten steigen, Gäste erwarten mehr, und die Margen erlauben wenig Spielraum für Fehler.

Die inhaltliche Arbeit erfolgt in einem klar strukturierten Prozess. In den ersten vier Arbeitstreffen definieren die beteiligten Expertinnen und Experten zentrale Themencluster, schärfen das Profil der Task Force und entwickeln konkrete Mehrwerte für die Hotellerie.

– Anna Heuer, Verbandsgeschäftsführerin HSMA Deutschland e.V.

Die Logik hinter dem 50/50-Modell

Was die Task Force von einem klassischen Workshop-Format unterscheidet, ist die bewusste Balance zwischen individuellem und kollektivem Nutzen. Die Hälfte der Arbeitszeit gehört den spezifischen Problemen der Teilnehmenden – echte Fälle, echte Herausforderungen aus dem Betrieb. Die andere Hälfte ist für den Transfer gedacht: Was kann die Branche insgesamt daraus lernen?

Dieses Modell verhindert, dass die Runde zur reinen Selbsthilfegruppe wird – und gleichzeitig, dass sie zu abstrakt bleibt, um im Alltag nützlich zu sein.

Dieser Ansatz, der bereits vom vorherigen Vorstand initiiert wurde, soll sicherstellen, dass sowohl konkrete Praxisprobleme adressiert als auch übergeordnete Impulse für die Weiterentwicklung der Hotellerie gesetzt werden.

– Christian von Rumohr, Präsident HSMA Deutschland e.V. und Direktor des The Liberty Hotels

Warum gerade jetzt?

Die HSMA reagiert mit dem Format auf einen Bedarf, der in der Branche seit Jahren spürbar ist: Führungskräfte in der Hotellerie arbeiten oft in stark fragmentierten Strukturen. Revenue Management hier, F&B dort, Housekeeping irgendwo dazwischen. Ein strukturierter Rahmen, in dem diese Perspektiven zusammenkommen, ist selten.

Operative Wertschöpfung ist kein neues Thema – aber ein zunehmend dringendes. Wer heute Hotels profitabel betreibt, braucht mehr als gutes Einzelbereichsmanagement. Es braucht ein Verständnis dafür, wie Entscheidungen in einem Bereich alle anderen beeinflussen.
Für Hotellerinnen und Hoteliers, die über den eigenen Bereich hinausdenken wollen: Die HSMA-Task-Force könnte genau das richtige Format sein – vorausgesetzt, die Treffen halten, was das Konzept verspricht.

Was die Task Force für dich bedeutet

Wenn du operativ verantwortlich bist – als General Manager, Rooms Division Manager, F&B-Leitung oder Operations Director – lohnt sich ein genauer Blick auf das Format. Der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Häusern und Strukturen bringt oft mehr als interne Diskussionen im eigenen Haus.

  • Aktuelle Infos zur Task Force gibt es direkt über die HSMA-Website
  • Die Arbeitsgruppe richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus der Hotellerie
  • Teilnahme setzt HSMA-Mitgliedschaft voraus (Details auf Anfrage beim Verband)

HÄUFIGE FRAGEN

Was ist die HSMA Task Force Operations?

Eine branchenübergreifende Arbeitsgruppe der HSMA Deutschland e.V., die Fach- und Führungskräfte aus der Hotellerie zusammenbringt, um praxisnahe Lösungen für operative Herausforderungen zu entwickeln – von Effizienzsteigerung bis Erlösoptimierung.

Was unterscheidet die Task Force von klassischen HSMA-Fachgruppen?

Die Task Force verfolgt einen interdisziplinären Ansatz: Alle operativen Bereiche werden im Zusammenspiel betrachtet, nicht isoliert. Kein Bereich – auch nicht F&B – steht im alleinigen Fokus.

Wie ist die Arbeitszeit in der Task Force aufgeteilt?

50 Prozent der inhaltlichen Arbeit sind für die konkreten Herausforderungen der Teilnehmenden reserviert, die anderen 50 Prozent widmen sich übergeordneten Impulsen für die gesamte Branche.

Welche Themen behandelt die Task Force Operations?

Im Fokus stehen Effizienzsteigerung, Qualitätssicherung, nachhaltige Erlösoptimierung und die organisatorische Weiterentwicklung von Hotelbetrieben.

Wer kann an der HSMA Task Force Operations teilnehmen?

Die Arbeitsgruppe richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus der Hotellerie. Eine HSMA-Mitgliedschaft ist Voraussetzung – Details gibt es direkt beim Verband.
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