Minor Hotels baut seine Präsenz in Europa gezielt aus: Mit Mikhail Kolesnik bekommt die Expansion in den Balkan und die GUS-Region eine dedizierte Führung. Gleichzeitig sind die ersten Häuser in Kroatien und Slowenien für 2027 bereits unterzeichnet – zwei neue Länder im globalen Portfolio der Bangkok-basierten Gruppe.
Minor Hotels Europe & Americas wächst. Die Gruppe – Heimat von Marken wie NH Hotels, nhow und Anantara – hat Mikhail Kolesnik zum Regional Director of Development für den Balkan und die GUS-Staaten ernannt. Sein Auftrag: Franchise- und Managementverträge in Märkten abschließen, die Minor bislang kaum oder gar nicht besetzt.
Zwei neue Länder in einem Zug
Konkret sind bereits zwei Signings bestätigt: Minor debütiert 2027 mit je einem Hotel in Kroatien und Slowenien. Damit kommen zwei neue Länder ins globale Portfolio der Gruppe. Das ist kein Zufall – beide Märkte passen zur erklärten Strategie, den Fokus von reinen Stadthotels auf Resortdestinationen im Mittelmeerraum auszuweiten.
Kroatien gehört zu den am stärksten wachsenden Reisedestinationen Europas. Die Adriaküste zieht seit Jahren mehr zahlungskräftige Gäste an, internationale Hotelketten haben den Markt entsprechend fest im Blick. Slowenien – mit Ljubljana und dem Triglav-Nationalpark – entwickelt sich parallel zum Premium-Ziel für Aktivreisende.
- Hauptsitz: Bangkok, Thailand
- Europäisches Dach: Minor Hotels Europe & Americas (vormals NH Hotel Group)
- Marken im Portfolio: NH Hotels, nhow, Anantara, Avani, Tivoli, Elewana u.a.
- Aktuelle Strategie: Marken unter einheitlichem Dach bündeln, um globale Wiedererkennung gegenüber Hilton, Marriott & Co. zu stärken
- Neue Zielmärkte: Balkan, GUS-Region, Mittelmeer-Resorts
Franchise als Wachstumsmotor
In Märkten, in denen Minor bereits Fuß gefasst hat, setzt die Gruppe aktiv auf Franchise-Modelle. In noch unerschlossenen Regionen wie dem Balkan oder den GUS-Staaten gilt das genauso. Das macht strategischen Sinn: Franchise senkt das Kapitalrisiko für die Gruppe, ermöglicht schnelleres Wachstum und nutzt lokales Know-how bestehender Betreiber.
Warum Balkan und GUS jetzt?
Die Region war lange ein blinder Fleck für westeuropäische Hotelkonzerne. Steigende Mittelklasse in Serbien, Georgien und Kasachstan, wachsende Flugverbindungen und ein aufholender Inbound-Tourismus machen die Märkte attraktiver. Gleichzeitig ist der Wettbewerbsdruck noch deutlich geringer als in Westeuropa – ein klassisches First-Mover-Fenster.
Einordnung: Minor vs. die Großen
Minor Hotels kämpft auf globalem Parkett gegen deutlich bekanntere Namen. Die Strategie, alle Marken unter einem einheitlichen Dach zu vereinen, zielt genau darauf ab: Wiedererkennung aufbauen, die Buchungskanäle zu bündeln und Investoren eine klare Story zu liefern. Die Expansion in neue Regionen mit eigenem Development-Personal ist der operative Arm dieser Strategie.
- Erster Regional Director für Balkan/GUS benannt
- Debüts in Kroatien und Slowenien für 2027 gesichert
- Franchise-Strategie für bestehende und neue Märkte aktiv
- Fokus verschiebt sich von Städten zu Resortdestinationen
- Zwei neue Länder im globalen Minor-Portfolio
Was das für die Branche bedeutet
Für lokale Hotelbetreiber im Balkan und in der GUS-Region öffnet sich ein Fenster: Minor sucht Partner, nicht nur eigene Projekte. Wer ein Hotel betreibt und eine internationale Flagge aufziehen will, sollte die Gruppe auf dem Radar haben – besonders in Märkten, in denen NH, nhow oder Anantara noch nicht vertreten sind.
Die ersten echten Eröffnungen 2027 in Kroatien und Slowenien werden zeigen, wie ernsthaft Minor die Ressort-Ambition umsetzt. Bis dahin bleibt die Expansion vor allem eine Frage des richtigen Timings – und ob Kolesnik die Pipeline schnell genug füllt.



