Mews baut rund um die Konferenz Unfold in Amsterdam neue Partnerschaften aus. Im Zentrum steht die Idee, Hoteltechnologie breiter zu vernetzen — weg vom einzelnen System, hin zu mehr Schnittstellen.
Parallel öffnet Uber seine App für Taxi- und Mietwagenunternehmen in ganz Deutschland. In Berlin arbeiten laut Uber bereits rund 20 Prozent der Taxis mit der Plattform, deutschlandweit nennt das Unternehmen mehr als 4.000 Fahrer.
Worum es bei Mews gerade geht
Der Hotelsoftware-Anbieter Mews schiebt seine Plattform-Strategie weiter nach vorne. Mike Coscetta, President von Mews, sagte der ahgz, das Unternehmen wolle Hoteltechnologie-Partnerschaften ausbauen. Der Auftritt auf der Konferenz Unfold in Amsterdam passt dazu: Mews positioniert sich nicht mehr nur als PMS, sondern als Knotenpunkt für weitere Tools und Dienste.
Das ist kein kleines Detail. In der Praxis geht es um direkte Anbindungen an Systeme, die Hotelbetriebe im Alltag wirklich nutzen: Buchung, Gäste-Kommunikation, Zahlungsabwicklung, Mobilität. Wer solche Prozesse verknüpft, spart Reibung. Genau dort liegt der Hebel.
- Ort: Amsterdam, Konferenz Unfold
- Person: Mike Coscetta, President von Mews
- Thema: Ausbau von Hoteltechnologie-Partnerschaften
- Einordnung: Plattformen wollen stärker miteinander arbeiten, nicht nur nebeneinander laufen
Warum Uber für Hotels und Städte relevant wird
Auch Uber geht in Deutschland einen Schritt weiter. Der Fahrdienstvermittler öffnet seine App bundesweit für Taxi- und Mietwagenunternehmen. Bislang lief das nur in 16 deutschen Städten. Jetzt können sich Betriebe in ganz Deutschland vermitteln lassen.
Für Hotels ist das kein Randthema. Gäste erwarten oft schnelle, digitale Wege vom Check-out bis zum Flughafen. Wenn Taxi- oder Mietwagenpartner direkt in bekannte Apps eingebunden sind, wird die Übergabe einfacher. Genau das macht solche Kooperationen interessant — vor allem in Städten mit hohem Wochenend- oder Businessaufkommen.
- Berlin: laut Uber arbeiten rund 20 Prozent aller Taxis mit der Plattform
- Deutschlandweit: Uber spricht von mehr als 4.000 Taxifahrern
- Bisher: Vermittlung in 16 deutschen Städten
- Neu: offene Anmeldung für Taxi- und Mietwagenunternehmen in ganz Deutschland
Was das für den Markt bedeutet
Die Richtung ist klar. Plattformen wollen dichter an den Alltag der Betriebe ran. Erst die Software im Hotel. Dann der Transport vor der Tür. Dann die Auswertung im Hintergrund. Wer das sauber verbindet, bekommt bessere Prozesse und oft auch mehr Daten.
In Frankfurt will die Stadt das Geschäft von Bolt, Freenow und Uber sowie ihrem Dienstleister SafeDriver ennoo künftig enger überwachen. Dafür hat sie mit den Betreibern ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Auch das zeigt: Plattformgeschäft bleibt kein Selbstläufer. Kommunen schauen inzwischen genauer hin.
Was Hoteliers jetzt daraus mitnehmen
Die beiden Meldungen haben mehr gemeinsam, als es auf den ersten Blick aussieht. Beide drehen sich um Plattformen, die sich öffnen. Mews sucht zusätzliche Partner im Hotel-Ökosystem. Uber sucht mehr Anbieter auf der Straße. Das passt zu einem Markt, in dem Gäste schnelle Abläufe wollen und Betriebe weniger manuelle Arbeit.
Darauf solltest du achten
- Prüfe, welche Systeme in deinem Haus sauber an das PMS andocken.
- Schau, ob Taxi- oder Shuttle-Partner digital buchbar sind.
- Teste, ob Gäste nach dem Check-out direkt eine Fahrt buchen können.
- Vergleiche, welche Daten du aus den Plattformen wirklich nutzen kannst.
Spannend wird jetzt, ob solche Allianzen auch in kleinen und mittleren Häusern ankommen. Dort entscheidet oft nicht die große Vision, sondern die Frage: Läuft es im Alltag oder nervt es nur? Genau daran messen sich Plattformen am Ende.


