2025 arbeiteten in Deutschland rund 2,2 Millionen Menschen befristet. Das entsprach 6,0 Prozent der Kernerwerbstätigen. Im Gastgewerbe lag der Anteil mit 8,8 Prozent spürbar höher.
Besonders oft trifft es Jüngere: Bei den 15- bis 25-Jährigen lag der Anteil befristeter Verträge bei 18,3 Prozent. Für Betriebe in Hotel, Restaurant und Küche bleibt das ein harter Faktencheck auf dem Arbeitsmarkt.
Was die Zahlen zeigen
Das Statistische Bundesamt meldet: 2025 hatten 6,0 Prozent aller Kernerwerbstätigen einen befristeten Arbeitsvertrag. 2015 lag der Wert noch bei 7,0 Prozent. Die Gesamtsumme lag bei rund 2,2 Millionen Menschen.
Zwischen den Geschlechtern gab es kaum Abstand. Bei Frauen lag der Anteil bei 6,2 Prozent, bei Männern bei 5,7 Prozent. Deutlich stärker fällt der Unterschied beim Alter aus.
Befristung in vier Zahlen
- Befristet Beschäftigte 2025
- 2,2 Mio.
- Anteil an Kernerwerbstätigen
- 6,0 %
- Gastgewerbe
- 8,8 %
- 15 bis 25 Jahre
- 18,3 %
Warum junge Leute stärker betroffen sind
Bei den 15- bis 25-Jährigen lag der Anteil befristeter Verträge bei 18,3 Prozent. In der Gruppe der 25- bis 35-Jährigen waren es 10,2 Prozent. Danach sinkt der Wert weiter: 5,6 Prozent bei den 35- bis 45-Jährigen, 3,8 Prozent bei den 45- bis 55-Jährigen und 2,8 Prozent bei den 55- bis 65-Jährigen.
Destatis verweist auf den Übergang vom Bildungs- ins Beschäftigungssystem. Genau dort landen viele Berufseinsteiger zuerst in einer befristeten Stelle. Das ist im Gastgewerbe Alltag. Und oft auch ein Problem, wenn Teams halten sollen.
- 15 bis 25 Jahre: 18,3 Prozent befristet
- 25 bis 35 Jahre: 10,2 Prozent
- 35 bis 45 Jahre: 5,6 Prozent
- 45 bis 55 Jahre: 3,8 Prozent
- 55 bis 65 Jahre: 2,8 Prozent
Warum das für Hotels und Restaurants zählt
Im Gastgewerbe lag der Anteil befristet Beschäftigter 2025 bei 8,8 Prozent. Das ist über dem Durchschnitt von 6,0 Prozent. Noch höher lag der Wert nur im Bildungssektor mit 11,2 Prozent, den Destatis ebenfalls nennt.
Was Betriebe daraus mitnehmen können
Befristete Verträge helfen bei Saisonspitzen, Eröffnungen oder Umbauten. Sie lösen aber keine Personalfrage. Wenn du Servicekräfte, Rezeption oder Küche auf Dauer stabil halten willst, brauchst du mehr als einen Endtermin auf dem Papier.
- Prüfe, welche Stellen wirklich saisonal sind.
- Verlängere gute Leute früh statt spät.
- Plane Einarbeitung als Kostenblock ein.
- Schau auf Übernahmequoten statt nur auf offene Stellen.
Der größere Trend bei atypischer Beschäftigung
Zur atypischen Beschäftigung zählen laut Destatis auch geringfügige Jobs, Teilzeit mit bis zu 20 Wochenstunden und Leih- oder Zeitarbeit. 2025 lagen insgesamt 6,4 Millionen Menschen in solchen Beschäftigungsformen. Das entsprach 17,2 Prozent der Kernerwerbstätigen. 2015 lag der Anteil noch bei 20,8 Prozent.
Besonders stark sank der Anteil bei Teilzeit bis 20 Wochenstunden von 13,4 auf 10,9 Prozent und bei geringfügiger Beschäftigung von 6,5 auf 4,1 Prozent. Die Zeitarbeit ging dagegen leicht von 1,8 auf 2,0 Prozent hoch. Ein kleines Plus, aber eben ein Plus.
Für das Gastgewerbe bleibt Befristung ein typisches Einstiegsmodell. Die Destatis-Zahlen zeigen aber auch: Der Markt bewegt sich weg von atypischer Beschäftigung insgesamt. Wer Personal binden will, muss klare Perspektiven, planbare Schichten und saubere Übernahmen liefern.
Die Zahlen stammen aus den Erstergebnissen des Mikrozensus. Mehr Detailwerte zu Bildung und Branchen nennt Destatis direkt in der Mitteilung. Im Gastgewerbe ist das Thema damit nicht neu. Aber immer noch sehr real.

