Am 20. Mai 2026 startete die internationale Themenwoche „Türkische Küche“ mit einem Auftaktdinner im Titanic Hotel am Gendarmenmarkt in Berlin. Laut openPR kamen rund 120 geladene Gäste aus Touristik, Diplomatie, Medien und Kultur zusammen.
Im Mittelpunkt stand nicht nur Essen, sondern die Idee von Küche als kulturellem Erbe. Das 6-Gänge-Menü setzte auf Keşkek, Kuzu Tandır, Baklava, Dolma und Helva.
Worum es bei der Themenwoche geht
Die Aktion wird vom Ministerium für Kultur und Tourismus der Republik Türkiye und der Türkischen Tourismusförderungs- und Entwicklungsagentur (TGA) getragen. Unterstützt wurde der Auftakt laut Quelle auch von der Botschaft der Republik Türkiye, Turkish Airlines und Titanic Hotels.
Die Botschaft dahinter ist klar: Türkische Küche soll nicht nur als Sammlung einzelner Gerichte auftauchen, sondern als lebendige Esskultur mit Ritualen, regionalen Prägungen und gemeinsamer Weitergabe über Generationen.
Datum: 20. Mai 2026
Ort: Titanic Hotel am Gendarmenmarkt, Berlin
Gäste: rund 120 geladene Besucher
Menü: 6 Gänge mit Keşkek, Kuzu Tandır, Baklava, Dolma und Helva
Was das Menü zeigen sollte
Das Menü war kein dekorativer Beifang. Es war ein kuratiertes Argument. Keşkek steht laut Quelle für gemeinsames Feiern und kollektives Engagement. Kuzu Tandır verweist auf Migration und Reisen. Baklava zeigt Handwerk und Weitergabe von Wissen.
Die Gerichte im Überblick
- Keşkek: langsam gekochtes Weizen- und Fleischgericht, UNESCO-gelistet.
- Kuzu Tandır: langsam gegartes Lamm, in der Quelle mit Reisen und Migration verbunden.
- Baklava: steht für handwerkliche Präzision und tradierte Techniken.
- Dolma: zeigt Vielfalt innerhalb einer gemeinsamen kulinarischen Sprache.
- Helva: wird mit Solidarität und Erinnerung verbunden.
Das wirkt weniger wie ein Dinner und mehr wie ein Kulturabend mit Besteck. Klingt streng? Vielleicht. Aber genau so funktioniert viel kulinarische Kommunikation inzwischen: Ein Gericht erzählt eine Geschichte, wenn jemand sie sauber aufzieht.
Warum Berlin dafür ein passender Ort ist
Berlin bringt für solche Formate die richtige Mischung mit: Diplomatie, Medien, Touristik und eine Gastro-Szene, die internationale Küchen nicht nur kennt, sondern im Alltag verhandelt. Dazu kommt der symbolische Rahmen eines Hotels am Gendarmenmarkt, also mitten in einer Stadt, in der Botschaften und Reisemarken ohnehin nah beieinander liegen.
Für die Branche ist das interessant, weil Essen hier als Teil von Destination Branding auftaucht. Wer nach Türkiye reist, bekommt laut Quelle nicht nur Frühstück, Mittagessen und Abendessen, sondern eine Kette aus regionalen Spezialitäten und Gastfreundschaft.
Was Hotellerie und Touristik daraus mitnehmen können
- Ein Menü kann ein Herkunftsthema greifbar machen, wenn die Gerichte sauber erklärt werden.
- Ein Event wirkt stärker, wenn es mit echten Geschichten hinter den Speisen arbeitet.
- Hotels werden zu Bühnen für Kultur, nicht nur für Bewirtung.
Was an der Kommunikation auffällt
Der Text der Veranstalter setzt stark auf kulturelles Erbe, Gemeinschaft und Austausch. Das sind keine neuen Schlagworte, aber hier hängen sie an konkreten Speisen und an einem klaren Anlass: einem Auftaktdinner zum Start einer internationalen Themenwoche.
Genau das macht die Meldung brauchbar für die Branche. Sie zeigt, wie Destinationen Kulinarik als weiches, aber wirksames Instrument einsetzen. Nicht mit großen Versprechen. Mit einem gedeckten Tisch.
Einordnung für den Markt
Für Hotels, Reiseveranstalter und Gastro-Teams ist das ein gutes Beispiel für kulturelles Storytelling ohne Kitsch. Der Hebel liegt nicht im Marketing-Sprech, sondern in der Übersetzung von Herkunft in ein konkretes Erlebnis. Ein Tisch. Sechs Gänge. Rund 120 Gäste. Mehr braucht es oft nicht.
Wer ähnliche Formate plant, sollte genau dort ansetzen: bei einem klaren Thema, einer kleinen Zahl starker Gerichte und einer nachvollziehbaren Geschichte dahinter.


