UN Tourism hat gemeinsam mit dem Bahamas-Ministerium für Tourismus, Investitionen und Luftfahrt erstmals einen Innovationswettbewerb für die Karibik ausgerichtet. Sechs Startups gewannen beim „Sustainable Islands Challenge“ – mit Lösungen für Meeresschutz, Community-Tourismus und grüne Technologien. Das Forum fand am 1. Mai 2026 in Nassau statt und soll den Startpunkt für eine regionsweite Innovationskultur markieren.
Nassau, Bahamas. Die Karibik hat einen neuen Anspruch formuliert: Inselreiseziele sollen nicht nur Kulisse sein, sondern Pioniere. Beim ersten UN Tourism Sustainable Island Innovation Forum im Margaritaville Beach Resort Nassau haben sechs Startups bewiesen, dass aus der Region heraus echte Antworten auf die drängendsten Fragen des Tourismus entstehen können.
Was beim Forum passiert ist
Gestartet wurde die Initiative bereits im August 2025 – als strategische Partnerschaft zwischen den Bahamas und UN Tourism. Das gemeinsame Ziel: Tourismus, der von Grund auf resilienter, innovativer und tragfähiger wird. Nicht auf dem Papier, sondern in der Praxis.
Der Wettbewerb – der „Sustainable Islands Challenge“ – sollte laut Veranstalter das aufkeimende Startup-Ökosystem der Region sichtbar machen und gleichzeitig den Bedarf an karibik-übergreifender Zusammenarbeit, mehr Investitionen und stärkeren Public-Private-Partnerships unterstreichen.
Bahamas-Tourismusminister Chester Cooper eröffnete das Forum und machte die Stoßrichtung klar: Die Bahamas wollen sich als Hub für technologiegetriebenen, nachhaltigen Tourismus positionieren – und damit zeigen, dass kleine Inselstaaten große Ideen exportieren können.
- Ozean- und Meeresschutz
- Community-Tourismus (Einbindung lokaler Gemeinschaften)
- Grüne Technologien für den Tourismossektor
Insgesamt wurden sechs Startups aus dem ersten karibischen UN Tourism Innovationswettbewerb als Gewinner ausgezeichnet. Angaben zu den einzelnen Unternehmensnamen lagen zum Redaktionsschluss nicht vor.
Warum das für die Branche zählt
Karibische Inselstaaten stehen vor einer doppelten Herausforderung: Sie sind besonders stark von Klimawandel und Naturkatastrophen betroffen – und gleichzeitig wirtschaftlich stark vom Tourismus abhängig. Wer hier Tourismus betreibt, braucht Konzepte, die mit Extremwetter, steigendem Meeresspiegel und sinkender Biodiversität umgehen können.
Genau deshalb ist der Ansatz von UN Tourism und den Bahamas mehr als ein PR-Event. Startups, die Lösungen für Meeresschutz oder Community-Beteiligung entwickeln, arbeiten an Grundlagen, ohne die Ferntourismus in der Karibik mittelfristig nicht haltbar ist.
Was als Nächstes kommt
Das Forum war als Auftakt gedacht, nicht als Abschluss. Die Partnerschaft zwischen UN Tourism und den Bahamas soll laut Veranstalterangaben Grundlage für weitere Initiativen in der Region sein. Ob weitere karibische Staaten eingebunden werden und wie die Gewinner-Startups konkret unterstützt werden, war zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch offen.
Klar ist: Die Karibik hat mit Nassau ein erstes Signal gesetzt. Ob daraus eine strukturierte Innovationsagenda für die gesamte Region wird, hängt davon ab, wie ernst Investoren und Regierungen die Ergebnisse nehmen.
- Datum: 1. Mai 2026, Nassau, Bahamas
- Veranstaltungsort: Margaritaville Beach Resort Nassau
- Partnerschaft: UN Tourism + Bahamas Ministry of Tourism, Investments and Aviation
- Initiative gestartet: August 2025
- Ausgezeichnet: 6 Startups in den Kategorien Meeresschutz, Community-Tourismus, Green Tech
- Ziel: Aufbau eines karibikweiten Startup-Ökosystems im Tourismus

