Riyadh Air hat von der U.S. Department of Transportation die vorläufige Genehmigung bekommen, Flüge in die USA anzubieten. Die Airline hat den Antrag am 5. Mai 2026 gestellt und arbeitet weiter auf den kommerziellen Start hin.
Chef Tony Douglas will die Strecke in den US-Markt ausbauen und hat die Ostküste als Ziel genannt. Dazu kommt die frühe Partnerschaft mit Delta Air Lines — ein klarer Versuch, sich vor dem Start Zugang zu Netzwerken und Vertrieb zu sichern.
Was die DOT-Freigabe konkret bedeutet
Die US-Verkehrsbehörde hat Riyadh Air am 16. Juni 2026 die Erlaubnis gegeben, Flüge zwischen Saudi-Arabien und den USA aufzunehmen. Im DOT-Beschluss steht laut Reuters, dass das öffentliche Interesse die Genehmigung stütze.
Das ist noch kein Beweis für tägliche Linienflüge oder ein fertiges Streckennetz. Aber ohne diese Freigabe geht in den USA nichts. Für eine neue Airline ist das ein harter Gatekeeper-Moment. Jetzt kann Riyadh Air den nächsten Schritt Richtung Verkauf, Partnerschaften und Streckenplanung gehen.
Antrag: 5. Mai 2026
Behörde: U.S. Department of Transportation
Ziel: Flüge zwischen den USA und Saudi-Arabien
Warum die Ostküste wichtig ist
Tony Douglas hat laut Skift gesagt, dass Riyadh Air eine Präsenz an der US-Ostküste will. Das ist kein Zufall. Dort sitzen große Umsteigepunkte, starke Firmenkunden und viele internationale Reisende. Wer den Osten der USA angreift, zielt meist nicht nur auf New York. Es geht auch um Anschlussverkehr, Premium-Nachfrage und Sichtbarkeit.
Was dahinter steckt
- US-Partner bringen Reichweite, bevor das eigene Netz groß genug ist.
- Ostküsten-Hubs liefern Anschluss in viele Märkte.
- Geschäftsreisende und Umsteiger sorgen oft früher für belastbare Nachfrage als reine Urlaubsrouten.
Für Riyadh Air passt das ins Bild. Die Airline will bis 2030 100 Ziele erreichen. Das hat das Unternehmen mehrfach kommuniziert, unter anderem in der Berichterstattung von Skift. Das ist ambitioniert. Und teuer.
Delta als Türöffner für den US-Markt
Riyadh Air hat sich früh mit Delta Air Lines angenähert. Das ist strategisch klug. Delta bringt einen dichten US-Fußabdruck, Markenbekanntheit und Verkaufskraft mit. Riyadh Air bekommt damit nicht automatisch Passagiere, aber einen Anker im Markt.
Worauf es jetzt ankommt
- funktionierende Interline- oder Codeshare-Strukturen
- klare Umsteigeverbindungen an der Ostküste
- saubere Einbindung in Buchungssysteme und Vertriebskanäle
- verlässliche Flugzeugauslieferungen
Genau da liegt der Haken. Die Airline hatte laut Skift bereits mit Lieferverzögerungen bei Flugzeugen zu tun. Für eine neue Langstreckenairline ist das bitter, weil jedes verspätete Flugzeug sofort den Flugplan drückt.
Was das für die Branche bedeutet
Riyadh Air gehört zur nächsten Welle im Golfmarkt. Saudi-Arabien baut den Luftverkehr gerade massiv aus, und neue Verbindungen in die USA passen zur größeren Wachstumsstrategie des Landes. Für Reisende kann das mehr Auswahl bringen. Für Wettbewerber erhöht es den Druck auf Routen, Preise und Partnerschaften.
Spannend wird vor allem, wie Riyadh Air die ersten US-Strecken besetzt. Direktflüge nach Saudi-Arabien sind für viele Reisende noch kein Standardprodukt. Wenn die Airline aber mit guten Umsteigeoptionen, starkem Premiumprodukt und Delta-Anbindung startet, wird das schnell ernst.
Die offenen Fragen
- Welche US-Stadt kommt zuerst?
- Wann startet der reguläre Linienbetrieb?
- Wie schnell liefert Airbus die geplanten Jets?
Die Freigabe ist also ein großer Schritt. Mehr noch nicht. Aber ein wichtiger. Und für eine Airline ohne eigenen Rückenwind aus jahrzehntelanger Marktbasis zählt genau so ein Startsignal.

