Accor erweitert in Australien das Training und die Zertifizierung von Welcome With Pride. Laut dem Originalartikel machen 32 Hotels mit, bis Ende 2026 sollen es 50 sein.
Der Auslöser ist deutlich: Viele LGBTIQ+ Reisende passen ihr Verhalten unterwegs an, um Diskriminierung zu vermeiden. Das Thema ist also kein Symbolfoto mit Regenbogenflagge, sondern Betriebsalltag.
Was Accor jetzt in Australien tut
Der Hotelkonzern baut das evidenzbasierte Trainings- und Akkreditierungsprogramm von Welcome With Pride in seinem australischen Netzwerk aus. Laut dem Originalartikel bei eHotelier sind aktuell 32 Hotels dabei. Das Ziel liegt bei 50 Häusern bis Ende 2026.
Zu den bereits genannten Häusern gehören Novotel Perth Murray Street, Pullman Sydney Hyde Park, Mercure Alice Springs Resort, ibis budget Brisbane Airport und ibis budget Sydney Olympic Park. Accor macht das nicht als Kampagne für einen Monat, sondern als Rollout über den Betrieb.
Zahlen auf einen Blick
- Hotels bereits dabei
- 32
- Ziel bis Ende 2026
- 50
- Staff, die sich sicherer fühlen
- 87%
- Stärkerer Bezug zu Accor-Werten
- 89%
- Stolz auf den Arbeitgeber
- 92%
Warum das Thema in Hotels zählt
Die Recherche hinter dem Programm zeigt ein klares Problem: Mehr als die Hälfte der LGBTIQ+ Reisenden fühlt sich im Urlaub nicht sicher, ganz sie selbst zu sein. Laut dem Artikel verstecken 60 Prozent ihre sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität auf Reisen. Die Community verändert also Verhalten, Sprache und sogar Kleidung, um Ärger zu vermeiden.
Genau da setzt das Training an. Es geht um inklusive Sprache, weniger Annahmen und Prozesse, die nicht nur auf dem Papier gut aussehen. Wer an der Rezeption, im Restaurant oder im Housekeeping mit Gästen arbeitet, merkt solche Details sofort. Oder anders: Das Label ist nett. Das Verhalten entscheidet.
- inklusive Sprache im Gästekontakt
- weniger Annahmen über Partner, Familie oder Identität
- klare Standards für sichere und respektvolle Abläufe
- mehr Sicherheit bei Pronomen, Ansprache und Check-in-Situationen
Was Accor intern beobachtet
Im Artikel von eHotelier nennt Accor konkrete Effekte aus dem Betrieb. Teams berichten von kulturellem Wandel, 87 Prozent fühlen sich sicherer, 89 Prozent sehen sich stärker mit den Werten von Authentizität und Zugehörigkeit verbunden, 92 Prozent sind stolz, für ein Unternehmen zu arbeiten, das in Inklusion investiert.
Am Beispiel des Novotel Perth Murray Street beschreibt ein Teammitglied die Wirkung des Trainings auf das eigene Arbeitsgefühl. Der Director of Talent & Culture, Jai McNaughton, sagt im Artikel, die Engagement-Werte seien nach dem Programm um mehr als 11 Prozent gestiegen. Das ist keine weiche Wohlfühlzahl, sondern eine harte interne Kennzahl.
Was das für andere Hotels bedeutet
Australien dient hier als Testfeld mit klaren Kennzahlen. Für andere Häuser ist das interessant, weil sich das Programm nicht nur auf Gäste, sondern auch auf Teams auswirkt. Wer Arbeitsumfelder sicherer macht, gewinnt oft auch bessere interne Bindung. Das ist in Zeiten von Personalmangel kein Nebenthema.
Das lässt sich sofort prüfen
- Wie spricht dein Team Gäste an, wenn es um Partner, Familie oder Pronomen geht?
- Gibt es klare Standards für Check-in, Beschwerde und Eskalation?
- Kennen Mitarbeitende Formulierungen, die niemanden ausschließen?
- Wer prüft, ob Prozesse wirklich inklusiv sind — nicht nur das Marketing?
Diese Beispiele nennt der Artikel
- Novotel Perth Murray Street
- Pullman Sydney Hyde Park
- Mercure Alice Springs Resort
- ibis budget Brisbane Airport
- ibis budget Sydney Olympic Park
Für die Branche steckt darin eine klare Ansage: Inklusion muss im Betrieb funktionieren, nicht nur im Claim. Wer das sauber aufsetzt, verbessert Gästeerlebnis, Teamkultur und Arbeitgebermarke zugleich.

