Property Management System. Die zentrale Betriebssoftware eines Hotels: Reservierungen, Check-in und Check-out, Zimmerzuweisung, Housekeeping-Status, Gäste-Profile und die Rechnungslegung laufen hier zusammen. Moderne PMS sind Cloud-nativ, in Echtzeit mit Channel Manager, Booking Engine und Revenue-Management-System verbunden und steuern über offene APIs auch Door-Lock-Systeme, IPTV, Payment Gateways und Smart-Room-Devices. Die Wahl bindet ein Haus für Jahre und entscheidet mittelbar über Digitalisierungstempo, Personaltraining und Integrationsbreite.

Abgrenzung

Ein Channel Manager verteilt das Zimmerkontingent an OTAs (Booking.com, Expedia, HRS) und synchronisiert Raten zurück — er ist kein PMS, wird aber oft als Teil desselben Ökosystems eingesetzt. Die Booking Engine nimmt Buchungen auf der hoteleigenen Website entgegen. Das CRM pflegt Gäste-Profile und Kampagnen über den Aufenthalt hinaus. Historisch wurden diese Systeme getrennt betrieben; moderne Anbieter integrieren sie zu einer Suite.

In der Praxis

Der DACH-Markt verteilt sich auf acht relevante Systeme: Mews und Apaleo als Cloud-native Marktgewinner für Boutique und Mittelstand, Oracle Opera Cloud und SIHOT im Enterprise- und Resort-Segment, protel Air und Cloudbeds als Alternativen im Mittelfeld, ASA Hotel im Ferien- und Alpensegment, Fidelio Suite 8 als End-of-Life-Legacy mit Migrationspfad zu Opera Cloud. Die Detailabwägung nach Hauscharakter findest du im TURNDOWN-Systemvergleich.

Herkunft

IT-Terminus aus den 1980er-Jahren, als die ersten zentralen Hotel-Softwares die getrennten Rezeptions-, Buchhaltungs- und Housekeeping-Insellösungen ablösten. Der Begriff PMS war zunächst ein US-Industriestandard und ist heute weltweit die etablierte Kurzform.