Die Zukunft der Revo Hospitality Group nimmt Form an: Fünf internationale Investoren und Hotelgruppen übernehmen 120 Hotels aus dem Portfolio. Die Insolvenz in Eigenverwaltung läuft seit Januar 2026, betroffen sind Häuser unter Marken wie Hilton, Accor und Wyndham.
Revo galt laut den vorliegenden Angaben als Europas größter Hotelbetreiber. Nach dem Insolvenzantrag für 138 Hotelgesellschaften in Berlin läuft die Suche nach einer Lösung für 175 Hotels in Deutschland weiter.
Was jetzt mit dem Revo-Portfolio passiert
Das Revo-Portfolio wird aufgeteilt. Nach Angaben aus der Recherche übernehmen fünf internationale Investoren und Hotelgruppen 120 Hotels. Für die übrigen Häuser laufen die Gespräche weiter.
Die Insolvenz in Eigenverwaltung betrifft nicht nur eine einzelne Gesellschaft, sondern ein großes Geflecht mit hunderten Einheiten. Mitte Januar 2026 meldete die Revo Hospitality Group für einen Großteil des Firmengeflechts Insolvenz an. Im Portfolio stehen laut den vorliegenden Angaben 250 Hotels.
120 Hotels gehen an fünf Käufer. 250 Hotels nennt die Revo-Gruppe im Portfolio. In Deutschland standen 175 Hotels im Fokus des Verfahrens, davon 165 in einer früheren Meldung als betroffen genannt.
Warum die Lage so schnell kippte
Ein Blick auf die jüngsten Fälle zeigt ein Muster. Binnen 15 Monaten seien mit Lindner, Achat und Revo drei große Hotelbetreiber in die Insolvenz geraten. Als gemeinsame Faktoren nennt die Recherche hohe Fixkosten und langfristige Pachtverträge.
Genau das trifft viele Betreiber hart: Wenn Pacht, Personal und laufende Kosten oben bleiben, aber die Auslastung schwankt, wird es eng. Dann hilft auch eine starke Marke nicht mehr automatisch. Klingt nüchtern? Ist es auch.
- hohe Fixkosten
- langfristige Pachtverträge
- Druck auf die Liquidität
Welche Häuser besonders im Fokus stehen
Im Portfolio tauchen Hotels auf, die unter Marken wie Hilton, Accor oder Wyndham laufen. Das zeigt: Revo war nicht nur mit einer Marke unterwegs, sondern als Betreiber in vielen unterschiedlichen Konstellationen aktiv.
Für den Markt ist das wichtig. Denn die Frage betrifft nicht nur Eigentümer und Gläubiger, sondern auch Teams vor Ort, Franchise-Strukturen und laufende Betreiberverträge. In Hessen betreibt die Revo Group rund 20 Hotels, heißt es in den vorliegenden Angaben.
Die nächsten Schritte
Die Verantwortlichen sprechen weiter von guten Chancen, fast alle betroffenen Häuser zu retten. Ob das klappt, hängt an den Details: Wer übernimmt, zu welchen Konditionen und mit welchem Konzept für die einzelnen Standorte?
Das Verfahren läuft damit nicht nur juristisch, sondern auch operativ weiter. Für Hoteliers in vergleichbaren Situationen ist das ein klares Signal: Wer zu stark auf Pachtmodelle setzt, braucht im Gegenwind sehr schnell einen Plan B.
- 120 Hotels sind bereits an fünf Käufer vergeben
- 175 Hotels in Deutschland bleiben Teil des Verfahrens
- 250 Hotels nennt Revo als Gesamtportfolio
- Betroffen sind Häuser unter mehreren internationalen Marken
Quelle: Amtsgericht Berlin-Charlottenburg


