Kanadische Rückreisen in die USA stiegen im Mai 2026 um 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, sagt Statistics Canada. Trotz des Plus lagen die Trips weiter 28,7 Prozent unter dem Mai 2024. Vor allem Autofahrten zogen an, Flüge blieben schwach.
Der leichte Aufschwung kommt nach einer langen Durststrecke. Im April meldete Kanada bereits das erste Plus seit Dezember 2024, jetzt folgte der zweite Monat mit Zuwachs.
Mai 2026: +9,5 Prozent bei kanadischen Rückreisen in die USA
Road Trips: +15,1 Prozent im Mai, laut Statistics Canada
Vergleich zu 2024: -28,7 Prozent unter dem Mai-Niveau von 2024
Warum gerade die Auto-Reisen drehen
Die Daten zeigen ein klares Muster: Wenn Kanadier wieder mehr in die USA fahren, dann zuerst über die Grenze mit dem Auto. Das passt zu kurzen Trips, Familienbesuchen und Einkaufsfahrten. Für Airlines ist das keine gute Nachricht.
- Mehr Bewegung auf der Straße
- Weniger Dynamik im Luftverkehr
- Erholung bleibt fragil
Die Skift-Auswertung verweist darauf, dass der Anstieg im Mai vor allem von Autofahrten getragen wurde. Auch Forbes schrieb von weiter deutlich gedrückten Besucherzahlen aus Kanada.
Was den Abstand zu 2024 erklärt
Ein Monatsplus reicht nicht, wenn der Vergleich so tief hängt. Die Rückreisen lagen im Mai noch fast ein Drittel unter dem Niveau von zwei Jahren zuvor. Das ist kein normaler Ausschlag. Das ist ein Markt, der sich erst aus einem langen Loch zieht.
Luftverkehr bleibt der Schwachpunkt
Während das Auto zieht, bleibt die Flugnachfrage schwächer. Genau da sitzt ein Problem für viele US-Destinationen, vor allem für Städte und Regionen ohne starke Grenzlage.
Welche Märkte die USA jetzt im Blick haben
Skift verweist auf jüngere Kanadier, besonders Gen Z, die deutlich reisefreudiger Richtung USA sind als ältere Gruppen. Das macht die Zielgruppe für Marketingkampagnen klarer. Statt breit zu streuen, suchen US-Tourismuswerber jetzt eher den direkten Draht zu jüngeren Reisenden.
- Gen Z zeigt die höchste Reiseabsicht
- Ältere Zielgruppen bleiben vorsichtiger
- Branding allein reicht nicht, Preis und Stimmung zählen auch
Was Brand USA daraus macht
Die US-Tourismusorganisation setzt laut Skift auf Kampagnen, die besonders kanadische Zielgruppen ansprechen. Der Druck ist spürbar: Die U.S. Travel Association hatte bereits vor einem Rückgang internationaler Tourismusausgaben in den USA gewarnt.
Für Hotels, Attraktionen und Retail in grenznahen Regionen heißt das: Nicht auf den Sommerimpuls verlassen. Wer kanadische Gäste will, braucht einfache Anreise, klare Preisangebote und weniger Hürden beim Buchungsweg.
Die Lage bleibt damit zweigeteilt. Ja, der Trend dreht leicht. Nein, von einer echten Erholung kann noch keine Rede sein.

