IHG Hotels & Resorts und OzHarvest haben in ihrer seit 2018 laufenden Partnerschaft die Marke von einer Million geretteten Mahlzeiten für Menschen in Not überschritten. Allein im September 2024 kamen in einem Monat über 120.000 vorgekochte Mahlzeiten zusammen. Bis September 2025 können Hotelgäste aktiv mitmachen: Pro gebuchte Nacht fließt ein Dollar direkt an OzHarvest oder KiwiHarvest.
Sieben Jahre Partnerschaft, eine klare Bilanz
Wenn Hotelgruppen über gesellschaftliche Verantwortung sprechen, bleibt es oft bei vagen Versprechen. IHG und OzHarvest machen es anders – mit einer Zahl, die für sich spricht: eine Million Mahlzeiten. Nicht angekündigt, sondern tatsächlich geliefert.
Die Zusammenarbeit startete 2018 in Australien. Seitdem kombiniert das Programm zwei Ansätze: Food Rescue aus Hotelküchen und Hospitality-Trainingsprogramme für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Übrig gebliebene Lebensmittel aus IHG-Hotels werden gerettet, aufbereitet und an Bedürftige weitergegeben – statt im Müll zu landen.
September 2024: Ein Monat, 120.000 Mahlzeiten
Den vorläufigen Höhepunkt markierte der September 2024. Im Rahmen des unternehmenseigenen „Giving for Good“-Monats spendete IHG für jede gebuchte Hotelübernachtung einen Dollar an OzHarvest. Das Ergebnis: 120.872 vorgekochte Mahlzeiten in nur einem Monat – australienweit.
Matthew Tripolone, Managing Director Australasia & Pacific bei IHG, beschreibt die Aktion als Beleg dafür, was Partnerschaft konkret leisten kann. Die Initiative zeigt auch, wie Gäste ohne großen Aufwand Teil der Lösung werden: buchen, übernachten, Mahlzeit spenden.
Wie das Programm konkret funktioniert
Hinter der Millionenmarke stecken mehrere Bausteine, die ineinandergreifen:
Food Rescue aus Hotelküchen
Übrig gebliebene Lebensmittel aus IHG-Häusern werden nicht entsorgt, sondern direkt an OzHarvest übergeben. Die Organisation sammelt, kühlt und verteilt sie an gemeinnützige Einrichtungen in ganz Australien. Was sonst im Müll gelandet wäre, landet auf dem Teller von Menschen, die es brauchen.
Das Nourish Program
Neben der reinen Lebensmittelrettung gibt es das sogenannte Nourish Program: ein Ausbildungsformat, das Menschen in schwierigen Lebenssituationen Fähigkeiten aus dem Hospitality-Bereich vermittelt. Kochen, Serviceabläufe, Küchenhygiene – Wissen, das direkt in die Branche führen kann. Hotels werden so zum sozialen Sprungbrett.
„Stay for Good“ – Gäste als aktiver Teil
Das aktuell laufende Programm „Stay for Good“ läuft bis 30. September 2025: Bei jeder neuen oder bestehenden Direktbuchung an teilnehmenden IHG-Hotels in Australien und Neuseeland geht ein Dollar an OzHarvest oder KiwiHarvest. Kein aufwendiges Spendenformular, keine Zusatzkosten – die Wirkung entsteht durch die Buchung selbst.
- Gültig bis 30. September 2025 an teilnehmenden IHG-Hotels in Australien & Neuseeland
- 1 $ pro Übernachtung (Neu- und Bestandsbuchungen, direkt gebucht)
- 1 $ = 2 Mahlzeiten + 1 kg weniger Lebensmittelabfall in der Deponie
- Partnerorganisationen: OzHarvest (Australien) und KiwiHarvest (Neuseeland)
- Buchung über IHG-Direktkanäle (Website, App, Telefon)
Warum dieses Modell für die Branche relevant ist
Food Waste ist eines der teuersten Probleme in der Hotellerie – und eines der am meisten unterschätzten. In großen Häusern mit Frühstücksbuffet, Bankettküche und À-la-carte-Restaurant entstehen täglich erhebliche Mengen an Lebensmittelabfällen. Viele Hotels haben noch keine strukturierte Lösung.
Das IHG-OzHarvest-Modell zeigt einen Weg: keine komplizierte Infrastruktur, kein großes Budget – sondern eine klare Partnerschaft mit einer spezialisierten Organisation. Die übernimmt Logistik, Lagerung und Verteilung. Das Hotel liefert die Lebensmittel und – wenn gewünscht – den Ausbildungsrahmen.
Was bleibt
Eine Million Mahlzeiten sind kein Endpunkt. IHG und OzHarvest haben die Marke als Meilenstein kommuniziert – nicht als Ziel. Das Programm läuft weiter, die Buchungsaktion läuft bis September 2025, und das Nourish Program bleibt fester Bestandteil der Partnerschaft.
Für Hotels, die ähnliche Strukturen aufbauen wollen: OzHarvest und vergleichbare Organisationen in Deutschland – etwa die Tafel Deutschland oder foodsharing.de – sind offen für Kooperationen mit der Gastronomie. Der erste Schritt ist oft einfacher als gedacht.
