Das Wichtigste in Kürze

Booking.com hat nach eigenen Angaben mehr als 13.300 LGBTQ+-Reisende aus 19 Ländern befragt. Nur 31 Prozent sagen, dass sie unterwegs offen leben, und 40 Prozent würden ihre Identität verbergen, um ein Bucket-List-Ziel zu besuchen.

Die Zahlen zeigen vor allem eines: Für viele geht es beim Reisen nicht nur um Hotel, Flug oder Preis. Es geht auch um Sicherheit, Sichtbarkeit und die Frage, ob du dich am Zielort frei bewegen kannst.

Was die Umfrage zeigt

Die Kernaussage ist klar: Ein großer Teil der LGBTQ+-Community passt sich auf Reisen an. Laut Booking.com liegen die Gründe auf der Hand — wer nicht sicher ist, wie offen ein Reiseziel mit queeren Gästen umgeht, hält sich eher zurück.

Booking.com verweist in der Studie auf mehr als 13.300 befragte LGBTQ+-Reisende in 19 Ländern. 31 Prozent sagen, dass sie unterwegs offen sind. 40 Prozent würden ihre Identität sogar verstecken, wenn das Reiseziel ganz oben auf ihrer Liste steht.

Zahlen aus der Studie

13.300+ befragte LGBTQ+-Reisende
19 Länder
31 % offen unterwegs
40 % würden sich für ein Bucket-List-Ziel verbergen

Warum das für Hotels und Gastgeber zählt

Für die Branche ist das kein Randthema. Wenn Gäste schon vor der Anreise abwägen, ob sie sich vor Ort sicher fühlen, wirkt sich das direkt auf Buchung und Loyalität aus. Das betrifft Hotels, Ferienunterkünfte, Restaurants und Destinationen gleichermaßen.

Worauf Gäste heute achten

  • klare Signale für ein respektvolles Umfeld
  • sichtbare Haltung in Kommunikation und Team
  • reale Erfahrungen anderer Gäste statt Werbesprache
  • transparente Antworten auf Sicherheitsfragen
Das Thema ist unbequem, aber simpel: Wer sich nicht sicher fühlt, bucht anders. Oder gar nicht.

Was Destinationen jetzt tun müssen

Die Studie liefert keine PR-Story für Hochglanzkampagnen. Sie zeigt ein Betriebsproblem. Wenn Häuser und Regionen queerfreundlich sein wollen, reicht ein Regenbogenlogo im Juni nicht aus.

Konkrete Hebel im Alltag

  1. Teamtrainings für Front Office, F&B und Housekeeping.
  2. klare House Rules gegen Diskriminierung.
  3. sichtbare Ansprechpersonen bei Problemen.
  4. Kommunikation, die nicht nur laut, sondern präzise ist.

Gerade bei Reisezielen, die stark von internationalen Gästen leben, ist das mehr als ein Image-Thema. Es entscheidet mit darüber, ob sich ein Marktsegment wohlfühlt — oder ausweicht.


Einordnung für die Branche

Booking.com legt mit dieser Umfrage einen Punkt offen, den viele Betriebe gern ausblenden. Offenheit auf Reisen ist kein Bonus. Sie ist für viele die Voraussetzung, überhaupt zu reisen.

Wer das ernst nimmt, muss an Abläufen, Sprache und Haltung arbeiten. Das kostet weniger als ein Rebranding. Bringt aber mehr.

HÄUFIGE FRAGEN

Was hat Booking.com herausgefunden?

Laut der Umfrage sind nur 31 Prozent der befragten LGBTQ+-Reisenden unterwegs offen. 40 Prozent würden ihre Identität sogar verbergen, um ein Bucket-List-Ziel zu besuchen.

Wie groß war die Studie?

Booking.com nennt mehr als 13.300 befragte LGBTQ+-Reisende aus 19 Ländern.

Warum ist das für Hotels wichtig?

Weil Sicherheit und Sichtbarkeit für viele Gäste schon vor der Buchung eine Rolle spielen. Wer sich nicht wohlfühlt, bucht anders oder verzichtet ganz.

Reicht ein Regenbogenlogo im Marketing?

Nein. Die Studie zeigt, dass es um echte Abläufe, Haltung und Teamverhalten geht, nicht nur um Kampagnen.

Was sollten Betriebe konkret tun?

Hilfreich sind klare Regeln gegen Diskriminierung, Schulungen fürs Team und eine Kommunikation, die respektvoll und konkret bleibt.
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