Ein Trio rund um den Münchner Gastronomen Manfred Kneifel übernimmt eines der bekanntesten Zelte auf dem Oktoberfest. Nach mehreren Verzögerungen beim Vergabeverfahren steht der Zuschlag jetzt fest. Neben dem Betreiberwechsel ändert sich auch die Brauerei, die das Zelt künftig beliefert.
Langer Weg zum Zuschlag
Wiesn-Zelte sind kein normales Gastgewerbe. Wer auf der Theresienwiese einen Platz bekommt, hat jahrelange Beziehungen, ein überzeugendes Konzept und das Vertrauen der Stadt München nötig. Beim jetzt neu vergebenen Kultzelt hat das Vergabeverfahren deutlich länger gedauert als üblich – mehrfache Verzögerungen schoben die Entscheidung immer wieder nach hinten.
Nun ist klar, wer zum Zug kommt: ein Trio mit Manfred Kneifel an der Spitze. Die drei Betreiber gelten in der Münchner Gastronomieszene als erfahrene Profis, die das Handwerk von der Pike auf kennen. Details zum genauen Konzept und zum Start kommuniziert die Stadt München bislang zurückhaltend.
Brauerei wechselt mit
Nicht nur die Betreiber sind neu – auch die Brauerei, die das Zelt künftig beliefert, wechselt. Das ist auf der Wiesn keine Kleinigkeit. Welches Bier in einem Festzelt ausgeschenkt wird, prägt das Zelt genauso wie Musik, Dekoration oder Tischreservierungspolitik. Konkrete Angaben zur neuen Brauerei-Partnerschaft lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht vollständig vor.
- Das 191. Oktoberfest findet vom 19. September bis 4. Oktober 2026 auf der Theresienwiese in München statt.
- Das Fest wird offiziell von der Landeshauptstadt München ausgerichtet.
- Die Zelt-Vergabe liegt in der Verantwortung der Stadt und folgt einem mehrstufigen Bewerbungsverfahren.
- Betreiberwechsel sind selten – umso mehr Aufmerksamkeit erhält der Vorgang in der Branche.
Was das für die Branche bedeutet
Ein Zeltwechsel auf dem Oktoberfest ist mehr als eine lokale Gastro-News. Die Wiesn ist eines der umsatzstärksten gastronomischen Ereignisse weltweit – und ein Platz auf der Theresienwiese gilt in der Branche als Ritterschlag. Wer dort erfolgreich wirtschaftet, braucht Logistik-Erfahrung, belastbares Personal und die Fähigkeit, in wenigen Wochen mehrere hunderttausend Gäste zu bewirten.
Für das Team um Kneifel beginnt damit eine intensive Vorbereitungsphase. Bis zum 19. September 2026 bleibt nicht viel Zeit, um Konzept, Ausstattung, Personalplanung und Brauerei-Koordination unter einen Hut zu bringen.
Was noch unklar bleibt
Zum jetzigen Zeitpunkt sind mehrere Fragen offen, die für die Gastronomie-Fachöffentlichkeit relevant sind:
- Welche Brauerei übernimmt die Bierlieferung konkret?
- Wie stark verändert das neue Trio das bisherige Zelt-Konzept inhaltlich?
- Bleibt der Name des Zelts erhalten oder gibt es eine Umbenennung?
- Wie gestaltet sich die Tischreservierungspolitik für 2026?
TURNDOWN wird berichten, sobald die Stadt München oder die neuen Betreiber weitere Details veröffentlichen.

