Hotels werden nicht mehr nur über Google oder OTAs gefunden. In der Folge rückt AI-Suche in den Fokus: Wer in den Antworten von ChatGPT, Gemini oder ähnlichen Tools auftaucht, kann direkt Buchungen einsammeln.
Im Podcast von HospitalityNet erklärt Jarrett Tomback von Starwood Hotels, warum dafür vor allem saubere Daten, klare Inhalte und eine verlässliche Quelle im Hintergrund zählen.
Warum AI-Suche jetzt zählt
Die Suche nach Hotels verschiebt sich. Gäste scrollen nicht mehr nur durch Trefferlisten, sondern fragen KI-Tools direkt, wo sie wohnen sollen. Genau dort entscheidet sich Sichtbarkeit früher als auf der Buchungsseite.
Der Podcast von HospitalityNet dreht sich um diese Verschiebung. Karen Stephens von Revinate spricht mit Jarrett Tomback, VP of Digital Strategy and CRM bei Starwood Hotels, über direkte Buchungen, Loyalty und die Rolle von Daten als Grundlage für LLMs.
- eine Datenbasis mit klaren, aktuellen Hotelinfos
- Inhalte, die Fragen von Reisenden direkt beantworten
- eine Logik, die AI-Systeme als verlässliche Quelle erkennen
- eine Buchungsstrecke, die aus einer Empfehlung sofort Conversion macht
Was Jarrett Tomback im Podcast sagt
Tomback stellt einen Satz in den Mittelpunkt: Hotels müssen ihre Wissensbasis auf der Direktbuchungsseite so aufbauen, dass sie für LLMs zur source of truth wird. Sonst greifen KI-Systeme auf Drittquellen zurück. Das ist für Hotels teuer. Denn dann steuern andere den ersten Eindruck.
Im Gespräch geht es auch um Starwood-Marken wie 1 Hotels, Baccarat Hotels and Resorts und Treehouse Hotels. Tomback verantwortet dort digitale Entwicklung, Gäste-Engagement und Loyalty. Das Thema passt zu Häusern, die schon stark über Marke, Story und Wiedererkennung arbeiten.
So optimierst du für AI-Discovery
1. Daten zuerst, Story danach
AI-Modelle brauchen eindeutige Angaben. Dazu zählen Name, Standort, Zimmerzahl, Zielgruppe, F&B-Angebot, Spa, Opening-Daten und Brand-Details. Je sauberer diese Informationen in deinem System liegen, desto höher die Chance, dass eine KI dein Haus korrekt einordnet.
Das gilt nicht nur für große Marken. Auch kleinere Hotels können gewinnen, wenn ihre Inhalte präzise und konsistent bleiben. Ein Haus mit klarem Positioning, guter Struktur und aktuellem Content hat bessere Karten als ein Hotel mit dünnem Website-Text.
2. Inhalte für echte Reisefragen bauen
AI-Suche arbeitet mit Intention. Gäste fragen nicht nur nach einem Hotelnamen, sondern nach Dingen wie Lage, Anlass, Zimmerart, Spa-Zugang oder Frühstückszeiten. Genau darauf sollte deine Content-Struktur reagieren.
- Nutze konkrete Landingpages für Zielgruppen und Anlässe.
- Pflege FAQ-Bereiche mit echten Reisefragen.
- Halte Preis-, Lage- und Ausstattungsdaten aktuell.
3. Direktbuchung einfach machen
Eine Empfehlung bringt nichts, wenn der Weg zur Buchung holprig ist. Wer aus der AI-Suche in wenigen Klicks zur Reservierung kommt, gewinnt. Wer dann noch klare Raten, mobile Buchbarkeit und keine unnötigen Reibungspunkte bietet, schließt besser ab.
Spannend ist hier die Verbindung aus SEO, CRM und Buchungstechnologie. Genau an dieser Stelle arbeiten viele Hotels noch getrennt. Das ist ein Problem.
AI-Suche: Chance oder Risiko?
Dafuer spricht
- Neue Sichtbarkeit vor der klassischen Suche
- Mehr Kontrolle über die Erstberatung der Gäste
- Potenzial für mehr direkte Buchungen
Dagegen spricht
- Falsche oder veraltete Daten schaden sofort
- Drittquellen können die Story kapern
- Ohne saubere Conversion verpufft die Reichweite
Was das für Hotels praktisch heißt
Der Wandel trifft vor allem Teams in Digital, Revenue und CRM. Wer die eigenen Inhalte nicht pflegt, überlässt die Antwort der KI anderen Quellen. Wer Daten, Marke und Buchungsstrecke zusammenbringt, hat einen Vorteil.
Als Referenz für die Suchverschiebung lohnt sich auch der Blick auf AI-Tools selbst. ChatGPT und Google Gemini zeigen schon heute, wie schnell sich Reisefragen in dialogische Empfehlungen verwandeln. Das ist kein Zukunftsthema mehr. Das passiert jetzt.
Was du als Hotelier jetzt tun solltest
- Prüfe deine zentralen Hotelinfos auf Konsistenz.
- Baue Seiten für konkrete Suchintentionen auf.
- Miss, welche Inhalte in Anfragen, Klicks und Buchungen führen.
- Verbinde CRM-, Web- und Buchungsdaten besser miteinander.
Die eigentliche Botschaft des Podcasts ist klar: Daten bringen dich in die Empfehlung. Storytelling bringt dich in die Buchung. Beides gehört zusammen. Sonst bleibt dein Hotel in der Antwort der KI nur ein Name unter vielen.
Einordnung
Der Podcast beschreibt ziemlich genau, wohin sich Hotelmarketing bewegt. Nicht mehr nur Reichweite zählt, sondern Lesbarkeit für Maschinen und Klarheit für Menschen. Wer heute an AI-Suche denkt, sollte nicht bei Prompt-Optimierung stehen bleiben. Die Basis liegt in sauberen Hotelprofilen, guten Inhalten und einer direkten Buchungslogik, die ohne Umwege funktioniert.
Das ist kein Hype-Text. Das ist Arbeit an den Grundlagen.

