Michael Hopf führt ab sofort das JW Marriott Hotel Berlin. Der gebürtige Berliner kommt aus Warschau zurück und soll die geplante Modernisierung des Hauses begleiten. Vor ihm hatte Arne Klehn das Amt inne.
Für Berlin ist das mehr als ein Personalwechsel. Das Hotel zählt zu den großen Konferenzadressen der Stadt und bringt 505 Zimmer sowie 5.383 Quadratmeter Tagungsfläche mit.
Rückkehr nach Berlin mit klarem Auftrag
Michael Hopf übernimmt die Leitung des JW Marriott Hotel Berlin und kehrt damit in seine Heimatstadt zurück. Laut der Mitteilung will er die weitere Positionierung des Hauses begleiten und die geplanten Modernisierungsmaßnahmen vorantreiben.
Sein Wechsel kommt aus dem Business- und Konferenzhotel The Westin Warsaw, wo er seit 2017 als General Manager gearbeitet hat. Zuvor war er in mehreren Marriott- und Kempinski-Häusern aktiv, unter anderem in Berlin, Moskau und Baku.
Adresse im Kern: Berlin-Tiergarten
Zimmer: 505 Gästezimmer
Tagungsfläche: 5.383 Quadratmeter
F&B: acht gastronomische Outlets
Stationen in drei Ländern
Hopfs Weg in die Hotellerie begann 1998 im Hotel Adlon Kempinski Berlin. Dort arbeitete er im Guest Service, unter anderem als Concierge, Doorman und Bellman. Danach sammelte er erste internationale Erfahrung in St. Moritz und am Comer See.
2007 ging es nach Moskau ins Hotel Baltschug Kempinski Moscow. Dort leitete er als Chief Concierge ein Team mit 35 Mitarbeitenden. Zusätzlich übernahm er operative Aufgaben als Front Office Manager und Manager on Duty.
2011 folgte der Schritt ins Senior Management im Kempinski Hotel Badamdar in Baku. Dort arbeitete er als Executive Assistant Manager und übernahm zeitweise als Acting Hotel Manager die Gesamtverantwortung.
Pre-Opening und Markenwechsel
2013 kehrte Hopf nach Moskau zurück, diesmal ins Hotel Nikolskaya Kempinski Moscow. Dort war er Teil des Pre-Opening-Teams als Executive Assistant Manager - Rooms und begleitete später die Transformation des Hauses zur Marke St. Regis.
- 1998: Start im Hotel Adlon Kempinski Berlin
- 2007: Wechsel nach Moskau ins Hotel Baltschug Kempinski
- 2011: Führungsebene in Baku
- 2013: Pre-Opening in Moskau
- 2016/2017: Warschau, zuerst Hotelmanager, dann General Manager
Warum dieser Wechsel für Berlin zählt
Das JW Marriott Hotel Berlin gehört zu den bekannten Veranstaltungsadressen der Hauptstadt. 505 Zimmer, acht gastronomische Outlets und mehr als 5.000 Quadratmeter Tagungsfläche machen das Haus vor allem für Kongresse, Firmenveranstaltungen und größere Gruppen interessant.
Genau dort liegt auch die Aufgabe für Hopf: ein großes Full-Service-Hotel mit viel Betrieb, vielen Zielgruppen und hoher Taktung zu steuern. Das braucht Routine. Und ein klares Team dahinter.
Was Hopf mitbringt und was jetzt zählt
Dafuer spricht
- Er kennt Marriott- und Kempinski-Strukturen aus mehreren Märkten.
- Er hat Hotelbetrieb, Front Office und Pre-Opening erlebt.
- Er kommt mit Erfahrung aus Konferenz- und Businesshotels zurück.
Dagegen spricht
- Berlin ist ein anderer Markt als Warschau oder Baku.
- Modernisierung im laufenden Betrieb kostet Nerven im Team.
- Große Häuser reagieren selten schnell, eher sauber und in Etappen.
Die neue Führungsspitze in Berlin
Im JW Marriott Hotel Berlin kommt mit Hopf Bewegung in die Führungsstruktur. Arne Klehn ist nach Hamburg gewechselt und hat dort die Rolle des Complex General Manager für das Hamburg Marriott Hotel und das Renaissance Hamburg Hotel übernommen.
Zusätzlich kam Anfang Mai 2026 Alfred Haddad als Hotelmanager dazu. Er bringt Erfahrung aus verschiedenen Marriott-Positionen mit, zuletzt aus dem Marriott Marquis City Center Doha.
Für den Berliner Markt ist das spannend, weil Marriott damit zwei Ebenen neu ordnet: die operative Führung im Haus und die strategische Steuerung der Marke vor Ort. Das klingt trocken. Ist es aber nicht. In einem Hotel dieser Größe merkt man solche Wechsel ziemlich schnell – bei Abläufen, Gästen und im Team.
- Neuer GM: Michael Hopf
- Rückkehr in seine Heimatstadt Berlin
- Vorher: General Manager im The Westin Warsaw
- Hotelgröße: 505 Zimmer
- Tagungsfläche: 5.383 Quadratmeter
Was jetzt für das Hotel wichtig wird
Wenn ein großes Stadthotel seine Führung neu aufstellt, läuft selten alles sofort sichtbar anders. Erst kommen Gespräche im Team, dann Prioritäten, dann die Umsetzung. Genau deshalb ist der Hinweis auf geplante Modernisierungsmaßnahmen relevant. Denn bei einem Haus mit Kongressgeschäft, mehreren F&B-Angeboten und starkem Veranstaltungsfokus zählt jedes Detail.
Für Beobachter der Berliner Hotellerie lohnt sich der Blick auf die nächsten Monate: Wie schnell setzt das Team unter Hopf neue Akzente? Und welche Bereiche spürt der Gast zuerst? Check-in, Zimmer, F&B, Meeting-Etage — dort entscheidet sich, ob ein Wechsel nur auf dem Papier steht oder im Betrieb ankommt.


