2025 hatten 26 Prozent der neuen Auszubildenden Abitur oder Fachhochschulreife. 43 Prozent brachten einen Mittleren Schulabschluss mit, 23 Prozent einen Ersten Schulabschluss. Im Zehn-Jahres-Vergleich ist der Abitur-Anteil damit von 28 auf 26 Prozent gefallen.
Die Berufsausbildung zieht auch Abiturientinnen und Abiturienten an. Das zeigt die neue Zahl der Woche von Destatis: 2025 hatten 26 Prozent der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge eine Hochschul- oder Fachhochschulreife im Gepäck.
- 26 Prozent mit Abitur oder Fachhochschulreife
- 43 Prozent mit Mittlerem Schulabschluss
- 23 Prozent mit Erstem Schulabschluss
- 3 Prozent ohne Ersten Schulabschluss
- Vergleich 2015: 28 Prozent mit Abitur
Wo Abitur besonders oft in die Ausbildung führt
Der Anteil schwankt je nach Ausbildungsbereich deutlich. Im öffentlichen Dienst lag er bei 48 Prozent, also knapp bei der Hälfte. In Industrie und Handel lag er bei 30 Prozent, bei den freien Berufen bei 27 Prozent.
Deutlich niedriger fiel der Wert im Handwerk aus: Dort starteten 16 Prozent der neuen Auszubildenden mit Abitur. In der Landwirtschaft lag der Anteil bei 22 Prozent, in der Hauswirtschaft bei 4 Prozent.
Was die Zahlen zeigen
Das Muster ist klar: Je stärker Verwaltung, Büro und spezialisierte Berufe den Bereich prägen, desto höher liegt der Anteil der Abiturientinnen und Abiturienten. Im Handwerk bleibt der Einstieg über andere Schulabschlüsse wichtiger.
Was hinter der Statistik steckt
Destatis erfasst die schulische Vorbildung beim Neuabschluss eines Ausbildungsvertrags nach dem Berufsbildungsgesetz und der Handwerksordnung. Nicht drin sind unter anderem Berufsfachschulen, Schulen des Gesundheitswesens und die Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann.
Erfasst wird der höchste allgemeinbildende Schulabschluss zum Start der dualen Ausbildung. Akademische oder berufliche Abschlüsse zählt die Statistik hier nicht mit.
Warum das für Betriebe zählt
- Mehr Schulabschlüsse bedeuten mehr unterschiedliche Erwartungen an Ausbildung.
- Abiturientinnen und Abiturienten fragen oft stärker nach Entwicklung, Verantwortung und Tempo.
- Handwerk, Industrie und öffentliche Arbeitgeber konkurrieren um dieselbe Gruppe.
Das ist kein Drama. Aber es verändert die Ansprache. Wer Ausbildung will, muss heute genauer zeigen, was danach kommt.
Für die Suche nach Fakten zur Berufsbildung verweist Destatis auf die Themenseite Berufliche Bildung und auf Bildungsindikatoren.

