Das Wichtigste in Kürze

Die US-Hotellerie legt wieder zu. Laut CoStar lag der RevPAR auf einer gleitenden Zehn-Wochen-Basis bis 13. Juni 2026 um 6,7 Prozent über Vorjahr, in der Woche bis 20. Juni sogar um 9,7 Prozent.

Neu ist vor allem die Breite: Luxus führt zwar mit 17,4 Prozent Plus, aber auch Upscale, Mid-Market und Motels wachsen wieder. Das sieht nach echter Erholung aus — nicht nach einem kurzen FIFA-WM-Effekt.

Was gerade in den USA passiert

Die US-Hotellerie bekommt wieder mehr Nachfrage. Und zwar aus zwei Richtungen: Geschäftskunden reisen unter der Woche, Freizeitgäste kommen dazu. Genau diese Mischung treibt die Zahlen nach oben.

Im Skift-Artikel vom 25. Juni 2026 heißt es, dass die Entwicklung auf einer Zehn-Wochen-Basis läuft und damit nicht nur einen Ausreißer zeigt. Die Daten stammen von CoStar und erfassen den gesamten US-Markt.

Die wichtigsten Zahlen
  • RevPAR: +6,7 % auf Zehn-Wochen-Basis bis 13. Juni 2026
  • RevPAR: +9,7 % in der Woche bis 20. Juni 2026
  • Luxus: +17,4 %
  • Upscale: +9 %
  • Mid-Market: +3 %
  • Motels: +1,7 %

Warum das mehr ist als ein Luxus-Story

Lange hing die US-Erholung am oberen Ende des Markts. Genau das kippt jetzt langsam. Laut Skift zeigen die Zahlen erstmals in dieser Erholungsphase Zuwächse über alle Chain Scales hinweg: Economy, Midscale, Upscale und Luxury.

Marriott spricht in seiner Berichterstattung ebenfalls davon, dass sich die Nachfrage in den USA breiter verteilt. Das Unternehmen verweist auf eine stärkere Entwicklung bei Select-Service-Hotels im ersten Quartal. Die Einordnung passt zum Bild aus dem Skift-Artikel.

Spannend ist vor allem der Mid-Market. Der hing in den letzten Jahren oft hinterher. Genau dort sieht man jetzt wieder Bewegung.

Wer bucht gerade?

Unter der Woche läuft es besser

Der stärkste Teil der Nachfrage kommt Montag bis Donnerstag. Das spricht klar für Geschäftsreisen. Wenn Wochenenden den Ausschlag gäben, sähe die Kurve anders aus.

Skift schreibt außerdem, dass Gruppenbuchungen weiter robust sind. Dazu kommt: Die aktuelle Dynamik begann vor dem World-Cup-Effekt. Das nimmt dem Turnier den Glanz als alleiniger Treiber.

Freizeit bleibt da, aber sie erklärt nicht alles

Leisure-Nachfrage spielt mit, trägt die Erholung aber nicht allein. Das ist wichtig, weil viele Häuser in den USA noch immer auf einen reinen Urlaubsaufschwung hoffen. Der kommt, aber offenbar verteilt er sich anders als gedacht.

  • Business Travel bringt die Grundauslastung
  • Gruppen stabilisieren die Peaks
  • Freizeitgäste füllen zusätzlich, vor allem an Randtagen

Wo die Risiken liegen

Die Marktbeobachter schauen trotzdem auf mehrere Bremsklötze. Im Skift-Text werden ein längerer Konflikt mit Iran, neue Zolldebatten und frühe Re-Inflation genannt. Gemeint sind vor allem höhere Spritpreise und steigende Kosten durch AI-Rechenzentren.

Der Kern ist simpel: Wenn Haushaltskosten schneller steigen als Löhne, wird Reisen wieder teurer. Dann kippt schnell die Bereitschaft, spontan zu buchen oder Upgrades mitzunehmen.

Was für die Erholung spricht — und was dagegen

Dafür spricht

  • RevPAR wächst über mehrere Wochen
  • Alle Chain Scales legen zu
  • Unter der Woche bleibt die Nachfrage stark

Dagegen spricht

  • Makrorisiken können Haushaltsbudgets drücken
  • Tarif- und Energiekosten bleiben ein Thema
  • Die Lage hängt weiter an Geschäftsreisen

Was Hoteliers daraus lesen sollten

Für Hotels in den USA heißt das: Nicht nur die Luxushäuser gewinnen. Auch solide Midscale- und Select-Service-Produkte kommen wieder ins Spiel. Das verschiebt den Wettbewerb, weil nicht mehr nur das obere Preissegment dominiert.

Wer in der Branche arbeitet, sollte jetzt auf zwei Dinge achten: saubere Wochentagsraten und Gruppenraten mit klarer Verfügbarkeit. Der Markt zeigt gerade, dass Nachfrage da ist — aber sie verteilt sich sehr gezielt.


Die Richtung stimmt. Noch ist das keine Entwarnung für den Rest des Jahres. Aber die Zahlen zeigen: Die US-Hotellerie lebt nicht mehr nur von Luxus und Großevents.

HÄUFIGE FRAGEN

Was zeigt der aktuelle US-Hoteltrend?

Die Nachfrage zieht wieder an. Laut CoStar lag der RevPAR auf Zehn-Wochen-Basis bis 13. Juni 2026 um 6,7 Prozent über Vorjahr, in der Woche bis 20. Juni um 9,7 Prozent.

Warum ist das mehr als ein Luxus-Effekt?

Weil die Zuwächse nicht nur im Luxus liegen. Auch Upscale, Mid-Market und Motels legen wieder zu, also breitet sich die Erholung breiter über den Markt aus.

Welche Nachfrage trägt die Entwicklung gerade?

Vor allem die Wochentage laufen stark, also Montag bis Donnerstag. Das spricht für Business Travel, dazu kommen stabile Gruppenbuchungen und Freizeitgäste.

Welche Risiken können die Erholung bremsen?

Skift nennt vor allem geopolitische Spannungen, neue Zolldebatten und frühe Re-Inflation. Wenn Haushaltskosten steigen, wird Reisen schnell wieder vorsichtiger geplant.
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