In Österreich kamen 2024 laut Destatis 35,9 Prozent aller Übernachtungen von Gästen aus Deutschland. Damit liegt die Alpenrepublik vor Kroatien und den Niederlanden. Im EU-Ausland insgesamt lag der Anteil deutscher Gäste bei 11,6 Prozent.
Österreich ist das EU-Land mit dem höchsten Anteil an Übernachtungen von Gästen aus Deutschland. Laut dem Statistischen Bundesamt entfielen 2024 dort 35,9 Prozent aller Übernachtungen auf Reisende aus Deutschland.
Kroatien folgt mit 22,5 Prozent, die Niederlande mit 19,2 Prozent. In Österreich lag der Anteil der eigenen Gäste bei 28,3 Prozent, in Kroatien bei 9,3 Prozent. Das zeigt ziemlich klar, wie stark der deutsche Markt dort zieht.
Österreich: 35,9 Prozent deutscher Übernachtungen
Kroatien: 22,5 Prozent
Niederlande: 19,2 Prozent
EU-Ausland insgesamt: 11,6 Prozent
Italien: 65,3 Millionen Übernachtungen deutscher Gäste
Warum Österreich vorne liegt
Die Nähe spielt eine große Rolle. Dazu kommen kurze Anreisen mit Auto, Bahn und Bus, eine hohe Dichte an Alpenhotels und viele Betriebe, die seit Jahren auf den deutschsprachigen Markt zugeschnitten sind. Destatis verweist dabei auf Eurostat als Datenbasis.
- Österreich ist aus Süddeutschland schnell erreichbar.
- Viele Häuser arbeiten seit Jahren mit deutschen Reiseveranstaltern.
- Der Winter- und Wandertourismus zieht traditionell viele Gäste aus Deutschland an.
Was die Zahl wirklich misst
Die Statistik zählt Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben. Dazu gehören Hotels, Gasthöfe, Pensionen, Ferienunterkünfte und Campingplätze. Der Wert sagt also nicht nur etwas über Urlaubsgäste aus, sondern auch über Geschäftsreisende und Tagungsgäste.
Wo deutsche Gäste noch stark vertreten sind
Auch in den Niederlanden lag der Anteil bei 19,2 Prozent. In Italien, Frankreich und Tschechien stellten Reisende aus Deutschland laut Destatis jeweils die größte ausländische Gästegruppe. Außerhalb der EU nennt Eurostat unter anderem die Schweiz mit 9,9 Prozent und Norwegen mit 6,3 Prozent.
- Italien: 65,3 Millionen Übernachtungen deutscher Gäste
- Spanien: 54,9 Millionen
- Österreich: 47,1 Millionen
- Die Niederlande: 27,9 Millionen
- Frankreich: 21,3 Millionen
Was Betriebe daraus mitnehmen können
Wer auf Gäste aus Deutschland setzt, braucht keine pauschale Kampagne für „den DACH-Markt“. Besser funktioniert ein sauberer Blick auf Saison, Anreise und Buchungsverhalten. Ein Haus in Tirol verkauft anders als ein Strandhotel an der Adria. Klingt banal? Ist aber der Punkt.
- Prüf deine Hauptquellen nach Herkunft, Saison und Aufenthaltsdauer.
- Schau, welche Zimmerkategorien deutsche Gäste zuerst buchen.
- Vergleich Direktbuchung, Reiseveranstalter und OTA-Mix getrennt nach Markt.
Ein Markt mit klaren Mustern
Die Destatis-Zahl zeigt vor allem eins: Deutsche Gäste sind in vielen Nachbar- und Urlaubsländern die prägende Auslandsgruppe. Für die Hotellerie heißt das, dass Sprache, Zahlungsarten, Stornobedingungen und Anreiseinfos kein Beiwerk sind. Sie sind Teil des Verkaufs.
Wer den deutschen Markt im Griff hat, verkauft oft stabiler durchs Jahr. Das gilt in Österreich besonders deutlich — und ist dort längst keine Überraschung mehr.

