Kurzform für Person oder Personen. PAX ist im Bankett-, Event-, Reisebus- und Cruise-Kontext Standard und ersetzt Formulierungen wie „Gäste“ oder „Teilnehmer“, wenn es um schnelle Kommunikation zwischen Planer, Küche und Service geht. „Angebot für 50 PAX, Halbtages-Seminar mit Mittagessen“ ist eine vollständige Brief-Zeile, die allen Abteilungen sofort verständlich ist. Der Begriff ist geschlechtsneutral, unverändert im Singular und Plural, und signalisiert durch seine Kürze den operativen Charakter eines Vorgangs.
Abgrenzung
Im Hotel-Zimmerbetrieb wird eher von Guest Count, Occupancy oder Heads in Beds gesprochen; in der klassischen Gastronomie von Covers (gedeckte Plätze, die tatsächlich bespielt wurden); in der Event-Industrie von Attendees, Delegates oder Participants. PAX dominiert dort, wo es um Kopfzahlen geht, die sich auf Logistik und Kalkulation auswirken — nicht um Umsatz- oder Buchungs-KPIs. Die Unterscheidung ist wichtig in Reports: „50 PAX“ ist eine Kapazitätsaussage, „50 Covers“ eine Verkaufsaussage.
In der Praxis
Im Bankett-Forecast steht PAX in jeder Zeile des Function Sheet: Empfang 80 PAX, Dinner 60 PAX, Seminar 45 PAX, Kaffeepause 30 PAX am Vormittag. Die Küche plant Portionen mit 5–10 % Überschuss, der Service Tische, Stühle, Gedecke, Bar-Besatz und Schichten. Bei Bus- und Gruppen-Reservierungen sichert die PAX-Zahl die Zimmer-Allokation und F&B-Kapazität. Die finale PAX-Zahl muss je nach Haus 24 bis 72 Stunden vor dem Event bestätigt sein; danach gilt die Garantie-PAX als Abrechnungsbasis, auch wenn weniger erscheinen.
Herkunft
Übernommen aus der Airline- und Cruise-Industrie, Kurzform von englisch passengers. In der DACH-Hotellerie seit den 1990ern flächendeckend in Verträgen, Function Sheets und Morning Briefings verankert; heute auch in Schulungen und Ausbildungsordnungen aufgeführt.
Weiterfuehrend: Hotelverband Deutschland (IHA)