Die Radisson Hotel Group schließt drei neue Franchise-Verträge in der DACH-Region ab – in Ahlbeck auf Usedom, in Wien und in Lustenau (Vorarlberg). Expansionspartner ist 1912 Hotels. Damit wächst das DACH-Portfolio auf 81 Hotels mit über 18.000 Zimmern im Betrieb oder in Entwicklung.
Drei Standorte, ein Partner, eine klare Richtung: Die Radisson Hotel Group baut ihr Franchise-Netz im deutschsprachigen Raum weiter aus. Die neuen Verträge mit 1912 Hotels umfassen Häuser in Ahlbeck an der Ostseeküste, in Wien und im vorarlbergischen Lustenau – drei Lagen, die kaum unterschiedlicher sein könnten.
81 Hotels, 18.000 Zimmer – und mehr kommen
Mit den drei Neuzugängen zählt das DACH-Portfolio der Radisson Hotel Group jetzt 81 Hotels mit mehr als 18.000 Zimmern im Betrieb oder in Entwicklung. Das Wachstum läuft über das Franchise-Modell – ein Weg, den viele große Gruppen gerade konsequent verfolgen, weil er Kapital schont und lokalen Eigentümern mehr Eigenverantwortung lässt.
1912 Hotels tritt dabei als Entwicklungspartner auf. Wer hinter dem Unternehmen steckt und wie viele Häuser bereits unter diesem Label laufen, ist aus den vorliegenden Quellen nicht näher belegt.
- 81 Hotels im Betrieb oder in Entwicklung (Stand: 2025)
- 18.000+ Zimmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz
- Drei neue Standorte: Ahlbeck, Wien, Lustenau
- Expansionspartner: 1912 Hotels
- Radisson Individuals hat weltweit die 100-Hotel-Marke geknackt
Drei Lagen mit verschiedenen Profilen
Ahlbeck auf Usedom ist ein klassisches Seebad-Ziel mit starkem Feriengast-Aufkommen – ein Markt, in dem Markenhotellerie bislang weniger präsent ist als in Großstädten. Wien gehört zu den meistbesuchten Stadtzielen Europas und ist für internationale Ketten ohnehin Pflichtprogramm. Lustenau in Vorarlberg liegt nahe der Schweizer Grenze und profitiert von MICE-Nachfrage aus dem Bodenseeraum und dem Wirtschaftsraum Rheintal.
Welche Marken des Radisson-Portfolios an den drei Standorten zum Einsatz kommen – ob Radisson Blu, Radisson RED, Radisson Individuals oder eine andere Linie –, geht aus den verfügbaren Quellen nicht hervor.
Radisson Individuals knackt die 100-Hotel-Marke
Parallel zur DACH-Expansion meldet die Gruppe einen globalen Meilenstein: Radisson Individuals, das Soft-Brand-Konzept für unabhängige Hotels mit Markensupport, hat die Marke von 100 Häusern weltweit überschritten. Das zeigt, wohin der Trend geht – weg vom uniformen Markenauftritt, hin zu flexiblen Partnerschaftsmodellen, die den Charakter eines Hauses erhalten.
Soft Brands wie Radisson Individuals sind für unabhängige Eigentümer attraktiv, weil sie Vertriebskraft und Loyalitätsprogramm einer Großgruppe nutzen können, ohne das komplette Marken-Korsett anlegen zu müssen.Wachstum mit System – nicht nur mit Volumen
Radisson verweist selbst darauf, dass gezielte Renovierungen und Repositionierungen Teil der DACH-Strategie sind – nicht nur Neuzugänge. Das klingt nach einem zweistufigen Ansatz: Bestand optimieren, parallel Netz ausbauen. Für Franchise-Nehmer und Eigentümer bedeutet das: Die Gruppe investiert in Markenqualität, nicht nur in Zimmeranzahl.
Ob der Wachstumskurs in dieser Geschwindigkeit anhält, hängt unter anderem davon ab, wie sich die Investitionsbereitschaft im Hotel-Entwicklungsmarkt entwickelt. Bauzinsen und gestiegene Baukosten machen Neubauprojekte seit 2022 schwieriger kalkulierbar – Conversions und Franchise-Deals mit Bestandshotels gewinnen deshalb an Bedeutung.

